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Die gute Nachricht für die Geburtshilfe hat einen Haken

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Kommentar Von Ute Krogull
14.03.2019

Die Uniklinik will der Geburtenstation in Friedberg helfen. das ist gut. Doch es gibt einen Problemfaktor, den hier keiner beeinflussen kann.

Aichach-Friedberg, Wachstumslandkreis mit über 133 000 Einwohnern, guter finanzieller Situation – aber ohne Geburtenstation. Noch vor einem Jahr hätte sich das kaum jemand vorstellen können.

In Friedberg droht das Aus der Geburtshilfe

Das neue Aichacher Krankenhaus wurde mit einer modernen Geburtshilfe ausgestattet – die gar nicht erst eröffnete. Jetzt droht in Friedberg das Aus. „Schrecklich“, „traurig“ und „nervenaufreibend“ finden das Frauen, die auf Berichte unserer Redaktion reagieren.

Das Friedberger Krankenhaus und seine Geburtenstation haben einen guten Ruf. Auch Frauen aus Augsburg kommen bewusst hierher, weil sie die familiäre Atmosphäre schätzen. Die Uniklinik will nun in die Bresche springen. Damit kommen die Kliniken an der Paar früher und anders in den Genuss der angestrebten engeren Kooperation mit dem Großkrankenhaus, als geplant. Ganz uneigennützig ist die Hilfe nicht, die Geburten würden sich schließlich sonst vor allem nach Augsburg verlagern.

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Nichtsdestotrotz: Es sind gute Nachrichten. Bleibt zu hoffen, dass die gemeinsamen Bemühungen nicht am bundesweiten Mangel an Gynäkologen scheitern. Den können Akteure vor Ort nicht beeinflussen. Hier muss die Bundesregierung dringend gegensteuern.

Lesen Sie den Bericht zum Thema: Der Rettungsplan für die Geburtshilfe

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