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Friedberg

18.11.2019

Die Friedberger Polizei hat wieder einen Vize

Polizeihauptkommissar Martin Binder ist der neue stellvertretende Dienststellenleiter der Polizei in Friedberg.Foto: Ute Krogull

Plus Martin Binder ist der Landkreis gut vertraut. Zu seinem Beruf kam er auf Umwegen

Mehrere Monate musste Alexander Wagenpfeil als Leiter der Polizeidienststelle Friedberg ohne Stellvertreter auskommen. Jetzt ist die Stelle wieder besetzt: Der 45-jährige Polizeihauptkommissar Martin Binder hat seinen Dienst als Nachfolger von Peter Zimmermann angetreten, der zur Einsatzzentrale im Augsburger Präsidium gewechselt ist. In der Gegend neu zurechtfinden muss Binder sich nicht. Denn er kennt den Raum Friedberg von Kindesbeinen an, ist gebürtiger Stätzlinger, machte an der Konradin-Realschule Friedberg seine Mittlere Reife und lebt mittlerweile mit Frau und zwei Kindern in Mering. Sein Lebenslauf weist jedoch eine Besonderheit auf.

Vize-Polizeichef war zuerst ein Bankkaufmann

Martin Binder ging nach der Schule nämlich nicht gleich zur Polizei, sondern absolvierte eine Ausbildung zum Bankkaufmann und arbeitete danach bei der Stadtsparkasse Friedberg. Doch nach einiger Zeit, erzählt er rückblickend, sei ihm klar geworden, dass das nicht das Richtige für ihn sei. Also besann er sich auf seinen alten Kindheitswunsch, Polizist zu werden.

Das Verbindende der beiden so konträr wirkenden Berufe ist der Umgang mit Menschen – und das ist es, was Martin Binder sehr wichtig ist. Auch wenn Polizisten nicht immer nur die schönen Seiten von Kontakten erleben, sondern auch belastende Erfahrungen verarbeiten müssen und Opfer des geringer werdenden Respekts werden. „Das ist eine gesellschaftliche Entwicklung“, konstatiert der 45-Jährige.

Er hat im Lauf der vergangenen Jahre viele Stationen bei der Polizei durchlaufen. Seine neue Aufgabe sieht er als „schönen Schritt und neue Herausforderung“. Nach seiner Ausbildung war er unter anderem bei der Einsatzhundertschaft, der Autobahnpolizei Memmingen und den Polizeiinspektionen in Lechhausen und Pferrsee tätig, wo er zuletzt Dienstgruppenleiter war. Er absolvierte außerdem ein zweijähriges Studium für den gehobenen Dienst und lernte in einem sogenannten rollierenden Verfahren viele Abteilungen der Polizei kennen.

Eine der ersten Aufgaben für Binder: der Friedberger Advent

Entspannung findet Binder bei seiner Familie, beim Bergwandern, Garteln, aber auch beim Motorradfahren. Und nun freut er sich auf den Kontakt mit den Bürgern: „Es ist wichtig, Präsenz zu zeigen und ein offenes Ohr für die Menschen zu haben.“ Denn diese kommen mit immer neuen Problemen auf die Beamten zu. So macht laut Friedbergs Polizeichef Alexander Wagenpfeil Internetkriminalität mittlerweile einen beträchtlichen Teil der Arbeit aus. Doch Wagenpfeil betont: „Wir sind in Friedberg so aufgestellt, dass wir unsere Aufgaben bewältigen können.“

Eine der nächsten Aufgaben wird der Friedberger Advent sein, für den die Polizei zusammen mit dem städtischen Ordnungsamt ein Sicherheitskonzept aufgestellt hat. Laut Wagenpfeil wird es weitgehend dem des vergangenen Jahres entsprechen. Das heißt, der Bereich vor der Jakobskirche wird ab dem späten Nachmittag mit Pollern abgesperrt und an den Zufahrtsstraßen werden Barrieren aufgebaut. Auch werde die Sicherheitswacht auf dem Markt Präsenz zeigen.

Lesen Sie dazu auch den Artikel: Friedbergs Polizei-Vize wechselt nach Augsburg

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