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Jugend forscht 2015

27.02.2015

Die Sonne und ihre geheimnisvollen Flecken

Die Sonne dreht sich um ihre eigene Achse, aber nicht gleichmäßig. Mit diesem Thema beschäftigen sich Dennis Berger, Andreas Degenstein und Ramona Sedelmaier (von links).
Bild: Richly

Drei Realschüler gehen dem Phänomen auf den Grund. Warum die Nasa nicht helfen konnte

Die Sonne dreht sich um ihre eigene Achse, ähnlich wie die Erde. Nur nicht so gleichmäßig. Warum das so ist, dieser Frage gingen Dennis Berger ( Mering), Andreas Degenstein und Ramona Sedelmaier (beide Königsbrunn) im Rahmen von „ Jugend forscht“ nach.

Bereits im vergangenen Jahr waren die Schüler mit von der Partie. Sie hatten herausgefunden, dass sich die Sonne um den Äquator schneller dreht als an den Polen. Dazu beobachteten sie dunkle Flecken auf dem Himmelskörper. Mit den Sonnenflecken haben sich die drei Nachwuchs-Astronomen nun fast ein Jahr lang in über 200 Arbeitsstunden näher befasst. Insgesamt untersuchten sie 31 Exemplare. „Wir haben Satellitenbilder angeschaut und die Wanderung der Flecken beobachtet“, erzählt der 16-jährige Dennis. Ergebnis: Größere Flecken bewegen sich langsamer. Das liegt daran, dass sie tiefer im Plasma der Sonne liegen, so die Vermutung. Plasma ist ein zähflüssiges Gas, das auch für die Sonnenstürme verantwortlich sein soll. Ramona hat eine Erklärung: „Ein Baumstamm schwimmt im Fluss auch langsamer als ein Ast.“

Fast 200 Arbeitsstunden haben sich die drei aufgeteilt. Dennis hat die Flecken in Kategorien zusammengefasst. Andreas analysierte die Daten und Ramona kümmerte sich um die Berichte. Unverzichtbar für die Zusammenarbeit war die Kommunikation per Smartphone. „Wir konnten uns immer spontan verabreden“, sagen sie. Oft trafen sich die drei nach Unterrichtsschluss mit Physiklehrer Christoph Fritsch in der Schule. Die meiste Arbeit erledigten die Realschüler aber zu Hause. Ihre Ergebnisse teilten sie den anderen über das Smartphone mit. So waren alle immer auf dem neuesten Stand.

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Ohne diese technische Hilfe wäre das Projekt im vergangenen Jahr fast gescheitert: „Auf den letzten Drücker haben wir so die Frist eingehalten“, sagt Fritsch. Jetzt hofft das Team, das sich vor zwei Jahren aus einer Astronomie-AG herausbildete, die Jury überzeugen zu können. „Wir wollen auf das Siegertreppchen“, sagt die 15-jährige Ramona. Im vergangenen Jahr belegten sie Platz zwei. Um noch besser forschen zu können, hatten die drei sogar die Nasa angeschrieben. Deren Bilder hätten eine noch höhere Qualität. „Leider haben sie uns zu spät geantwortet“, sagt der 16-jährige Andreas.

Die Untersuchung konnten die drei dennoch durchführen und ihre Vermutung bestätigen. Das sei schon viel wert, denn dieses Gebiet der Wissenschaft sei noch wenig erforscht: „Man weiß nicht genau, was es mit den Flecken auf sich hat“, sagt Lehrer Fritsch. Vielleicht können seine Schüler einen Beitrag dazu leisten. (mit sial-)

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