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Die SPD betreibt Hinterzimmer-Politik

Kommentar Von Thomas Goßner
11.01.2019

Die Kissinger SPD sucht hinter verschlossenen Türen ihren Bürgermeisterkandidaten. Warum die Begründung dafür zu kurz greift.

Als die Kissinger SPD mit Bürgermeister Manfred Wolf noch einen intern wie extern unangefochtenen Kandidaten ins Rennen schicken konnte, da zelebrierten die Genossen die Nominierung vor (halbwegs) großem Publikum. Doch diesmal kommt alles anders: Hinter verschlossenen Türen soll der oder die Neue ausgesucht und dann als fertiger Kandidat der Öffentlichkeit präsentiert werden.

Ein Verfahren, das mit dem Hinweis auf den überraschenden Rückzug Wolfs kaum zu begründen ist. Dass Wolf spätestens im Frühjahr 2020 aufhören würde, war bekannt. Kaum anzunehmen, dass nicht schon lange Gespräche über die Nachfolge geführt wurden.

Auf das verfassungsmäßige Recht einer internen Nominierung zu pochen, greift zu kurz. Ebenso ist das Gerede vom Schutz der Bewerber Unsinn. Hat nicht gerade erst die CDU die Republik am Wettrennen um den Parteivorsitz teilnehmen lassen, ohne dass einer der Kandidaten persönlich beschädigt wurde? Die Kissinger Hinterzimmer-Nominierung ist einer Volkspartei, wie sie die SPD gern sein möchte, unwürdig.

Lesen Sie dazu den Artikel: Die Kissinger SPD wählt im geschützten Raum

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