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Ried

10.12.2019

Die CSU in Ried verjüngt sich

Mit einem deutlich verjüngten Kandidatenteam geht die CSU Ried in die Kommunalwahl.
Bild: Felix Straub

Wieder steht Bürgermeister Gerstlacher an der Spitze der CSU-Liste in Ried.

Als Überraschungsgast, der als Erster zu der Nominierung gratulierte, kam Peter Tomaschko zu der Nominierungsversammlung der CSU ins Landhotel Kienberger in Ried. „Ich habe gehört, ihr hattet wilde Diskussionen“, witzelte er über die Tatsache, dass die Veranstaltung sehr harmonisch abgelaufen war. „Gemeinsam mehr erreichen“, unter diesem Motto hatte der CSU-Ortsverband Ried-Baindlkirch-Eismannsberg seine Nominierungsversammlung abgehalten. Rund 40 Bürgerinnen und Bürger waren gekommen, um Bürgermeister Erwin Gerstlacher und der CSU ihren Rückhalt zu beweisen.

Von der aktuellen politischen Lage, die sehr nachdenklich stimme, sprach Vorsitzender Hans-Josef Mayer anfangs. So sei die Regierungspartei mit der Wahl ihres Vorsitzenden beschäftigt, die Landwirtschaft werde attackiert, die Diskussionen ums Auto finden kein Ende und die ersten dunklen Schatten würden auf die Wirtschaft fallen. Umso wichtiger sei es, ein stabiles und gutes Umfeld in seiner Heimat zu haben. Dass dem so ist, führte Bürgermeister Erwin Gerstlacher in seinem Rückblick auf die vergangenen sechs Jahre seines Amtes aus. Er begann mit dem Einwohnerstand, der sechs Personen mehr aufweist als noch im Jahr zuvor. Somit sei das Gerücht entkräftet, dass Ried zu schnell wachse. Durchschnittlich weise Ried ein Wachstum von 25 Personen im Jahr auf, was sehr moderat sei, so das Gemeindeoberhaupt.

Bei seinem Amtsantritt hatte Gerstlacher versprochen, die Finanzen im Auge zu behalten. Nun konnte er verkünden, dass Ried trotz der vielen Investitionen wie beim Supermarkt in der Ortsmitte, bei der Schule oder bei den Dorfplätzen der Ortsteile gut dastehe. „Wir werden 2020 bei 3,5 Millionen Euro Rücklagen stehen“, gab der Bürgermeister eine Zukunftsprognose ab. Auch gehören der Gemeinde unter anderem noch ungefähr vier Hektar Bauland und verschiedene Äcker. „Wir sind bayernweit die einzige Gemeinde mit einem eigenen Supermarkt“, freute sich Gerstlacher.

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Das Thema Verkehr beschäftigt die Rieder CSU

Beim Thema Verkehr erwähnte er das brisante Thema Umgehungsstraße Süd oder Nord. Eine Nordumfahrung ergäbe nach neuesten Erkenntnissen eine größere Entlastungswirkung für Ried als die Süd-Variante. So will das Gemeindeoberhaupt im Januar beim Ministerium einen Antrag auf Neubewertung der Dringlichkeit stellen, da sich Ried mit der Ortsumfahrung Ried-Hörmannsberg derzeit nur auf der Dringlichkeitsstufe zwei befindet. „Es waren intensive und spannende sechs Jahre“, sagte Gerstlacher rückblickend auf seine vergangene Bürgermeisterperiode. Er sei bereit für eine weitere Amtsperiode. Bloß hoffe er, dass der Start nicht wieder so schwierig werde wie 2014, denn da habe es erst mal zwei Jahre gedauert, bis alle Gemeinderatsmitglieder überparteilich gut zusammenarbeiten konnten. Positiv sei, dass er viele Gremien jetzt schon kenne und sich ein gut funktionierendes Netzwerk aufgebaut habe. Nach seiner einstimmigen Nominierung versprach er, dass er auch in diesem Wahlkampf nie seine Gegner öffentlich und namentlich kritisieren werde, weil „ich mit allen Parteien gut im Gemeinderat arbeiten will“.

Eine Überraschung waren die 16 Kandidaten, die sich für den Gemeinderat stellen. Auf dem zweiten Listenplatz nach Erwin Gerstlacher findet sich da mit Christiane Steber ein politischer Neuling. Die 26-jährige Groß- und Außenhandelskauffrau ist bei den Schützen als Jugendleiterin aktiv und will sich gerade in puncto Jugend einen Namen machen. Auch Dr. Franz-Josef Mayer auf Platz drei machte bis dato eher als Förster beim „Tag im Wald“ oder als neuer Vorsitzender des CSU-Ortsverbandes Ried-Baindlkirch-Eismannsberg (seit März 2019) von sich reden. Der 57-jährige Rieder hat sich das Soziale auf die Fahnen geschrieben.

Die Liste der CSU Ried:
Erwin Gerstlacher (50)
Christiane Steber (26)
Franz-Josef Mayer (57)
Denise Seidl (34)
Maximilian Widmann (47)
Johann Wittmann (51)
Jakob Weiß (34)
Manuel Heilingbrunner (38)
Leonard Ring junior (37)
Christoph Bader (26)
Ludwig Bicker (20)
Manfred Brummer (37)
Markus Reisländer (40)
Ulrich Erhard (34)
Christian Heiß (46)
Erwin Huber (52)

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