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Kissing

12.05.2020

Die Vorbereitungen für den Kissinger Waldkindergarten laufen

Ein Waldkindergarten bietet Kindern ein besonderes Erlebnis in der Natur. Auch Kissing soll nun eine solche Einrichtung bekommen, ein Grundstück ist inzwischen gefunden.
Bild: Bernhard Weizenegger (Symbolbild)

Plus Jetzt steht fest, wo der neue Kissinger Waldkindergarten errichtet werden soll. Nach langer Suche gibt es nun ein passendes Grundstück.

Die Suche nach einem geeigneten Standort war nicht leicht. Inzwischen steht aber fest, wo der neue Waldkindergarten in Kissing eingerichtet werden soll. Nördlich des Seewieshofs, von der Bachernstraße aus erreichbar, sollen in Zukunft Kinder unter freiem Himmel betreut werden.

Wie Bürgermeister Reinhard Gürtner erklärt, sollen in Zukunft Kinder am Waldstück, das nördlich des Seewieshofs, von der Bachernstraße aus erreichbar ist, dort unter freiem Himmel betreut werden. Das Grundstück war in Privathand und geht nun in den Besitz der Gemeinde über. Ursprünglich war ein Areal beim Seewieshof im Gespräch, das dem Freistaat gehört. Laut Gürtner lag aber die Zufahrt teilweise auf privatem Grund, daher habe man sich wieder dagegen entschieden. „Wir wollten ja eine nachhaltige Lösung haben“, sagt er. Die Mitarbeiter des Bauhofs seien nun dabei, das Waldstück herzurichten. Der benötigte Container ist bereits angeliefert worden. Die Bäume werden zurzeit von altem Holz befreit. Zudem ist auch eine Komposttoilette bestellt worden.

Träger der Einrichtung werden die Johanniter sein. Wie Bereichsleiter Michael Schmidt vom Regionalverband Bayerisch-Schwaben erklärt, soll der Waldkindergarten jeden Tag sechs Stunden geöffnet sein. „Er bietet den Kindern die Möglichkeit, die Natur hautnah zu erleben und das Thema Wald kennenzulernen“, sagt er. Der Container sei nicht für die dauerhafte Unterbringung gedacht. „Er dient als Lagerraum oder auch dazu, sich im Trockenen umzuziehen“, erklärt Schmidt. Die Kinder werden an der frischen Luft betreut. Dazu gibt es Sitzmöglichkeiten und auch Unterstände. Den Kindern sollen viele Möglichkeiten geboten werden, sich in der Natur zu entfalten. Spielsachen gebe es aber auch im Waldkindergarten. „Auch Bücher und Lesehilfen zur sprachlichen Bildung sind vorhanden“, sagt Schmidt. Eine Verpflegung wird nicht geboten. „Die Eltern geben den Kindern eine Brotzeit mit.“

Waldkindergarten in Kissing nimmt Kindern ab 3 Jahren auf

Wie Schmidt erklärt, müssen die Kinder mindestens drei Jahre alt sein. Für jüngere sei das Konzept nicht geeignet. Wie bei einer klassischen Kindertagesstätte sind die Eltern bei der Eingewöhnung gefragt. Zudem sei das Angebot für Familien, die längere Buchungszeiten brauchen, aufgrund der Begrenzung auf sechs Stunden am Tag keine geeignete Lösung. Längere Öffnungszeiten seien aber gesetzlich nicht zugelassen.

 

In Kissing soll Platz für 20 Kinder geschaffen werden. „Der Waldkindergarten hat das ganze Jahr geöffnet bis auf die Schließtage wie anderen Kitas auch“, sagt Schmidt. Sollte das Wetter an einem Wintertag plötzlich umschlagen, werde in Kissing eine Notbetreuung eingerichtet.

Waldkindergarten in Kissing: Auch bei Minustemperaturen sind Kinder im Freien

Bürgermeister Gürtner bestätigt, dass dafür die Paartalhalle und der Aufenthaltsraum im Feuerwehrhaus bereitstehen. „Das ist aber nur für den absoluten Ausnahmefall“, sagt er. Er habe sich bei dem Waldkindergarten in Friedberg informiert. „Da ist das in sieben Jahren kaum vorgekommen“, sagt er. Bei einem Besuch habe er erfahren, dass die Kinder auch bei Minusgraden fröhlich im Wald unterwegs seien.

Schmidt erklärt, dass die jungen Besucher mit geeigneter Kleidung und festem Schuhwerk ausgestattet werden müssen. Die Eltern erhielten dazu aber entsprechendes Informationsmaterial.

 

Wann der Waldkindergarten in Kissing eröffnet wird, kann Schmidt derzeit nicht sagen. „Es gibt noch keine feste zeitliche Schiene.“Aufgrund der Corona-Beschränkungen erteile das Landratsamt derzeit für keine Einrichtung eine Betriebserlaubnis. „Wir hoffen aber, dass wir dieses Jahr starten können. Wenn möglich noch vor den Sommerferien, damit der Waldkindergarten unter milden Bedingungen beginnen kann.“

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