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Die Landesausstellung zeigt: Dieser Landkreis kann es

Die Landesausstellung zeigt: Dieser Landkreis kann es
Kommentar Von Thomas Goßner
19.06.2020

Es ist eine Herausforderung eine Veranstaltung wie die Landesausstellung auf die Beine zu stellen. Aichach und Friedberg hat diese gut bewältigt - den Umständen entsprechend.

Mit großer Begeisterung wurde Anfang 2017 der Zuschlag für die Bayerische Landesausstellung im Wittelsbacher Land aufgenommen. Nicht nur die geschichtliche Präsentation selbst, sondern ebenso das vielfältige Rahmenprogramm sollten die auswärtigen Gäste für den Landkreis Aichach-Friedberg begeistern, der in der öffentlichen Wahrnehmung meist ein Schattendasein fristet. Auch Handel und Gastgewerbe rüsteten sich für die erwartete sechsstellige Besucherzahl.

Corona: Die Landesausstellung 2020 ist anders als ihre Vorgänger

Doch dann kam Corona. Und seither ist klar, dass diese Landesausstellung 2020 anders sein wird als die erfolgreichen Veranstaltungen, die das Haus der Bayerischen Geschichte alljährlich an wechselnden Orten des Freistaats organisiert. Der verspätete Start, der begrenzte Zutritt und die allgemeine Zurückhaltung der Menschen in Zeiten der Pandemie machen es unwahrscheinlich, dass die 100.000er-Marke auch nur annähernd geknackt werden kann.

Das ist in vielerlei Hinsicht bedauerlich. Der Landkreis und die beiden Städte haben viel Zeit und Geld investiert, um den Gästen einen guten Empfang und einen eindrücklichen Aufenthalt zu ermöglichen. Der Werbeeffekt verpufft nun zum Teil, und damit auch die langfristige Umwegrentabilität der öffentlichen Ausgaben in Millionenhöhe.

Die Landesausstellung zeigt: Dieser Landkreis kann es

Auftakt in Aichach und Friedberg gelingt - den Umständen entsprechend

Aber auch Handel, Gastronomie und Hotellerie profitieren nicht im erhofften Ausmaß. Besucherbefragungen bei anderen Landesausstellungen ergaben, dass jeder Gast im Mittel etwa 50 Euro im Ort lässt. Da wäre für Friedberg und Aichach in normalen Zeiten ein ordentlicher Betrag zusammengekommen, auf den die Betriebe nun verzichten müssen.

Dennoch lässt sich nach den ersten zehn Tagen feststellen: Unter den obwaltenden Umständen ist die Bayerische Landesausstellung über die Städtegründungen der Wittelsbacher gut angelaufen. Das Interesse ist vorhanden, die Reaktionen der Besucher sind überwiegend positiv, Kritikpunkte wie die unzureichende Radwegebeschilderung lassen sich schnell beseitigen.

Das Wittelsbacher Land jedenfalls hat gezeigt, dass es ein solches Projekt stemmen kann. Und vielleicht bietet sich ja die Chance, sich in ein paar Jahren im Rahmen einer Landesausstellung noch einmal zu präsentieren. Die Region hätte es zweifellos verdient.

Lesen Sie dazu auch: Landesausstellung: Besucher sind zufrieden, die Gastronomie nicht

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