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Friedberg

02.08.2020

Digitalpakt: 120 Friedberger Kinder bekommen Tablet-PC

Auch Friedberger Schüler erhalten Tablet-PCs.
Bild: Marcus Merk (Symbolbild)

Plus In Friedberg bekommen 120 Kinder einen Laptop. Im Stadtrat gab es dazu nicht nur Lob. So profitiert Friedberg vom „Digitalpakt Schule“ der Landesregierung.

Eltern können ein Lied davon singen: Die Corona-Pandemie hat den Schulalltag von Kindern radikal verändert. Noch herrscht Unsicherheit darüber, wie es weitergehen wird. Viele rechnen jedoch damit, dass sich Phasen von Präsenzunterricht und häuslichem Lernen abwechseln werden.

Das stellt Schüler, Eltern und Lehrer vor große Herausforderungen. Bei einem Punkt will der Freistaat Bayern finanzielle Unterstützung leisten, nämlich der Ausstattung mit mobilen Endgeräten. Gedacht sind sie für Schüler, die sonst keinen Zugang zum Online-Unterricht hätten. Auch Familien in Friedberg profitieren von diesem Programm.

Fast 62.000 Euro werden der Stadt Friedberg für die Schulen zur Verfügung gestellt, bei denen sie der sogenannte Sachaufwandsträger ist. Das sind die Grund- und Mittelschulen.

Friedbergs Bürgermeister Eichmann: Die Schulen werden mit der IT alleine gelassen

Experten in der Stadtverwaltung haben ausgerechnet, dass mit dem Geld 120 Tablet-PCs angeschafft werden könnten. Auf Nachfrage hätten die Schulen einen Bedarf von etwa 20 Tablets pro Einrichtung angegeben, berichtete Bürgermeister Roland Eichmann im Stadtrat.

Es gebe bei all dem jedoch auch einen Haken, wie der Rathauschef erläuterte: Das Geld stehe allein für die Anschaffung zur Verfügung, nicht für den technischen Support. Und hier seien die Schulen ebenso an ihrer Grenze wie die Stadt, welche die Einrichtungen bereits freiwillig mit einer halben IT-Stelle unterstützt.

„Die Schulen werden vom Freistaat mit der IT allein gelassen“, kritisierte Eichmann. Der städtische Informatiker betreue bereits 400 Computer, fünf Server und fünf Telefonanlagen der Schulen; mehr sei nicht machbar, ohne eine weitere Stelle zu schaffen.

Laptops für Friedberger Schulen: Kann die Versicherung über die Stadt laufen?

Auch die Friedberger Rotary- und Lions-Clubs spenden, wie berichtet, Laptops für Schulkinder. So gingen bereits 20 Geräte an die Theresia-Gerhardinger-Grundschule. Bei diesen sind die Wartungsverträge inklusive.

Egon Stamp von den Grünen erinnerte an Partnerschaften zwischen Schulen und Fachfirmen, wobei letztere digitale Unterstützung leisten, als Möglichkeit der Hilfe. Paul Trinkl (CSU) meinte, 500 Euro für ein Tablet sei recht viel Geld, man solle lieber günstigere, aber dafür mehr Geräte anschaffen.

Auf seine Nachfrage erklärte Stefan Kreitmeyr seitens der Stadtverwaltung außerdem, dass man versuche, die Tablets über die städtische Elektronikversicherung mitzuversichern.

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