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Fußball-Nachlese

21.08.2018

Die Aufsteiger lassen aufhorchen

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Jubelnd dreht Mühlhausens Timo Schubach nach seinem Kopfballtreffer zum 3:1 gegen die Sportfreunde Friedberg ab. Torhüter Oliver Seger und Maximilian Reiser (Nummer 11) können dem Ball nur mehr hinterherblicken. Am Ende siegte Mühlhausen mit 4:2.
Bild: Peter Kleist

Der TSV Friedberg und der TSV Mühlhausen feiern Derby-Siege. Mering beklagt wieder einen Verletzten. In Kissing läuft es nicht. BCR noch ohne Gegentor.

Aufsteiger haben im Fußball ein Ziel eigentlich immer gemeinsam: Sich in der neuen Liga etablieren und nach Möglichkeit so früh wie möglich den Klassenerhalt sichern. Nun, vom Klassenerhalt ist man erfahrungsgemäß nach zwei, drei oder auch acht Spieltagen noch meilenweit entfernt, doch es lässt sich feststellen, dass in diesem Jahr die Aufsteiger durchaus zu beachten sein könnten. In der Landesliga Südwest ist mit Neuburg ein Neuling an der Spitze, in der Kreisliga Ost steht der TSV Friedberg nach seinem hart erkämpften Derbysieg in Aichach mit neun Punkten aus drei Spielen auf Platz zwei auch glänzend da. Und in der A-Klasse Ost feierte der TSV Mühlhausen mit zwei Siegen einen perfekten Einstand in die neue Spielzeit.

Nervenaufreibend war es, das Landkreisderby in der Kreisliga Ost zwischen dem BC Aichach und dem TSV Friedberg – doch am Ende durften sich die Friedberger über ein Happy-End freuen. Sie gewannen dank des späten Tores von Florian Haug mit 3:2. „Wir waren nicht so souverän wie bisher und haben dafür die Quittung bekommen. Die Jungs haben gemerkt, dass man sich eine Klasse höher nicht zwischendrin für zehn Minuten ausruhen kann“, so ein stets kritischer Trainer Ali Dabestani. Der bestätigte seiner Mannschaft aber eine sehr gute Moral, schließlich habe man in den letzten sieben Minuten aus einem 1:2 noch ein 3:2 gemacht. „Mit dem Ergebnis bin ich zufrieden, mit dem Spiel nicht. Vielleicht waren wir nach fünf Einheiten in den letzten sieben Tagen einfach auch ein bisschen müde“, so der Friedberger Trainer.

„Man kann sicher schlechter starten“, meinte Mühlhausens neuer Trainer Philipp Pistauer nach dem 4:2-Sieg bei den Sportfreunde Friedberg in der A-Klasse Ost. „Wir sind mit zwei Siegen mehr als im Soll, zumal ich die Friedberger als einen der heißen Titelanwärter sehe“, so der Coach, der derzeit auch im Tor steht. Mühlhausen ist noch auf Torwartsuche und muss schon heute Abend wieder ran – um 18.30 Uhr bei der DJK Hochzoll.

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Beim SV Mering mischte sich in die Freude über das Ende der Negativserie in der Landesliga Südwest und den ersten Sieg beim FC Memmingen II auch wieder etwas Betrübnis. Mit Lukas Kristen hat der MSV nämlich den nächsten verletzten Akteur zu beklagen. „Christian Cappek hat mir ein Bild von dessen Fuß geschickt und das sieht nicht gut aus. Er hat am Dienstag noch ein MRT, aber ich kann mir nicht vorstellen, dass er am Wochenende wird spielen können“, meinte Trainer Gerhard Kitzler. Der bestätigte seinem Team beim 2:1 eine gute kämpferische Einstellung und Moral. „Und wir sind im achten Spiel dieser Saison endlich einmal in Führung gegangen“, so der Coach. Noch hängt der MSV hinten drin, aber für die eh trotz allem gute Stimmung in der Mannschaft ist der Sieg natürlich besonders wichtig. „Die Jungs haben gesehen, was möglich ist, wenn alle alles geben“, sagte Kitzler.

In der Bezirksliga Süd war es nicht das Wochenende der Landkreisteams. Der Kissinger SC kehrte mit einer 0:4-Packung aus Durach zurück, der FC Stätzling musste sich auf eigenem Platz dem 1. FC Sonthofen II mit 1:2 geschlagen geben. Vor allem beim KSC läuft es nicht, vier Niederlagen in fünf Spielen sprechen eine deutliche Sprache. „Wir müssen immer wieder umstellen, weil immer wieder kurzfristig Spieler ausfallen“, meinten Trainer David Bulik und sein Co-Trainer Alexander Streichele unisono. „Wir sind anfangs gar nicht ins Spiel gekommen, waren zu weit weg vom Gegner und haben die beiden schnellen Außen nie ausschalten können“, sagte Alexander Steichele. Vor der Pause blieben die Ausgleichschancen ungenutzt, gleich nach der Pause kassierte man das 0:2, meinte er weiter. Noch sieht man beim KSC die Lage nicht dramatisch. „Wir haben meiner Meinung nach jetzt gegen die vier besten Teams in dieser Liga gespielt und feststellen müssen, dass uns noch etwas die Cleverness fehlt“, erläuterte Bulik.

Der FC Stätzling hätte gerne noch mal ein Pünktchen mitgenommen, doch gegen Sonthofen II reichte es nicht mehr. „Es war angesichts unserer Personallage abzusehen, dass wir einmal so ein Spiel verlieren würden“, gestand Trainer Alex Bartl ein. „Irgendwann reicht es einfach nicht mehr. Wir haben gut begonnen und verdient geführt, aber nach der Pause konnten wir läuferisch nicht mehr mithalten und wir haben zudem zweimal gepennt“, so der Coach, der sich in seiner Ansicht bestätigt sieht, dass es für den FCS nur um den Klassenerhalt geht.

Etwas mehr dürfte es beim BC Rinnenthal in der Kreisliga Ost schon sein, denn nach dem 5:0 gegen den SV Feldheim grüßt der BCR von der Tabellenspitze – übrigens als einzige Mannschaft der Liga noch ohne Gegentor. Allerdings wiegelt der Trainer noch ab, wenn es um Themen wie Meisterschaft oder Aufstieg geht. „Natürlich bin ich zufrieden und wir wollen jetzt so lange wie möglich so erfolgreich bleiben“, meinte Spielertrainer Markus Rolle. Und Torhüter Felix Fuhrmann würde sich auch freuen, wenn die Null noch länger stehen bliebe – „aber das wird am Sonntag im Derby in Friedberg sicher nicht einfach“, erklärte Rolle. Der Sieg gegen Feldheim war verdient, aber vielleicht etwas zu hoch. „Die haben sich nach dem 3:0 aufgegeben“, so der BCR-Trainer.

Von der Spitze grüßt in der Kreisklasse Aichach auch der TSV Dasing, der ebenfalls einen optimalen Saisonstart hinlegte. Beim 3:0 gegen Oberbernbach gab es kaum etwas zu meckern. Beim SV Ried, der am dritten Spieltag auch endlich in die Saison einstieg, machte sich das gleiche Manko wie im Vorjahr bemerkbar: die mangelnde Chancenverwertung. So reichte es nur zu einem 1:1 gegen Affing II. Der SV Wulfertshausen kassierte seine erste Niederlage (2:5 gegen Gebenhofen), in der Augsburger Gruppe musste der SV Ottmaring schon die dritte in dieser Spielzeit und saisonübergreifend die achte in Serie einstecken. 0:3 hieß es gegen Spitzenreiter Kriegshaber.Merching trumpfte dagegen beim 5:1 gegen Türkspor II groß auf, während Stätzling II und Kissing II Remis spielten.

Das man Ambitionen nach oben hat, stellten die Sport-Freunde Bachern beim 5:0 gegen Ottmaring II in der A-Klasse Ost unter Beweis. Für Bachern war es der dritte Sieg im dritten Spiel und der Weg zum Titel könnte dieses Jahr wirklich über die Sport-Freunde führen. Am Mittwoch noch klar verloren, am Sonntag haushoch gewonnen: Der SV Mering II erlebte ein Wechselbad der Gefühle. Dem 1:4 bei den Sportfreunden Friedberg folgte nun ein deutliches 7:1 gegen den TSV Friedberg II.

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