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Mering

01.04.2019

Die glorreichen Zwanzig vom Meringer Gymnasium

Mit Liedern aus dem französischen Film "Die Kinder des Monsieur Mathieu" überzeugte der Chor des Gymnasiums Mering. Das Orchester der Musikfreunde Mering begleitete die jungen Sänger.
Bild: Manuela Rieger

Solisten spielen mit dem Orchester der Musikfreunde Mering klassische und moderne Werke. Auch die Chöre der Schule überzeugen mit ihren französischen Liedern

In ausverkauftem Haus beginnen Solist und Orchester das Konzert in f-Moll BWV 1056 von Johann Sebastian Bach in der Aula des Meringer Gymnasiums warm und füllig im Klang. Das Orchester der Musikfreunde Mering, am Pult Wolfgang Raab, spielte mit einer direkten, großartigen Artikulation und der junge Pianist Maximilian Kreft erzählte in warm-feinen, deutlichem Ton geradezu eine Geschichte. Das Largo wird dadurch sehr intim und im Presto wird das Stück leidenschaftlich und furios abgerundet und beendet.

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Das Publikum spendete verdienten Applaus an Musiker und Solisten. Und weil Bach nicht nur ein herausragender Komponist, sondern auch ein didaktisch kluger Lehrer war, erlernen viele Klavierschüler die Anfangsgründe der Technik mit Hilfe seiner „Inventionen“. Maximilian spielte als spontane Zugabe die zweistimmige Nr. 14. Violinistin Christine Moretti wusste zu jedem Programmpunkt in ihrer launigen und unterhaltsamen Moderation einiges zu erzählen.

Zur vielschichtigen Musik bei einem Medley aus Filmen des Studios Ghibli, vom vielfach preisgekrönten Komponisten Joe Hisaishi, war aus den Reihen der Zuhörer zu vernehmen: „super“.

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Herzlicher Applaus für die Meringer Musiker

Ein Trommelwirbel begleitet die anfänglichen Fanfarenstöße der Trompete. Doch schon bald mischen sich fragende Untertöne in diesen Dialog. Die Orientale für Trompete und Orchester wurde von Joseph Edouard Barat geschrieben und ist von orientalischer und arabischer Musik inspiriert. Der Anfang war ein Austausch zwischen dem Orchester, Klavier und Trompete. Sehr lyrisch ist dieses Stück und Trompeter Luca Baratta überzeugte mit präzisem Einsatz, wie auch mit perfekter Intonation. Auch hier spendete Auditorium herzlichen Applaus.

Viel Beifall gab es später auch für die Sonate in B-Dur des französischen Komponisten Jean-Baptiste Loeillet. Bruno Coulais ist Preisträger in der Kategorie Filmmusik und wurde für „Die Kinder des Monsieur Mathieu“ in der Kategorie „Bester Filmsong“ für den Oscar nominiert. Aus diesem Film sang der Schulchor drei Lieder, das Orchester unterstützte den Gesang.

Schüler des Meringer Gymnasiums zeigen ihr Können

Das letzte Stück des Abends war Ludwig van Beethovens erster Satz aus der Symphonie Nr. 1 in C-Dur, op. 21. Mit der Sinfonie Nr. 1 in C-Dur – einer Tonart, die in der Wiener Klassik für die Aufklärung und den Neubeginn stand – begann für Beethoven ein musikalisches Schaffen, das zum Zentrum seines kompositorischen Werkes werden sollte. Das Orchester vermeidet jedes Pathos und zeigt, mit welch lebendiger Virtuosität es zu musizieren vermag.

Und zum Schluss kamen die glorreichen Zwanzig. In die Reihen des großen Orchesters mischten sich Musikschüler des Meringer Gymnasiums und intonierten „Die glorreichen Sieben.“ Dass sie sich dabei nicht in improvisatorischen Wüsten verlaufen, spricht nicht nur für das Ausgangsmaterial, sondern vor allem für die Qualität der spielenden Schüler mit dem Orchester der Musikfreunde Mering. Ein eindrucksvoller Abend in der Aula des Gymnasiums Mering fand ein spannendes Ende.

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