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Mering

06.04.2021

Die Beleuchtung in Mering soll einheitlicher werden

Sehr viele unterschiedliche Straßenlampen kann man in Mering entdecken. Die Fraktion UWG im Gemeinderat wünscht sich ein einheitlicheres Bild.
Foto: Gönül Frey

Plus Eine Vielzahl verschiedener Straßenlaternen ist in Mering in Verwendung. Die UWG wünscht sich ein einheitlicheres Bild sowie die komplette Umstellung auf LED.

Es gibt kleine Straßen in Mering, in denen nur fünf Leuchten stehen - die jedoch von drei verschiedenen Typen. Solche Kuriositäten hat die Gruppierung der Unabhängigen (UWG) in der Vorbereitung ihres aktuellen Antrags entdeckt. Darin fordert die Fraktion eine neue Beleuchtungsstrategie für den Bauhof mit dem Ziel, ein einheitlicheres Bild bei den Straßenlaternen zu schaffen und bis 2030 komplett auf die beim Energieverbrauch deutlich sparsameren LED-Leuchten umzustellen.

Für diesen Antrag legte die UWG eine Bestandsaufnahme für das gesamte Gemeindegebiet in Mering vor. Demnach stellte sie elf verschiedene Laternentypen fest, die noch mit alten Leuchtmitteln ausgestattet sind. Doch auch bei den neueren LED-Leuchten ergab sich keineswegs ein einheitliches Bild. Bereits zwölf verschiedene LED-Laternen gebe es mittlerweile in Mering, merkt die UWG kritisch an. Und dabei geht es der Gruppierung nicht nur um die Optik. Würde Mering mit weniger verschiedenen Typen arbeiten, würde dies dem Bauhof Arbeit ersparen und einen kostengünstigeren Einkauf ermöglichen.

Die Doppel-Kugelleuchte ist in Mering ein Auslaufmodell.
Foto: Gönül Frey

Mit einem weiteren Vorschlag dürfte die UWG so manchem Anwohner aus der Seele sprechen. Sie regte an, dass in Wohngebieten künftig warm-weiße Leuchtmittel ausgewählt werden sollten, statt wie bisher das kaltweiße Licht. Das wäre sowohl für die Menschen angenehmer als auch insektenfreundlicher, meint die UWG.

Straßenleuchten in Mering: Günstiger Zeitpunkt für Veränderung

In der jüngsten Sitzung des Meringer Marktgemeinderates ging es nun erst einmal darum, ob dieser den Antrag überhaupt zulassen möchte. UWG-Sprecher Mathias Stößlein verwies darauf, dass es ein günstiger Zeitpunkt sei, um über ein neues Beleuchtungskonzept nachzudenken, da mit der Firma Leuchten Ludwig ein wichtiger Lieferant insolvent gegangen ist. Wie berichtet, war der Marktgemeinderat Mering bislang an seinen Grundsatzbeschluss gebunden, über das heimische Unternehmen seine Straßenleuchten zu beziehen. Bevorzugtes Modell war dabei die Leuchte Historik, die beispielsweise an der Bouttevillestraße durchgehend zu sehen ist.

Die Leuchte Historik war bis vor kurzem das bevorzugte Modell in Mering.
Foto: Gönül Frey

"Wir begrüßen den sukzessiven Austausch der Beleuchtungskörper in Mering", sagte CSU-Fraktionsvorsitzender Georg Resch. Dies müsse jedoch mit Maß und Ziel geschehen. Er hatte im Vorfeld den 18-seitigen Antrag der UWG detailliert durchgearbeitet und mit Anmerkungen versehen an den Gemeinderat verschickt. Darauf verwies er nun und meinte: "Vieles ist schon im Werden, einiges geht auch nicht, vieles muss aber tatsächlich auch noch gemacht werden."

Mering braucht einen neuen Leuchtentyp

Bauhofleiter Claudius Hirner erläuterte, dass seit 2017 defekte Leuchten durch LED-Leuchten ausgetauscht werden. Die bislang verwendete Leuchte sei mittlerweile nicht mehr lieferbar. Noch habe der Bauhof einige Restbestände. Dann müsse man sich jedoch für einen neuen Leuchtentyp entscheiden und könne so hoffentlich auch ein einheitlicheres Bild in Mering erhalten.

Mit LED-Leuchten lässt sich viel Energiesparen. Doch aus Umweltsicht ist auch Lichtverschmutzung ein Thema.
Foto: Gönül Frey

Grünen-Sprecherin Petra von Thienen begrüßte den UWG-Antrag: "Das greift ein ganz wichtiges Thema auf." Sie würde sich wünschen, dass der Gemeinderat sich erst einmal über die Ziele einig wird. Für die Meringer Umweltbeauftragte sind diese ganz klar: 1. Energiesparen - die Straßenbeleuchtung sei beim Energieverbrauch der Kommune der größte Posten. 2. Umweltschutz und dabei speziell die Vermeidung von Lichtverschmutzung und 3. zu überdenken, wo Leuchten überhaupt nötig sind. Die Grünen-Sprecherin meinte, dass es an manchen Stellen fraglich sei, ob tatsächlich die ganze Nacht das Licht brennen müsse. In ihrer Funktion als Umweltbeauftragte bot sie an, bei der Erarbeitung eines neuen Konzeptes den Bauhof zu unterstützen.

Andreas Widmann schlug vor, dass die Verwaltung mit dem Bauhof ein Konzept ausarbeiten solle. Und über die strittigen Punkte könne man dann im Gemeinderat noch einmal diskutieren. Und so beschloss es der Gemeinderat am Ende auch einstimmig. Diesen Weg befürwortet auch Bürgermeister Florian Mayer. Er wies jedoch auf ein grundlegendes Dilemma hin. Arbeitet die Kommune wirtschaftlich, so tauscht sie nur nach und nach defekte Leuchten aus. Will man ein einheitliches Bild, müsste man in einem Straßenzug dagegen jeweils die komplette Beleuchtung austauschen und das ist teuer. Hier wird der Gemeinderat eine Abwägung treffen müssen.

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