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Ried

05.12.2019

Die Rieder Grundschule rüstet digital auf

Lehrerin Denise Haberkorn kann im digitalen Klassenzimmer viel unmittelbarer mit ihren Schülern arbeiten.
Bild: Christine Hornischer

Den 140 Schülern der Grundschule Ried stehen nun neun Bildschirme zur Verfügung.

Seit Beginn des Schuljahres geht es an der Grundschule Ried digital zu. Neun Bildschirme für die acht Klassenzimmer und den Werkraum hat die Gemeinde angeschafft. 14000 Euro hat sie sich das kosten lassen, 11000 Euro wurden gefördert vom sogenannten Digital-Pakt des Landes Bayern. Mit diesem wollen Bund und Länder für eine bessere technische Ausstattung der Schulen sorgen. Auf diese Weise sollen die digitale Kompetenz gestärkt und gleichzeitig die Chancen auf dem Arbeitsmarkt erhöht werden. „Mit der Zeit gehen“, nennen Rektorin Melanie Prager und Bürgermeister Erwin Gerstlacher die Entscheidung.

Rektorin Prager erzählt begeistert: „Nun können wir unseren Schulunterricht interaktiv und nachhaltig gestalten. Die digitale Technik unterstützt uns dabei, neue Lernerfahrungen und Zugänge zu den verschiedensten Themen für die Schüler zu ermöglichen.“ Auch die Klassenleiterin der 2a, Denise Haberkorn, ist begeistert: „Die neue Technik wird von unseren Kindern wahnsinnig gut angenommen.“ Auch für sie ist die neue Technik gleichbedeutend mit dem Lauf der Zeit: Im Internet stehen beispielsweise Tausende von Erklärvideos bereit, die helfen, Inhalte aus dem Unterricht zu vertiefen. Für die Kinder selbst ist das White Board an der Stelle der Klassentafel eher nebensächlich. „Auf dem Morgenbildschirm stehen halt in der Früh schon unsere Arbeitsanweisungen“, erklärt eines der Kinder.

Bürgermeister Erwin Gerstlacher freut sich über die Entscheidung

„Mit Morgenbildschirm hat das White Board bereits einen Namen und ist damit angenommen“, erklärt Denise Haberkorn. Und weiter: „Ich finde diese digitalen Medien wunderbar. Es macht richtig Spaß, mit diesen neuen Werkzeugen zu arbeiten. Ich kann so viel unmittelbarer mit meinen Schülern arbeiten.“ Mit einem Beispiel untermauert die junge Lehrerin ihre Worte. Wenn sie im Klassenheft einer Schülerin eine Satzkonstruktion oder eine Metapher zeigen möchte, legt sie dieses einfach auf ihr Pult und zeigt es auf dem White Board. „Früher hätte ich von Schüler zu Schüler rennen müssen“, sagt sie lachend.

Bürgermeister Erwin Gerstlacher ist sehr froh über diese Entscheidung der Gemeinde: „So schwimmt die Grundschule Ried in eine neue Welt, und die Kinder werden mitgenommen.“ Nur die Fortbildung für die Lehrkräfte gilt als eine wunde Stelle des Schulsystems. Melanie Prager bekräftigt: „Es gibt keinen Support. Die Schullandschaft kämpft.“ In Ried haben die Lehrkräfte einen Vorteil: Sie können auf die Unterstützung des Gemeindemitarbeiters Günter Hofheinz zurückgreifen, der sich auch für den Ausbau der neuen Medien verantwortlich zeichnet.

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