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Friedberg

11.07.2010

Die WM kann das Altstadtfest nicht ausspielen

Ganz spurlos ging die WM dann doch nicht am Altstadtfest vorbei: Diese Musikerin der Stadtkapelle hatte ihr Gewand "beflaggt". Foto: Peter Kleist
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Ganz spurlos ging die WM dann doch nicht am Altstadtfest vorbei: Diese Musikerin der Stadtkapelle hatte ihr Gewand "beflaggt". Foto: Peter Kleist
Bild: Peter Kleist

Die Zahl der Akteure und Besucher beim ersten Altstadtfest-Wochenende - nach Schätzungen der Stadt etwa 50.000 - hätte gereicht, um ein ganzes Fußballstadion zu füllen. Von Andreas Schmidt

Friedberg. Die Zahl der Akteure und Besucher beim ersten Altstadtfest-Wochenende - nach Schätzungen der Stadt etwa 50.000 - hätte gereicht, um ein ganzes Fußballstadion zu füllen. König Fußball war während der WM-Endspiele kein Alleinherrscher in Friedberg.

Obwohl gleichzeitig die Nationalmannschaft spielte, war der Marienplatz gut gefüllt. Zu sehen gab es dort schließlich eine Doppel-Aburteilung in Bestbesetzung: Unmittelbar nach Stadtpfarrer Markus Hau musste Bürgermeister Dr. Peter Bergmair in den Bottich der Bäckertaufe. Dafür verzichteten viele auf die Fernsehübertragung des Spiels um Platz drei.

So auch Organisationsleiter Frank Büschel von der Stadt Friedberg, der eigentlich ein großer Fußball-Fan ist. Eigentlich hätte er gedacht, dass die WM dem Altstadtfest mehr Besucher kosten würde. Wäre das deutsche Team ins Endspiel gekommen, hätte aber es wohl anders ausgesehen. Für Büschel war dies der "einzige Vorteil" der deutschen Halbfinal-Niederlage gegen Spanien.

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So war von der Weltmeisterschaft in der Festzone nur wenig zu merken. In den Ständen störten keine Fernseher das historische Bild. "Großes Lob dafür", sagte Büschel. Irritiert war er aber über ein "Public Viewing" bei dem Vereinshaus am Eisenberg. Aber auch historiengetreu blieb man auf dem Laufenden. Am "Werklstatt"-Stand verkündete ein Pappschild die aktuellen Spielstände. Das hatten sich Sonja Richter und Monika Dauer ausgedacht. Sie wurden immer wieder gefragt, ob der Spielstand noch aktuell ist.

"Es ist gut angelaufen", zeigt sich Büschel zufrieden mit dem Festauftakt. Nach Rücksprache mit Zöllnern und Cordonisten geht er von jeweils 18 000 Besuchern an den bisher drei Festtagen aus. Für gestern lagen bis Redaktionsschluss aber noch keine zuverlässigen Angaben vor. Hitzebedingt hielt sich allerdings tagsüber der Andrang in Grenzen. Es war also ein in vielfacher Hinsicht heißes Auftakt-Wochenende. Die Uniformierten mussten besonders schwitzen. Da war jede Erfrischung willkommen. So lupfte Zöllner Stefan Link nur allzu gerne den Dreispitz, um sich durch Bademagd Christine Croseck mit einem nassen Schwamm erfrischen zu lassen.

Bei dieser Hitze ist Bäckertaufe keine Strafe mehr

Und die Cordonisten benannten ihre Uniform in Ein-Mann-Sauna um. Der Schweiß läuft den Blau-Rot-Uniformierten bis hinunter in die Stiefel. "Wir sammeln ihn und schütten ihn am Abend in den Bäckertaufen-Bottich", verriet Cordonist Peter Seidenbusch. Sonst wäre ein Bad darin ja keine Strafe, sondern bei deutlich über 30 Grad sogar eine Belohnung.

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