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02.03.2009

Die Friedberger Fehler werden gnadenlos bestraft

Mit leeren Händen kehrten die Regionalliga-Handballer des TSV Friedberg vom Auswärtsspiel bei der SG Köndringen/Teningen nach Hause zurück. 33:25 stand es nach 60 Minuten für die SG. Nun steht man in den nächsten beiden Spielen unter Zugzwang, um weiterhin Anschluss an die Nichtabstiegsränge zu halten.

"Das Spiel lief ähnlich ab wie gegen Leipzig. Die Chance, Punkte mitzunehmen, war gegeben. Leider fehlte dazu die letzte Entschlossenheit", stellte Trainer Reinhold Weiher nach dem Auftritt seiner Schützlinge fest. Die Begegnung begann eigentlich sehr vielversprechend. Der bayerische Meister agierte sehr konzentriert und konnte durch schön herausgespielte Tore in Schlagdistanz bleiben. Auch die defensive 6:0-Formation stand kompakt und machte es dem Gegner nicht leicht. Somit war bei den Spielständen von 8:8 bis zum 11:10 alles offen. Nun ereilte den TSV allerdings eine Schwächephase. Unvorbereitete Angriffe wurden zu schnell abgeschlossen, mit diesen Würfen hatte der starke Torhüter der Gastgeber keine Probleme. Die Hausherren nutzten diese Unkonzentriertheiten von Friedberg gnadenlos aus und zogen bis zur Halbzeit auf 18:12 davon.

In Durchgang zwei probierte das Trainergespann Weiher/Rosenberger über eine 3-2-1-Abwehr, dem Köndringer Angriff den Zahn zu ziehen. Es ergaben sich dadurch neue Möglichkeiten, das Spiel offen zu halten. Die Herzogstädter kämpften sich wieder heran und verkleinerten den Rückstand bis auf 23:27. Näher kam man allerdings nicht heran.

Zu viele geschwächte Spieler

Die Friedberger Fehler werden gnadenlos bestraft

Ein Grund hierfür war sicherlich unter anderem die physische Beschaffenheit des TSV. Aufgrund der Grippewelle, die über den Kader der Herzogstädter schwappte, war unter der Woche kein normaler Trainingsbetrieb möglich. Max Segmüller konnte sogar zwei Wochen nicht trainieren. Folglich kam auch nicht die gewohnte Dynamik über die Mitte-Position. Auf der Linksaußen musste Benni Schwair für den kranken Markus Walk in die Bresche springen. Nach seiner überstandenen Schulterverletzung stand der Flügelflitzer wieder auf dem Parkett. In seiner gewohnt kämpferischen Manier bot er eine sehr gute Leistung und war mit sechs Toren einer der besten Torschützen der Gäste. Allerdings konnte auch ein hervorragender Schwair seine Mannschaft nicht noch einmal näher an die SG heranbringen. Am Ende stand eine 25:33-Niederlage zu Buche. "In dieser Höhe ist das Ergebnis unverdient. Es war eine Partie, die über lange Strecken offen war. Jedoch stand uns eine technisch sehr versierte Mannschaft gegenüber, die jeglichen Fehler des Gegners mit ihrem schnellen Spiel ausnutzte", so Weiher. Vor allem der Außenspieler Hefter bestätigte seinen dritten Platz in der Regionalliga-Torschützenliste mit zehn Toren. Er war stets ein Unruheherd im Angriff der Hausherren.

Sein Debüt in der ersten Herrenmannschaft des Regionalliga-Neulings feierte Neuzugang Milan Filic. Der Serbe, der in den nächsten Tagen vorgestellt wird, warf zwei Tore und ist für Friedberg sicherlich eine Bereicherung.

"Die Bindung zum Team ist noch nicht ganz da. Aber das ist ja kein Wunder, er trainiert ja erst seit Kurzem mit der Mannschaft. Jedoch waren heute schon ein paar schöne Ansätze zu sehen. Er wird uns sicherlich im Abstiegskampf weiter bringen", schätzt Weiher seinen neuen Schützling ein.

Nun gegen Langenau

Nun heißt es aber volle Konzentration auf die nächsten zwei Partien. "Wir wollen die Niederlage von heute wieder wettmachen, um dann vielleicht auch bald die ersten Auswärtspunkte feiern zu können", gibt der Trainer die Marschroute vor. Schon in der nächsten Woche geht es zu Hause gegen Langenau gegen einen direkten Konkurrenten - hier wollen die Friedberger dann erneut ihre Aufholjagd starten.

TSV Friedberg: M. Luderschmid, Seiler; J. Luderschmid (9/2), Schwair (6), Wagenpfeil (4), Filic (2), Szulc (2), Weiß (1), Schubert (1), Segmüller, Triltsch, Walk, Scheiber.

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