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Rückholaktion

16.01.2015

Die Friedberger mögen es groß

Sturmböen sorgen bei der Rückholaktion der Friedberger Pfadfinder für fliegende Christbäume.

Manche Christbäume stellen die Pfadfinder vor eine echte Aufgabe

20 fleißige Helfer der Friedberger Pfadfinder und Pfadfinderinnen sammelten im Stadtgebiet die ausgedienten Christbäume ein und machten die Aktion wieder zu einem großen Erfolg. Der Erlös kommt wie in den Vorjahren der Jugendarbeit zugute.

Im Laufe der Zeit ist zwar schon eine gewisse Routine bei Verkauf, Planung und Durchführung der Aktion eingetreten, aber die erneute Steigerung der Baumzahlen auf 610 Christbäume brachte doch eine gewisse logistische Herausforderung mit sich. So erhielten die Fahrer der Traktoren Listen, auf denen jeweils rund 90 Bäume auf ihre Abholung warteten. Wie schon in den letzten Jahren, unterstützten die Bauern Hartl und Bergmair samt ihren Traktoren die Aktion. Zusätzliche Verstärkung brachte ein 18-Tonner-Lkw der Firma Ziegenaus und zwei weiterere Traktoren aus den Reihen der Aktiven. Daneben waren noch zwei Autos mit Anhängern im Einsatz. Die Aufbietung dieses Fuhrparks machten die Größe von 17 Sammelgebieten und die hohen Anmeldezahlen nötig.

In Drei- bis Fünfmannteams aufgeteilt, konnte das Einsammeln dann beginnen. Mit viel Energie und Tatkraft schwärmten die Teams in die zugewiesenen Sammelgebiete aus. Dort wurden die zuvor angemeldeten Bäume abgeholt und aufgeladen. Probleme entstanden immer dann, wenn ein Baum nicht aufzufinden war. Dies kam wegen des stürmischen Wetters häufiger vor, da einige Bäume vom Wind weggeweht worden waren. Andere Bewohner hatten vorgesorgt und ihre Bäume mit Schnüren oder Klebeband an den Gartenzäunen gesichert. Auch wenn Bewohner vergessen hatten, den Baum vor ihre Türe zu stellen oder dies erst zu spät taten, kam es zu Verwirrungen. Doch meist konnten diese schnell behoben werden. Ein Blick auf die Anmeldeliste genügte, und der abgängige Baum war gefunden.

Interessant fanden es die Pfadfinder, bei der Aktion mittlerweile schon auf alte Bekannte zu treffen. Viele Friedberger bestellen den Service jetzt zum wiederholten Mal und so ähneln manche Routen denen der letzten Jahre. Die Friedberger scheinen eine Schwäche für große Christbäume zu haben. So wurde auch heuer wieder einmal etwas mehr Kraft von einzelnen Teams gefordert, um sie über die Bordwände der Fahrzeuge zu hieven. Ein rund vier Meter hoher Baum brachte gar den Häcksler der Firma Pfundmeir an den Rand seiner Möglichkeiten. Zum Abladen der nadelnden Fracht ging es dann zum Bauernhof der Familie Gail nach Rederzhausen. Dort türmten sich die ausrangierten Christbäume mehrere Meter hoch auf, bevor sie zu Hackschnitzeln verarbeitet wurden. Am Ende lobten die Stammesvorsitzenden von PSG und DPSG alle Beteiligten für ihr tolles Engagement: „Wir haben nicht geglaubt, dass es immer noch mehr Bäume werden könnten. Aber wir sind sehr zufrieden mit dem Ablauf der Aktion und sind schon aufs nächste Jahr gespannt!“ Ein Dankeschön geht auch an das Team des Friedberger Weltladens. Der Verkauf der Bändel im Laden macht inzwischen ein Drittel aller Bestellungen aus und ist somit zu einer der wichtigsten Verkaufsstellen für die Pfadfinder geworden. Auch der Verkauf per Internet nahm noch weiter zu. (FA)

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