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Verkehr in Friedberg

11.10.2018

Die Straße von Bachern nach Rohrbach ist wieder frei

Die Umwege haben ein Ende: Schon vor der offiziellen Einweihung fährt der Linienbus auf der neuen Straße von Rohrbach in Richtung Bachern.

Die Bauarbeiten an der Straße zwischen Bachern und Rohrbach sind offiziell abgeschlossen. Das Ergebnis bringt gleich mehrere Sicherheitsvorteile.

Seit Donnerstag haben sich die umständlichen Verkehrsumleitungen der vergangenen Monate für die Bacherner und Rohrbacher erledigt. Die Arbeiten an der Kreisstraße zwischen den beiden Friedberger Ortsteilen sind seitdem erledigt und der Abschnitt ist wieder für den Verkehr freigegeben. Im vergangenen halben Jahr wurde die Fahrbahn erneuert und von fünf auf 6,5 Meter verbreitert. Außerdem legten die Arbeiter einen komfortablen Fahrradweg an und bauten am Ortseingang von Rohrbach eine Verkehrsinsel als Querhilfe für Fußgänger und Radfahrer.

Andere Veränderungen sind nicht auf den ersten Blick zu erkennen: Eine leichte Neigung der Fahrbahn mache nun das Kurvenfahren sicherer, erklärte Bürgermeister Roland Eichmann bei der Einweihung. Und durch ein modernes Entwässerungssystem sollten im Winter Frostschäden verhindert werden. Selbst starker Regen dürfte künftig keinen Ackerboden mehr auf die Fahrbahn schwemmen, wie es zuletzt 2017 geschehen war. Eichmann zeigte sich überzeugt, dass sich die Investition gelohnt hat. Der Abschnitt sei nun für Fußgänger sowie Auto- und Fahrradfahrer deutlich sicherer als vorher.

Straße Bachern-Rohrbach kostet eine Million Euro

Rund eine Million Euro kostete das Projekt, davon übernahm etwa 65 Prozent der Freistaat. Landtagsmitglied Peter Tomaschko sagte, er bereue die Ausgabe nicht. Auch er zeigte sich mit dem Ergebnis zufrieden und fand, dass die Steuergelder in der verbesserten Sicherheit gut angelegt seien.

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Besonders viel versprach sich der stellvertretende Landrat Manfred Losinger von der neuen Verkehrsinsel: „Autofahrer können deswegen nicht mehr mit stark überhöhter Geschwindigkeit in den Ort fahren. Das sorgt für weniger Verkehrslärm und mehr Sicherheit in Rohrbach.“ Außerdem mache die Querungshilfe vor allem für Kinder und ältere Menschen das Wechseln der Straßenseite sicherer.

Auch ein Teil der Straße in Rohrbach wurde erneuert. Weil deswegen die Straße ohnehin gesperrt werden musste, ergriffen die Verantwortlichen die Gelegenheit und nahmen sich auch den lädierten Straßenbelag in Richtung Kirche vor. Auch diese Arbeiten sind inzwischen erledigt, nur der Fußweg zum Friedhof ist noch nicht fertig.

Der Bauhof Friedberg war auch in Rohrbach im Einsatz

Auch der Bauhof nützte die Gunst der Stunde, verriet Eichmann: Am Ortsausgang in Richtung Ottmaring testete er seine Fähigkeiten und erneuerte auf einem Abschnitt nicht die gesamte Fahrbahn, sondern nur die obere Schicht – mit Erfolg.

Neben den üblichen finanziellen Überlegungen lagen dem Projekt anfangs noch weitere Steine im Weg: Dass es überhaupt umgesetzt werden könnte, hatte zu Beginn des Jahres noch niemand zu glauben gewagt. Wegen der großen Nachfrage habe es wenig Hoffnung gegeben, eine Baufirma für die Durchführung zu finden, erinnert sich Eichmann. Überraschend habe die Stadt dann aber doch ihren Auftrag an den Mann bringen können.

Eine weitere Hürde sei der Landerwerb gewesen, berichtete Losinger. Weil die Fahrbahn breiter werden sollte, mussten Flächen zugekauft werden, was gewöhnlich zähe Verhandlungen mit den Besitzern bedeute. „Im Fall der Kreisstraße AIC12 zwischen Ottmaring und Kissing hat das zum Beispiel nicht geklappt. Zwischen Bachern und Rohrbach konnten sich aber zum Glück alle Seiten einigen.“

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