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28.02.2018

Die GroKo-Gegner liegen leicht vorn

Die SPD-Mitglieder sind auch im Landkreis Aichach-Friedberg geteilter Meinung über die Große Koalition.
Bild: dpa

Regeneration aus der Opposition oder Erneuerung in der Verantwortung? Jusos und lokale Spitzenpolitiker diskutieren den Koalitionsvertrag.

GroKo oder NoGroko? Unter dem Motto „Wir haben die Wahl!“ luden die Jusos, die Nachwuchsorganisation der SPD, in den Bauernmarkt nach Dasing um das Für und Wider einer erneuten Großen Koalition auf Bundesebene zu diskutieren. Der Vorsitzende Christian Gerold bezog dabei Stellung gegen ein erneutes Regierungsbündnis unter Führung von Angela Merkel.

„Dieser Koalitionsvertrag ist voller halbgarer Kompromisse. Unsere ,roten Linien‘ wie die Abschaffung der sachgrundlosen Befristung oder die Beseitigung der Zwei-Klassen-Medizin sehe ich mehr als überstrapaziert“, erklärt Gerold seine Haltung und zeigt sich angesichts von immer weiter sinkenden Umfragewerten besorgt um die Zukunft der Partei.

Dass das Thema polarisiert, wurde in der anschließenden Diskussionsrunde klar. Viele Genossen sehen ihre Partei in der Verantwortung zumindest einige der im Wahlkampf geforderten Verbesserungen für die Menschen durchzusetzen. „Eine Erneuerung der Partei muss durch aktives Engagement der Basis an die Spitze getragen werden“, versucht ein Besucher das Argument der Regeneration in der Opposition zu entkräften und auch aufseiten der lokalen Spitzenpolitiker fanden sich Befürworter einer Neuauflage der Großen Koalition. „Erneuerung aus der Regierungsverantwortung heraus“, fordert beispielsweise Kissings Bürgermeister Manfred Wolf.

Die Landtagsabgeordnete Simone Strohmayr, die in diesem Jahr selbst einen Wahlkampf zu bestreiten hat, rang sich nach einem intensiven Abwägungsprozess dazu durch, für den vorliegenden Vertrag zu stimmen. Mittels Vorher-Nachher-Abfrage ermittelten die Veranstalter abschließend mit rund 57,7 Prozent einen leichten Ausschlag in Richtung der „NoGroKo-Verfechter“.

„Auf die ein oder andere Art und Weise wird es immer Schwierigkeiten geben, ganz egal wie das Mitgliedervotum am Ende ausgeht. Dass wir lebhaft und intensiv mitreden und jeder in unserer Partei abstimmen darf, ist ein demokratischer Mehrwert und ein Gewinn, den wir viel mehr herausstellen sollten“, schloss Moderator Dominik Lichtenstern die Diskussion.

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