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Arbeiterwohlfahrt in Kissing

14.06.2009

Die Geschichte der AWO in der Begegnungsstätte

Wohl der Tatsache, dass der AWO-Ortsverein Kissing in diesem Jahr selbst sein 60-jähriges Bestehen begeht, ist es zu verdanken, dass die vom AWO-Bundesvorstand initiierte Wanderausstellung über das Leben und Wirken von Marie Juchacz und über 90 Jahre AWO-Geschichte auch über das "kleine Kissing" führt. Von Gerd Bamberg

Kissing Wohl der Tatsache, dass der AWO-Ortsverein Kissing in diesem Jahr selbst sein 60-jähriges Bestehen begeht, ist es zu verdanken, dass die vom AWO-Bundesvorstand initiierte Wanderausstellung über das Leben und Wirken von Marie Juchacz und über 90 Jahre AWO-Geschichte auch über das "kleine Kissing" führt. Günter Vogt, Vorsitzender der Kissinger AWO, zeigte sich jedenfalls in seiner Begrüßungsrede anlässlich der Ausstellung in der Begegnungsstätte in der Blumenstraße 9-11 in Kissing darüber hoch erfreut.

Erfreut war er auch, dass zur feierlichen Eröffnung etliche Vertreter aus der Politik nach Kissing gekommen waren. Über vier Zentner Ausstellungsmaterial hatte Vogt zusammen mit seinen Helferinnen und Helfern nach den Vorgaben des Bundesvorstands schon Tage zuvor ausstellungsgerecht in der Begegnungsstätte zu platzieren. Am Freitag nun durfte er anlässlich der Eröffnung auch eine Reihe an Ehrengästen willkommen heißen.

Die Festrede hielt der Präsidiums- und Verwaltungsratsvorsitzende des AWO-Bezirks Schwaben, Dr. Heinz Münzenrieder. Dieser ging im Allgemeinen auf die neunzig Jahre Arbeiterwohlfahrt und im Besonderen auf das Wirken von Marie Juchacz (1879 - 1956) ein. 1919 war die Arbeiterwohlfahrt von der Bundestagsabgeordneten gegründet und in die Zukunft ausgeschickt worden.

Die Geschichte der AWO in der Begegnungsstätte

In den folgenden dunklen Jahren nach dem Ersten Weltkrieg, aus der Not von Armut, Arbeitslosigkeit und Kriegsleiden geboren, bestand Juchacz in den politischen Anfechtungen der Weimarer Republik durch Menschlichkeit und Tatkraft. Sie zeigte Werte auf in einer oft als aussichts- und heillos erfahrenen Wirklichkeit.

Die künstlerische Arbeit, die in der Wanderausstellung das Interesse der Besucher weckt, führt den Betrachter immer wieder in eine Begegnung mit den frühen Jahren der Arbeiterwohlfahrt. Sie lässt ein Bild von Zeit und Persönlichkeit entstehen, in dessen Mittelpunkt Marie Juchacz steht.

Ein Bild von Zeit und Persönlichkeit

Aus der Vielzahl von Reden, Texten und Dokumenten dieser Zeit wurden Textfragmente sorgsam ausgewählt, die "damals" Ziele und Hoffnungen hell aufleuchten ließen. "Wir haben einen Reichtum an Tradition, die viel zu wenig genutzt wird und in den Truhen liegt", so eine Aussage von Juchacz aus dieser Zeit.

Und weiter: "Der Reichtum ist der Mut und die Kraft und Hartnäckigkeit einzelner Menschen, die hinter den Errungenschaften von Wohlfahrt, Arbeitsschutz und Frauenwahlrecht stehen." Einer dieser Menschen war Marie Juchacz selbst.

Die Ausstellungseröffnung wurde einfühlsam musikalisch umrahmt von den beiden Harfenistinnen Christine Pemsl aus Kissing und Susanne Neher aus Friedberg. Außerdem brachte die AWO-Gesangsgruppe Kissing einige ihrer wohlklingenden Lieder zu Gehör.

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