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Wirtschaft in Aichach-Friedberg

05.11.2018

Diese Gespräche sind Gold wert

Über 100 Aussteller verteilten sich über drei Hallen und das Freigelände. 
Bild: Sabine Roth

Bei der Infoschau stellen sich über 100 Unternehmen vor. Auf dem Freigelände gibt es spannende Demonstrationen mit Feuerwehr und Kreisverkehrswacht.

Schon vor der offiziellen Eröffnung strömten die Menschen am Samstag zur größten Gewerbeausstellung im Landkreis. Die drei Turnhallen an der Rothenbergstraße waren nicht wiederzuerkennen. Über 100 Aussteller reihten sich bei der Friedberger Infoschau Stand an Stand aneinander. Mit dabei waren viele Handwerker, Gewerbetreibende, Dienstleister und Behörden. Fast 95 Prozent der Aussteller kamen aus Friedberg und der näheren Umgebung. Über 40 Prozent waren neu mit dabei und sorgten für frischen Wind auf der Messe. Landrat Klaus Metzger hob als Schirmherr der Veranstaltung das große Potenzial der heimischen Wirtschaft hervor. Vor allem am Sonntag waren die Hallen bis auf eine kurze Pause über Mittag komplett voll, berichtet Projektleiter Daniel Schindler. Er geht davon aus, dass zwischen 16000 und 17000 Menschen die Ausstellung besuchten.

Wolfgang Schmidt aus Wiffertshausen kommt jedes Mal vorbei

Auch Wolfgang Schmidt aus Wiffertshausen kommt jedes Mal vorbei, um sich zu informieren. „Man trifft viele Bekannte und ist wieder auf dem Laufenden, was sich in der Friedberger Geschäftswelt alles tut. Ich schaue immer gerne, ob es was Neues gibt. Zudem sind die Aussteller sehr freundlich. Das gefällt mir“, sagte Schmidt, der stolz eine Tüte voller Infomaterial und Werbegeschenken in der Hand hielt. Uschi Schnelzer aus Friedberg hat der neue Vortragsbereich in Halle 1 sehr gut gefallen. Ansonsten ist von allem etwas mit dabei in der Ausstellung. Doch sie vermisse die Stadthalle, wo vor vielen Jahren die Infoschau noch stattgefunden hat: „Hier war alles gemütlicher und übersichtlicher.“ Projektleiter Daniel Schindler bedauert es auch, aber aus Brandschutzgründen kann die Infoschau dort nicht mehr stattfinden. „Außerdem sind wir so sehr gewachsen, dass die vielen Aussteller dort gar keinen Platz mehr gehabt hätten“, so Schindler.

Viele boomende Branchen waren vertreten. So tummelten sich Immobilienfirmen und Handwerksbetriebe. Werbung bräuchten sie zurzeit keine machen. Trotzdem kämen wieder schlechtere Zeiten. Außerdem seien die Gespräche mit den Stammkunden Gold wert. Die Inhaber sind bei der Infoschau alle selber am Stand. „Wir führten gute Gespräche. Die meisten Besucher haben sich umgesehen und informiert“, so Andreas Steinhardt, der Chef einer Schreinerei aus Rinnenthal.

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Dieter Fuchsberger von der Firma Heim und Haus war sehr zufrieden mit dem Verlauf der Messe. Bereits am normalerweise schwächer besuchten Samstag hatte er mehr als doppelt so viele Kontakte erzielen können als in den vergangenen Jahren. Für seine Firma sei diese Messe Anfang November enorm wichtig, „weil wir unsere umsatzschwachen Wintermonate so besser überbrücken können“. Informieren, Schauen und gute Gespräche führen wollten die meisten Besucher. So konnten sie sich am Sonntag bei der Fachstelle für Klimaschutz beim Landratsamt rund um das Thema Heizen informieren. Kaminkehrermeister Harald Stoller hatte viele Tipps parat. Aber auch der Stand der LEW war gut besucht. Hier konnte man erfahren, was eine Fotovoltaik-Anlage bringt und wie man künftig Strom selbst erzeugen kann.

Apotheker Hannes Proeller sorgte in Halle 2 mit seinem Raumspray immer wieder für eine gute Luft. Seine weinroten Taschen und die Kalender 2019 waren heiß begehrt. Ein Blickfang und beliebtes Fotomotiv war an beiden Tagen eine mit bunter Farbe angesprühte schlanke junge Frau, die durch die Gänge lief, als wenn sie ganz normal bekleidet wäre. Wer genau aufgepasst hat, wusste, dass sie von einer Bodypainterin zwei Stunden lang am Stand des Farbenhauses Friedberg angesprüht wurde.

Besucher gehen im Außenbereich auf Spurensuche

Im Außenbereich konnten die Besucher auf Spurensuche gehen. Sie nutzten die Gelegenheit und warfen mittels einer Kamera einen Blick in den Kanal am Volksfestplatz. Daneben war bei der Verkehrswacht ein Pkw-Fahrsimulator aufgestellt. Mit dem Kettcar und einer Alkoholbrille durften die Besucher auf einen Trunkenheitsparcours überwinden. Gar nicht so einfach. Am Stand des Roten Kreuzes konnte man einen Defibrillator an einer Puppe ausprobieren. Am gleichen Stand ließen sich Kinder zu einer Fee oder Prinzessin schminken. Und daneben beim Konditormeister Weißgerber formten sie aus Marzipan kleine Schneemänner. Draußen konnten sie sich auf dem Vierfachtrampolin austoben und bei den Kameraden der Feuerwehr aus Friedberg und seinen Stadtteilen einen Feuerlöscher betätigen und damit ein echtes Feuer in einer Schale löschen. Die Feuerwehr hat das zum ersten Mal angeboten und war durchweg positiv überrascht über das große Interesse.

Auch das Thema Gesundheit in Halle 1 war bei den älteren Besuchern der Infoschau heiß begehrt. Großen Anklang fand der Bayernatlas der Bayerischen Vermessungsverwaltung. Dort konnte man sich ganz Friedberg von oben aus ansehen und auf der Karte, die als Teppich auf dem Boden ausgebreitet war, herumlaufen.

Lesen Sie dazu unseren Kommentar „Infoschau bleibt ein Magnet

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