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Mering

13.01.2020

Die Meringer sollen nach dem Willen der CSU mehr mitmischen können

Die Meringer Trachtenjugend zeigte den Besuchern noch vor der Ansprache Florian Mayers drei Tänze.
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Die Meringer Trachtenjugend zeigte den Besuchern noch vor der Ansprache Florian Mayers drei Tänze.
Bild: Heike Scherer

Merings CSU-Ortsvorsitzender Florian Mayer hat im Trachtenheim die Ziele der Partei für die Marktgemeinde vorgestellt.

War es das gute Rahmenprogramm oder das Interesse der Bürger, vor der anstehenden Wahl noch einmal einen Überblick über die Zielsetzungen der CSU für Mering zu erhalten? Jedenfalls war das neue Trachtenheim beim Neujahrsempfang der CSU gut gefüllt. Viele Besucher mussten mit Stehplätzen vorliebnehmen.

Merings Bürgermeister Kandler kommt zum CSU-Empfang

Zehn junge Trachtler zeigten in Dirndl und Lederhosen auf der Bühne drei Tänze mit Akkordeonbegleitung. Die Meringer Gesangslehrerin Sabine Koller und der freiberufliche Musiklehrer Rolf Clemens aus dem Kreis Dachau sorgten für Stimmung mit den schwungvollen Musikstücken „Fly Me to the Moon“, „Autumn Leaves“, „Dream a Little Dream“ und „A Night Like This“. Benjamin Gottwald freute sich, dass auch das Meringer Faschingskomitee erneut eingeladen war. Die Jugendgarde des FKM Lach Moro zeigte ihre Show „Explosive“ und die Große Garde ihr Programm „Shadows“.

Die Listenkandidaten der CSU Mering.
Bild: Heike Scherer

Seit 20 Jahren organisiere die CSU Mering den Neujahrsempfang, begann Florian Mayer seine Ansprache. Ein Grund sei, erfolgreich ins neue Jahr zu starten, aber hauptsächlich wolle er damit den vielen ehrenamtlich Engagierten in Mering für ihre unermüdliche Arbeit seinen Dank ausdrücken. Als Ehrengäste begrüßte er nicht allein den amtierenden Bürgermeister Hans-Dieter Kandler, dem Mayer für 24 Jahre kraftvollen Einsatz für Mering und die 100 Vereine des Ortes dankte. Auch den Landrat Klaus Metzger und seinen Stellvertreter Manfred Losinger, den Landtagsabgeordneten Peter Tomaschko, die Bürgermeister von Kissing und Ried, Reinhard Gürtner und Erwin Gerstlacher, Bezirksrat Tomas Zinnecker, die Vertreter der Kirchen und die Ehrenbürgerin Ellen Kratzer hieß er neben den vielen Mitgliedern seines Ortsverbandes willkommen.

Die Meringer sollen nach dem Willen der CSU mehr mitmischen können

Mayer will als Bürgermeister Kinderbetreuung angehen

„Am 15. März gibt es in Mering bei den Kommunalwahlen eine ganz besondere Situation: Kein Amtsinhaber tritt zur Wahl des Bürgermeisters mehr an“, informierte Mayer. Mering stünde als Wachstumsgemeinde vor großen Herausforderungen, und er sehe sich als guten Kandidaten einer jüngeren Generation, diese mit den Bürgern gemeinsam anzupacken. „Es sind zwölf Themen, die anzugehen sind, aber wir werden nicht alle in sechs Jahren umsetzen können. Manche kosten enorm viel Geld, andere erfordern viel persönlichen Arbeitseinsatz des Bürgermeisters“, erklärte der Ortsvorsitzende.

Besonders dringend seien die Kinderbetreuung und die Schulen. Es fehlten 130 Plätze, und bei Zuzug von Familien mit nur einem Kind in die neuen Wohneinheiten müsse man mit mindestens 80 weiteren rechnen. Die Grundschule zwei, der momentan zwei Klassenzimmer fehlen, müsse zum Teil abgerissen und aufgestockt werden. Bauen und Wohnen, die Verbesserung der Infrastruktur durch Sanierung von Straßen und Gebäuden, das Ortszentrum und die Unterstützung von Ehrenamt und Vereinen nannte er als weitere bedeutende Themen seines Programms für Mering. Eine Entscheidung für das Rathaus und den Marktplatz sollte noch unter dem jetzigen Marktgemeinderat fallen, so Mayer.

CSU-Vorsitzender Mayer lobt App "Meringer Helferlein"

Als bürgernahe Maßnahme stellte Florian Mayer die geplante App „Meringer Helferlein“ vor. Damit könnten die Meringer Schäden melden, Informationen anbieten aber auch ihre Meinung kundtun. 60 Vorschläge aus Bürgergesprächen seien zum Teil bereits in Bearbeitung. Zur Beratung und Unterstützung der 100 Vereine stelle er sich einen Kümmerer vor. „Da Mering ein Markt ist, wäre ich für eine Markthalle, in der die Landwirte ihre Produkte direkt vor Ort anbieten können, und ich strebe eine bleibende Erinnerung an das 1000-jährige Jubiläum durch ein Kunstwerk für den Marktplatz an“, waren die letzten Punkte seiner Rede. Landrat Klaus Metzger betonte in seinem Grußwort die Bedeutung des jährlichen Neujahrsempfangs in Mering. „Jeder Ort braucht Bürger, die sich für andere einsetzen, und es ist wichtig, ihnen dafür Danke zu sagen“, informierte er. Außerdem würden die Politiker nur durch diese ehrenamtlich engagierten Bürgern erfahren, welche Anliegen die Menschen haben, und sie dann nach und nach umsetzen können.

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