Newsticker
Notfallzulassung für Impfstoff von Johnson & Johnson in den USA
  1. Startseite
  2. Lokales (Friedberg)
  3. Die Poller beim Schloss sitzen bei Kälte fest

Friedberg

22.01.2019

Die Poller beim Schloss sitzen bei Kälte fest

Poller, Schloss, Burgwallstraße, Impressionen Schloss Samstag, Friedberger Schloss, Eröffnung, Bürgerschloss
Bild: Mareike König

Plus Bei Schnee und Kälte funktioniert die Sperrvorrichtung am Schloss von Friedberg nicht. Behinderte kommen dann nicht durch. Was unternimmt die Stadt dagegen?

Eine Veranstaltung im Friedberger Schloss zeigte kürzlich: Die Poller, die von der Burgwallstraße her ist bei Veranstaltungen die Zufahrt sperren, werden bei Schnee und Kälte auf Eis gelegt. Die Sperren, die nach einer Vereinbarung mit den Anwohnern bei Veranstaltungen hochgefahren werden müssen, saßen an diesem Abend fest. Und das nicht zum ersten Mal.

Der Hausmeister konnte sie mit der Fernbedienung nicht mehr „versenken“. Die Folge: Bei Schnee und Eisesglätte konnten zum Beispiel Menschen mit Behinderung nicht bis zum Schloss fahren, was sie sonst – ebenso wie Anwohner, Künstler oder Caterer – mit Ausnahmegenehmigung dürfen.

Problem ist die Funkverbindung ins Friedberger Schloss

Der Pressesprecher der Stadt Friedberg, Frank Büschel, weiß um dieses Problem: „Tatsächlich hatten wir bei den ungewöhnlichen Witterungsverhältnissen wiederholt Schwierigkeiten, die Anlage hoch- und runterzufahren.“ Aber das Rauf- und Runterfahren des Pollers an sich sei nicht das Problem, so Büschel. Problematisch sei, dass die Funkverbindung von der Klingelanlage an den Pollern zum Hausmeisterhandy unzureichend funktioniere.

Das wuchtige Schlossgemäuer störe die Verbindung. An mehreren Stellen im Schloss haben die Hausmeister deshalb momentan keinen Empfang. „Hier muss wohl das Netz des Netzbetreibers verstärkt werden. So wie es aussieht, ist das nicht auf die Schnelle zu bewerkstelligen“, sagt Büschel.

Hintergrund ist eine Vereinbarung zwischen Stadt Friedberg und Anwohnern

Wie berichtet, gab es im Jahr 2014 eine außergerichtliche Vereinbarung zwischen Stadt und Anwohnern hinsichtlich der Veranstaltungen im Schloss. Diese regelt nicht nur Zahl und Dauer der Veranstaltungen, sondern beinhaltet auch die Verpflichtung, die Zufahrt zu begrenzen. Der städtische Bauausschuss hatte daraufhin beschlossen, dies mit hydraulischen Pollern zu regeln, die je nach Bedarf „hochgefahren“ werden können.

Schwerbehinderte, Caterer oder andere berechtigte Personen können beim Hausmeister „klingeln“ und er betätigt dann die Poller mit seiner Fernbedienung, sodass diese versenkt werden und die Berechtigten zum Schloss fahren können.

Auch die rund 50 Anwohner der östlichen Burgwallstraße und am Leitenweg erhielten Fernsteuerungen. Einsatzfahrzeuge erhielten spezielle Schlüssel für Handbetrieb im Notfall, um die Anklage manuell zu bedienen. Büschel weist auf ein Problem hin: „Wenn Rettungskräfte die Anlage manuell bedienen, aber das Schloss nicht in die Ausgangsposition zurückdrehen, kann es zu Schwierigkeiten für später Passierende kommen.“

Dies alles seien allerdings Kinderkrankheiten. „Wir werden versuchen, hier bis auf Weiteres weitgehend durch organisatorische Maßnahmen Abhilfe zu schaffen“, verspricht er. Das hieße dann, dass Personal oder Security an der Schranke abzustellen ist. Aus Kostengründen wollte die Stadt eigentlich gerade das vermeiden.

Lesen Sie dazu auch den Kommentar von Christine Hornischer: Stadt Friedberg sollte mehr an die Behinderten denken

Themen folgen

Die Diskussion ist geschlossen.

Das könnte Sie auch interessieren