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Friedberg

07.07.2010

Die Radprofis kommen wieder

Einen Stopp in Friedberg legen die Radprofis im Mai 2011 der Bayern-Rundfahrt ein. Die Stadt wird Schauplatz des Zeitfahrens und Ausgangspunkt der letzten Tagesetappe sein. Von Thomas Gossner

Die Bayern-Rundfahrt der Radprofis macht im Mai 2011 wieder Station in Friedberg. Bereits im vergangenen Jahr war die Stadt Schauplatz des Zeitfahrens und Ausgangspunkt der letzten Tagesetappe. An die 8000 Zuschauer bejubelten dabei prominente Sportler wie Linus Gerdemann, Tony Martin und Bert Grabsch, die auf dem 26 Kilometer langen Rundkurs durch's Hügelland in die Pedale traten. Das soll sich nun wiederholen. "Wir haben uns in Friedberg äußerst wohlgefühlt", lobte Rundfahrtleiter Ewald Strohmeier. Friedberg sei einer der besten Partner dieser größten deutschen Radrundfahrt. In einem Brief an Bürgermeister Dr. Peter Bergmair fragte Strohmeier jetzt, ob die Stadt wieder als Gastgeber zur Verfügung steht.

Der Kultur- und Sportausschuss sagte nach kontroverser Diskussion zu und bewilligte Ausgaben von 25 000 Euro, weitere 12 000 Euro sollen wie im Vorjahr wieder bei Sponsoren eingeworben werden. Ablehnung kam aus den Reihen von SPD/Parteifreien sowie von den beiden Vertretern von Freien Wählern und Grünen. 2. Bürgermeister Roland Fuchs (SPD) erinnerte daran, dass die Veranstaltung zunächst mit einiger Skepsis betrachtet, dann aber ein echtes Highlight wurde. "Die Resonanz war riesig", schwärmte er.

Die Kritiker konnte dies jedoch nicht überzeugen. "Der Kulturetat wurde massiv zusammengestrichen. Wenn ich denke, was man da für 37 000 Euro alles auf die Beine stellen könnte", kritisierte Marion Brülls (Grüne). Nur 22 000 Euro stehen für kulturelle Zwecke heuer zur Verfügung. Die Ausgaben sollten komplett durch Sponsoren gedeckt werden, dann könne die Rundfahrt gerne in Friedberg Station machen, regte Johannes Hatzold (Freie Wähler) an.

Die Radprofis kommen wieder

Auch Norbert Lenhart (Parteifreie) sprach sich gegen das städtische Sponsoring einer privaten Profiveranstaltung aus. "Das ist unsinnig gemessen an dem, was wir im Moment zur Verfügung haben", sagte er. "Dafür werden wir von vielen Bürgern nicht gelobt", fürchtete Fraktionschef Wolfgang Rockelmann.

Größte Posten sind die Kosten für Unterbringung und Verpflegung der Radprofis, die für eine Nacht von der Stadt, für die zweite Nacht vom Veranstalter getragen werden. Außerdem fallen Ausgaben für Logistik und Streckenposten an, berichtete Frank Büschel von der Stadtverwaltung.

Nach seiner Ansicht ist das Geld gut angelegt. Er zitierte eine Diplomarbeit der Fachhochschule Kempten, wonach die Bayern-Rundfahrt 2009 der Region rund 500 Übernachtungen bescherte. Jeder der 8000 Besucher gab im Schnitt 14,72 Euro aus. Auch drei Viertel der heimischen Unternehmen sagen laut Diplomarbeit, die Veranstaltung solle wieder stattfinden.

Dem schloss sich die CSU im Ausschuss an. Das Geld fließe in die örtliche Wirtschaft, sagte Heinz Schrall. "Es gibt viele Leute, die sich gerne erinnern", sagte Richard Scharold. Gerade weil es eine Profiveranstaltung sei, komme sie bei den Leuten gut an, widersprach Franz Reißner seinem Fraktionskollegen Lenhart. Sportpflegerin Elisabeth Micheler-Jones (Parteifreie) sprach ebenfalls von einer gelungenen Veranstaltung. Von Thomas Gossner

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