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Renovierung in Kissing

16.07.2015

Die Kegler schieben ihre Kugel jetzt unterm Stoffhimmel

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3 Bilder
Vorsitzender Jürgen Raab (rechts) und Sportleiter Alfons  freuen sich, dass die Sanierung der Kissinger Kegelbahnen so gut geklappt hat.
Bild: Anton Schlickenrieder

SKC Kissing-Mering hat die Bahnen in der Paartalhalle heller und freundlicher gestaltet. Am Wochenende rollen die Kugeln wieder

Nicht mehr dunkelblaue Teppiche, sondern helle Stoffbahnen und mehr Farbtöne dominieren jetzt im Kegelkeller der Kissinger Paartalhalle. Wellenartig schwingt sich die Decke aus luftigem Gewebe über dem hellblauen Bodenbelag bis vor zu dem Gehäuse, in dem die Kugeln auf das Quadrat aus Kegeln treffen. Wenn diese von Sportlern geschoben werden: Noch ruht diese Nutzung, aber ab Samstag herrscht wieder reger Betrieb.

„Das war vorher schon sehr erdrückend“, sagt Jürgen Raab, der Vorsitzende des SKC Kissing-Mering. Seit eineinviertel Jahren führt er den Verein und ist gleich richtig in die Arbeit eingestiegen: Mit der Gemeinde Kissing hat er einen neuen Pachtvertrag ausgehandelt, der das vorher nötig Dreiecksverhältnis mit der Wirtin überflüssig macht. Der Eigentümer stellt auch die Materialien für die Sanierung zur Verfügung, „Kissing zeigt sich da wirklich großzügig.“ Beispielsweise wurde die Technik der Anlage generalüberholt. Im Gegenzug ist der SKC bereit, auch weiterhin den Freizeitkeglern die Anlage zu öffnen. „Wir wollen die Bahnen hegen und pflegen wie unser Baby und hoffen natürlich, dass die anderen Gruppen das auch tun“, sagt Raab. „Dass auf der Kegelbahn gewisse Regeln einzuhalten sind wie etwas das Tragen der Turnschuhe und das pflegliche Behandeln der Einrichtung, ist selbsterklärend“, so Raab weiter. Die Bewirtung der Hobbykegler erfolgt allerdings ausschließlich über das Bistro der Paartalhalle.

Knapp drei Wochen lang regten sich die fleißigen Hände, rund 450 Stunden wurden ehrenamtlich von Vereinsmitgliedern geleistet. Eines davon ist gelernter Maler und hat den Anstrich übernommen. Für die Spanndecken und -wände musste erst ein Lattengerüst montiert werden. Neu ist ein Beamer an der Decke, mit dessen Hilfe Ergebnisse an die Wand projiziert werden können. Und ein besonderes Ausstellungsstück gibt es auch an zentraler Stelle zu sehen: den allerersten Pokal, den eine Mannschaft anno 1967 einheimste. „Das gute Stück ist noch aus richtig massivem Material“, erzählt Alfons Kamm. Der Sportwart ist ebenfalls einer der Helfer. Er ist für das Turnier zuständig, mit dem die Kegelbahnen wieder eingeweiht werden sollen. Am Samstag und Sonntag (18./19.) sind insgesamt zehn Sportkegelteams aus Augsburg und dem Landkreis Aichach-Friedberg zu Gast. Die beste Frauen- bzw. Herrenmannschaft erhält einen Pokal und Urkunde und einen Wimpel. Beginn ist am Samstag um 12 Uhr, die Siegerehrung nimmt Bürgermeister Manfred Wolf am Sonntag gegen 17.30 Uhr vor.

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Der SKC Kissing-Mering blickt schon auf eine längere Vereinsgeschichte zurück. Im Jahr 1970 fusionierten die beiden Kegelclubs „Frohsinn Kissing“ und „Edelweiß Mering“. Das erste Vierteljahrhundert spielte der SKC dann auf den zwei Bahnen beim „Grundler“. Nach dem Aufstieg der Herren I in die Schwabenliga, waren vier Bahnen nötig, um die erhöhte Schubzahl abwickeln zu können. Man zog sportmäßig in das Kegelleistungszentrum in Augsburg um. Vier Jahre dauerte dieser Übergang, bis die Bahnen in der Paartalhalle fertig wurden.

Der Verein nimmt derzeit mit vier Mannschaften an den Verbandsrundenteil, wobei die Frauen in der Bezirksliga A kegeln. „Damen wie Herren waren aber auch schon mehrere Jahre in der Schwabenliga vertreten“, weiß Kamm. Ein Starter des SKC Kissing-Mering hat zudem schon einmal den Titel eines Deutschen Senioren-Meisters geholt: Adolf Trinkl. Der Friedberger kegelte 30 Jahre lang für Kissing-Mering, kehrte dann aber zu seinem Heimatverein zurück, der sich inzwischen aber aufgelöst hat. Trinkl selber hat auch aus Altersgründen die Kugel inzwischen zur Ruhe gelegt.

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