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Tiere

19.08.2018

Diese Erfolge sind kein Zufall

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Sauber geputzt und gekämmt warten die Langohren auf den Preisrichter. Dafür gibt es das Prädikat „sehr gut“.

Die Friedberger Kaninchenzüchtern investieren viel Zeit und Liebe in ihr Hobby. Ausgerechnet im Jubiläumsjahr lief es besonders gut. Das wurde mit vielen Gästen gefeiert

Sachsengold, Kleinsilberblau und Schwarzgrannen – das sind nur einige der Rassen, die bei der Kreis-Jungtierschau des Kaninchenzüchtervereins B 244 bewertet wurden. Man sieht auf den ersten Blick nicht, wie viel Arbeit dahinter steckt. Die Züchter müssen in dieses aufwendige Hobby viel Liebe und Geduld investieren. „Nicht jedes Jahr bekommen unsere Kaninchen Nachwuchs. Doch heuer lief es wie am Schnürchen“, freut sich der zweite Vorsitzende Hermann Huber, dass ausgerechnet zum 100-jährigen Bestehen des Vereins so viele Jungtiere präsentiert werden konnten. „Das ist dann immer die Krönung für uns Züchter!“

Jeder hofft, den besten Rammler, die schönste Häsin, die beste Zuchtgruppe oder das schönste Abzeichentier zu haben. Um den Tieren eine angenehme Unterkunft zu bieten, wurden die großzügigen Käfige vor Sonne und vor Regen geschützt und mit Stroh ausgelegt. Jeder Züchter will nur das Beste für seine Tiere. Von erfahrenen Preisrichtern wurden die Langohren am Freitagnachmittag bewertet. Es gelten die Bestimmungen des Zentralverbands des Deutschen Rasse Kaninchenzüchter. „Nach diesen Standards wird auch gezüchtet. Sie tragen zur Erhaltung der Rassen bei“, weiß Huber.

Das beste Abzeichentier wurde das schwarze Lohkaninchen von Züchter Franz Saule. Bewertet werden unter anderem die Körperform, das Fellhaar, Kopf und Ohren, die Rumpfzeichnung und die Farbe. Bei der besten Zuchtgruppe der Schau hat die Rasse Kleinsilber blau von Benno Petermann gewonnen. Das beste männliche Tier wurde Kleinchinchilla Grau von Tobias Schwegler und bei den weiblichen Tieren machte ein Großsilber hell aus der Zucht von Max Göschl das Rennen. Zudem gab es vier Pokale für Jugendliche, sieben Sonderehrenpreise, sieben Gegenstandsehrenpreise und vier Landesverbandsehrenpreise.

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Die Schirmherrschaft hat der Landtagsabgeordnete Peter Tomaschko übernommen. Reinhard Pachner hat ihn während seines Urlaubs vertreten. Er sprach seine Anerkennung aus: „Die Schau ist nicht nur ein Wettbewerb, sondern auch ein Treffpunkt. Züchterinnen und Züchter können hier fachsimpeln, Erfahrungen austauschen und sich Tipps einholen.“ Besonders wies er auf die Züchter hin, die auf diesen Tag lange hingearbeitet haben. „Denn züchterischer Erfolg ist kein Zufallstreffer, er setzt großes Fachwissen, viel Erfahrung und Geschick im Umgang mit den Tieren voraus.“

Einer, der mit viel Liebe diesem Hobby nachgeht, ist Züchter Alexander Boger. Er kümmert sich intensiv um seine 32 Hermelin Blauaugen. Mit acht Stück nahm er bei der Jungtierschau teil. Und weil er besonders gut gezüchtet hat, trug dies auch Früchte. Für mehrere seiner fünf bis acht Monate alten Kaninchen durfte er Preise entgegennehmen.

Die meisten seiner Jungtiere haben einen eigenen Stall. Geschwister kommen meistens zusammen. Seit sieben Jahren hat der 57-Jährige hier seine eigene Zuchtanlage, die er sich schön hergerichtet hat. Nicht alle seiner Tiere seien erstklassig, verrät er. Bei manchen seien die Ohren einfach zu groß. Jedes Jahr müssen aber auch einige Jungtiere gehen. Die meisten verkauft Boger an Tierliebhaber.

Auch Züchter Hermann Huber bringt es nicht übers Herz, „seine“ Tiere zum Schlachten zu geben. Er verschenkt diejenigen, mit denen er nicht mehr züchten will, an Tierfreunde. „Man bekommt zu jedem einzelnen Tier eine so starke Bindung, weil man sich jeden Tag um sie kümmert.“ Er hat im Moment 17 junge Kaninchen der Rasse Sachsengold in seiner Zuchtanlage. Jedes Tier bekommt seine eigene Stallkarte, auf der Rasse, Wurftag, Geschlecht und Eltern vermerkt werden.

Neue Kaninchen holt er sich bei guten Züchtern. Die Paarung geht sehr schnell. Bereits in 30 Sekunden ist das bei den Kaninchen erledigt. Nach 30 Tagen kommen dann schon die Jungen auf die Welt. Eine Stunde am Tag sollte man aufbringen, um die Tiere zu füttern und sie zu beobachten. Vor der Bewertung am Freitag hat er eine weitere Stunde aufgewendet, um seine Liebsten zu säubern und zu kämmen. Und es hat sich gelohnt: Er bekam gleich mehrere Preise.

Die Züchter freuten sich über viele Gäste bei diesem Jubiläumsfest. An den Nachmittagen kamen an diesem hochsommerlichen Wochenende viele Familien mit Kindern vorbei. Erfahrene Züchter standen mit Rat und Tat zur Seite. Für die Kleinen gab es zudem ein Streichelgehege. Der Eintritt war frei, für Essen und Trinken war bestens gesorgt. Aber auch musikalisch war einiges geboten. Ab 18 Uhr sorgte am Samstagabend Musiker Ati für beste Unterhaltung.

Mehr Bilder von der Jungtierschau und dem Jubiläumsfest finden Sie unter

friedberger-allgemeine.de/friedberg

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