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Friedberg

10.01.2020

Die Friedberger Sozialstation zieht ins Sparkassengebäude

Die Sozialstation Augsburg-Hochzoll, Friedberg und Umgebung zieht in das Sparkassen-Gebäude an der Augsburger Straße in Friedberg West.
Bild: Ute Krogull (Archivfoto)

Plus Der Pavillon in Friedberg-West wird zur Einsatzzentrale der Sozialstation. Der Umzug ist kurzfristig möglich. Er schafft Luft für weitere Überlegungen.

Das neue Jahr beginnt mit einer guten Nachricht für pflegebedürftige Menschen und ihre Angehörigen: Die Sozialstation erhält eine neue Einsatzzentrale in Friedberg-West – und zwar schon sehr bald. Als Hauptsitz dient künftig der ehemalige Sparkassen-Pavillon an der Stadtgrenze zu Augsburg, der kurzfristig bezogen werden kann. Die Gefahr, dass die Geschäfte ganz von Hochzoll aus geleitet werden, ist damit gebannt.

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Sozialstation in Friedberg löst die räumlichen Probleme

„Das freut mich persönlich ganz besonders“, sagt Wolfgang Rockelmann, der Vorstandsvorsitzende der Bürgerstiftung Sozialstation Friedberg, die einer von zwei Trägern der Einrichtung ist. „Mit dem neuen Standort können wir die räumlichen Probleme unserer Sozialstation beheben und rücken näher zusammen“, so Alois Bösl, der als Vorsitzender der Sozialen Dienste in den Pfarreien Heilig Geist und Zwölf Apostel den zweiten Träger vertritt.

Mit der Fusion der Sozialstationen Friedberg und Hochzoll im Jahr 2013 sollte die Zukunft der beiden Einrichtungen dauerhaft gesichert werden. Jede für sich war damals zu klein, um finanziell über die Runden zu kommen. Der Zusammenschluss brachte eine wirtschaftliche Größenordnung von derzeit rund 500 Patienten mit sich. Allerdings musste Gudrun Jansen, die Geschäftsführerin der gemeinsamen Sozialstation, zwischen den beiden Standorten in Friedberg und Hochzoll pendeln. Das kostet Zeit und Energie, zusätzlich fehlt es inzwischen aber auch überall an Platz. Auch die Räume an der Augsburger Watzmannstraße genügen den Bedürfnissen nicht mehr. Sie liegen im zweiten Stock, sind weder behindertengerecht noch ausreichend groß. Und Parkplätze sind in dem dicht bebauten Viertel Mangelware.

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Pfarrzentrum Zwölf Apostel war Alternative der Sozialstation

Die Verantwortlichen der beiden Träger der Sozialstation Augsburg-Hochzoll, Friedberg und Umgebung fassten darum eine Freifläche zwischen dem Sparkassen-Pavillon und der BK-Tankstelle an der Augsburger Straße ins Auge. Von dort aus sollten beide Einsatzbereiche gleichermaßen gut erreichbar und die Sozialstation selbst gut wahrnehmbar sein.

Der Haken daran: Das Areal gehört der Stadtsparkasse, die auf eine wirtschaftliche Verwertung achten muss. Preise von über 500 Euro pro Quadratmeter, wie sie in Friedberg-West mittlerweile üblich sind, kann die Sozialstation aber nicht stemmen. Außerdem soll das gesamte Grundstück zwischen Grüntenstraße und Tankstelle neu geordnet werden. Weil es dort mehrere Eigentümer gibt und die Fläche teilweise auf Augsburger und teilweise auf Friedberg Flur liegt, dürfte sich das Bebauungsplanverfahren länger hinziehen.

Doch Stiftungsvorsitzender Rockelmann und sein damaliger Hochzoller Kollege Wolfgang Asam, der dem Verein Soziale Dienste vorstand, machten Druck: Bis Anfang 2020 müsse die Entscheidung für Friedberg-West fallen, betonten sie im April vergangenen Jahres gegenüber unserer Zeitung. Als Alternative stand das Pfarrzentrum Zwölf Apostel zur Diskussion, das ohnehin saniert werden muss. Aus Friedberger Sicht keine wünschenswerte Entwicklung.

Friedberger Sozialstation sichert sich 1400 Quadratmeter Fläche

Die Sparkasse brachte inzwischen ihr rund 2500 Quadratmeter großes Grundstück mit dem ehemaligen Filialgebäude im Rahmen eines Bieterverfahrens auf den Markt. Davon sicherte sich die Sozialstation nun einen 1400 Quadratmeter großen Teil samt Haus, die restlichen 1100 Quadratmeter Freifläche will die Stadt übernehmen. Der Beschluss des Stadtrats dazu steht zwar noch aus, die Fraktionen haben aber nach Angaben bereits ihre Zustimmung signalisiert.

„Ich bin glücklich über die gefundene und schnell umsetzbare Lösung“, kommentierte Rockelmann die Entscheidung. Der Pavillon stammt aus dem Jahr 1969 und bietet im Erdgeschoss rund 300 Quadratmeter Nutzfläche, die sich ohne große Umbauten auch als Verwaltungszentrale der Sozialstation bietet. Die ehemaligen Beratungsräume des Geldinstituts eignen sich auch für vertrauliche Gespräche in Sachen Pflege. Das Gebäude ist fast vollständig unterkellert. Im Untergeschoss sind zudem Personalräume, WC, Duschen und ausreichend Lagerflächen für die Pflegeartikel vorhanden.

Krankenhaus-Neubau in Friedberg höchst unwahrscheinlich

Über den Kaufpreis wurde Stillschweigen vereinbart. Die Bürgerstiftung sei jedoch an ihre Grenzen gegangen, so Rockelmann. Zwar sei das Geschäft solide finanziert, dennoch müssen Kredite aufgenommen werden. „Wir finanzierend as nicht vom Tagesgeldkonto“ sagte er unserer Zeitung.

Beiden Trägervereinen verschafft der neue Standort Luft für weitere Überlegungen. In Hochzoll kann in Ruhe entschieden werden, was mit dem Pfarrzentrum Zwölf Apostel geschieht. Und in Friedberg kann über die Weiterentwicklung des bestehenden Sozialzentrums an der Hermann-Löns-Straße nachgedacht werden. Dass das Gelände – wie vorgesehen – in absehbarer Zeit für einen Neubau des Krankenhauses benötigt wird, glaubt angesichts der aktuellen Diskussionen über die Zukunft er Kliniken an der Paar niemand mehr.

Lesen Sie dazu auch den Artikel: Zieht die Sparkasse mit?

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