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Fußball

03.01.2019

Drei überwintern an der Tabellenspitze

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Mit einem 1:0-Sieg beim erklärten Titelfavoriten TSV Pöttmes sicherten sich die Fußballer des TSV Friedberg schon im Oktober die Herbstmeisterschaft in der Kreisliga Ost. Das Team von Trainer Ali Dabestani hat zur Winterpause sieben Punkte Vorsprung auf Platz zwei.
Bild: Otmar Selder

Für den TSV Friedberg, den TSV Dasing und Bachern läuft die Saison bislang optimal. Dagegen finden sich andere in Regionen wieder, wo sie nicht sein wollten.

Schon seit einigen Wochen befinden sich die Amateurkicker in ihrer wohlverdienten Winterpause. Manche durften bei ihren Weihnachtsfeiern unterm Tannenbaum auf ihre Erfolge anstoßen, andere mussten ihre Wunden lecken und versuchen, Zuversicht für die Frühjahrsrunde 2019 zu finden. Drei Mannschaften aus dem Verbreitungsgebiet der Friedberger Allgemeinen können als „Herbstmeister“ überwintern, andere hingegen müssen unerwartet nach unten schauen und in der Frühjahrsrunde gegen den Abstieg kämpfen. Wir zeigen auf, wie sich die Lage in den diversen Ligen zum Jahreswechsel darstellt.

Landesliga Südwest

Mit breiter Brust war der SV Mering am Wochenende des Weltmeisterschafts-Finales in die neue Saison gestartet. Schließlich hatte man die vorangegangene Saison als Fünfter beendet und sah sich – auch laut Aussagen des Trainerduos Gerhard Kitzler und Christian Cappek – „breiter aufgestellt“, und man liebäugelte damit, „oben“ ein Wörtchen mitreden zu können. Die Saison begann auch optimal – mit einem 3:1 in Gundelfingen, doch dann kam es bald knüppeldick für den MSV. Es folgten fünf Pleiten nacheinander, insgesamt sechs Spiele ohne Sieg sorgten dafür, dass sich der MSV im Tabellenkeller wiederfand. Viele Verletzte und auch Urlauber sorgten immer wieder für Personalsorgen – und so war auch die fehlende Konstanz zu erklären. Guten Auftritten, wie dem 2:1-Sieg in Notbesetzung beim Angstgegner Memmingen II, folgten dann Debakel wie das 2:6 zu Hause gegen Aufsteiger Neuburg oder das bittere 0:7 beim Titelfavoriten Landsberg. Gerade auswärts rief das Team viel zu selten sein Potenzial ab. Am Ende der Herbstrunde gab es in den letzten sechs Spielen vier Siege und ein Unentschieden, sodass die Meringer auf Platz acht überwintern können. Da es bis zum ersten Relegationsplatz aber nur fünf Punkte Abstand sind, darf sich das Team im Frühjahr keinesfalls sicher fühlen. Der MSV verzichtet auch auf Hallenauftritt, um sich optimal auf die Restsaison vorbereiten zu können.

Bezirksliga Süd

Die Saison 2018/19 hatten sich die beiden Landkreisvertreter FC Stätzling und Kissinger SC auch anders vorgestellt. Während sich der FC Stätzling nach dem Landesliga-Abstieg konsolidieren wollte, sah sich der Kissinger SC im Kreise derer, die vorne mitmischen wollten. Doch es kam anders, vor allem für den Kissinger SC, der gleich zum Auftakt das prestigeträchtige Derby in Stätzling mit 0:1 verlor. Das sollte der Beginn einer beispiellosen Auswärtsmisere für das Team von Trainer David Bulik werden. Der KSC konnte nicht eines seiner acht Auswärtsspiele gewinnen – mit zwei Pünktchen auf fremden Plätzen ist man in der Auswärtstabelle Schlusslicht. Und zum Abschluss des Jahres setzte es auf eigenem Platz noch ein 0:6-Debakel gegen Spitzenreiter Durach. Kissing überwintert auf einem direkten Abstiegsplatz mit vier Punkten Rückstand auf das rettende Ufer. Der KSC musste mit vielen Langzeitverletzten klar kommen und ob die in der Frühjahrsrunde alle wieder einsatzbereit sein werden, steht noch nicht fest. Und die Frühjahrsrunde beginnt für den Kissinger SC gleich mit drei Auswärtsspielen am Stück. Eines will Kissing in jedem Fall: An Trainer David Bulik festhalten.

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Das hat sich beim FC Stätzling schon vor der Winterpause erledigt, der FCS und sein Trainer Alex Bartl trennten sich im November einvernehmlich. Seitdem gibt Stefan Tutschka die Kommandos und er holte in drei Partien bislang drei Punkte. Auch die Stätzlinger hatten permanent mit Personalsorgen zu kämpfen und sie konnten in dieser Saison nicht ein einziges Mal in zwei Spielen nacheinandere mit der gleichen Aufstellung antreten. Auch hinter den Kulissen rumorte es, Abteilungsleiter Michael Baumeister trat nach gesundheitlichen Problemen zurück, da er sich etwas im Stich gelassen fühlte. Seit Oktober ist nun sein Vorgänger Michael Endraß auch sein Nachfolger. Die Stätzlinger sind derzeit Neunter, mit vier Punkten Vorsprung auf den Abstiegsrelegationsplatz.

Kreisliga Ost

Zwei Friedberger Vereine – der BC Rinnenthal und der TSV 1862 Friedberg – sind in der Kreisliga Ost dabei. Und vor allem der Aufsteiger TSV Friedberg, der sich souverän die Meisterschaft in der Kreisklasse geholt hatte, macht unter seinem Trainer Ali Dabestani richtig Furore. Dem 5:1 zum Start gegen Rehling folgte erst am neunten Spieltag die erste Niederlage mit dem 1:3 in Griesbeckerzell. Dann patzte man noch einmal mit 1:3 gegen Lechhausen, doch diesem Ausrutscher folgten wieder fünf Spiele ohne Niederlage. Der gezielt verstärkte Kader verkraftete auch einige Ausfälle und so stehen die Friedberger auf Platz eins – mit sieben Punkten Vorsprung auf Alsmoos-Petersdorf.

Auf Platz vier findet sich der BC Rinnenthal, der mit dem neuen Spielertrainerduo Markus Rolle und Franz Losert auch ein Wörtchen an der Spitze mitreden wollte. Zum Ende der Herbstserie kam der BCR in Fahrt und überstand die letzten acht Spiele ungeschlagen. Dabei fertigte man auch Pöttmes, den ursprünglichen Titelkandidaten, gleich mit 7:0 ab. In der Rückrunde möchte der BCR noch einmal richtig angreifen und möglichst die unnötigen Patzer aus der Hinserie vermeiden. Zu Platz zwei sind es ja gerade mal drei Punkte.

Kreisklasse Augsburg-Mitte

Hier sorgte der SV Ottmaring schon vor dem Saisonstart für einen Paukenschlag, als Trainer Günter Seiler schon vor Saisonbeginn nach Unstimmigkeiten entlassen wurde. Unter dem neuen Coach Benjamin Lechner startete man mehr als „holprig“, hat sich aber mittlerweile mit 14 Zählern wenigstens auf einen Nichtabstiegsplatz empor gearbeitet. Auch der FC Stätzling II, seines Zeichens Kreisliga-Absteiger, kam schwer in die Gänge, arbeitete sich in den letzten Spielen aber auf Platz zehn nach oben. Dagegen sieht es für den Vorjahresvierten Kissinger SC II düster aus – es läuft nicht und so ist das Team der beiden Trainer Stefan Scheurer und Bastian Bregulla zur Pause Schlusslicht. Allerdings hängt alles dicht beisammen, Kissing hat nur drei Punkte weniger als der FCS II.

Am besten läuft es beim TSV Merching, der als Tabellenvierter in die Winterpause gegangen ist. Das Team von Trainer Andreas Schaile hätte noch weiter oben landen können, wenn man sich den einen oder anderen Ausrutscher erspart hätte.

Kreisklasse Aichach

In der Vorsaison waren sie noch gleich im ersten Spiel der Aufstiegsrelegation mit 1:4 an Echsheim-Reicherstein gescheitert, heuer nun schicken sich die Fußballer des TSV Dasing an, direkt eine Klasse nach oben zu klettern. Das Team von Trainer Jürgen Schmid, das bislang auch von Verletzungssorgen verschont geblieben ist, ist das Maß aller Dinge und ungeschlagener Herbstmeister. Dasing hat acht Punkte Vorsprung auf den Tabellenzweiten Mühlried und kann sich wohl nur selber bremsen. Andere Sorgen hat der SV Ried, nicht nur weil Spielertrainer Dominik Koch mit einem Kreuzbandriss ausfällt. Der SVR ist mit nur zwölf Punkten Vorletzter und schwebt in höchster Abstiegsgefahr. 18 Zähler hat Aufsteiger SV Wulfertshausen, doch auch die Truppe von Trainer Bastian Schaller ist damit noch längst nicht aus dem Schneider.

A-Klasse Ost

In dieser Klasse findet sich der dritte Herbstmeister – und auch der führt die Tabelle zur Winterpause noch ungeschlagen an. Die Sport-Freunde Bachern haben 39 Punkte – sieben mehr als der Tabellenzweite Alba Augsburg. Der neue Spielertrainer Michael Guggumos hat diese Mannschaft sichtlich weiter entwickelt. 13 Punkte hinter Bachern liegen die Sportfreunde Friedberg, die mit einem Trainertrio – Matthias bauer, Michael Felder und Max Reiser – in die Saison gegangen waren. Dieses Experiment ist mittlerweile auch beendet, man hat sich von den dreien getrennt und mit Wolfgang Marzini den Ex-Coach zurückgeholt. Platz zwei sollte noch möglich sein. Für die weiteren Teams – Mering II, TSV Friedberg II, BC Rinnenthal II, Ottmaring II, Mühlhausen und den SC Eurasburg ist der Rest der Saison wohl nur mehr ein Schaulaufen. Nach oben scheint kam was möglich und nach unten hat man keine Sorgen. Hier steht Spartak Augsburg, das sein Team im Oktober zurückgezogen hat, als erster und einziger Absteiger schon fest.

A-Klasse Aichach

Hier finden sich die beiden Dasinger Teams TSV Dasing II und FC Laimering-Rieden. Die Dasinger dürften als Aufsteiger mit 19 Punkten schon sicher haben, zu schwach scheinen die beiden Schlusslichter Aresing II (5) und Türk Schrobenhausen (4) zu sein. Ob Spielertrainer Thomas Nöbel mit Laimering noch Platz zwei angreifen kann, bleibt abzuwarten – derzeit fehlen dem FCL acht Punkte auf den SV Obergriesbach.

B-Klasse Aichach

Hier steuert der SV Wulfertshausen II als Tabellenzweiter Kurs Aufstieg. Vier Punkte hat das Team Vorsprung auf den Dritten Steingriff II – und schon deren sieben Rückstand auf Spitzenreiter Mühlried II. Ried II tummelt sich im vorderen Mittelfeld, Mering III, die Sportfreunde Friedberg II und Eurasburg II eher im Tabellenkeller.

B-Klasse Augsburg Mitte

Einsam und allein tummelt sich der TSV Merching II als Team aus dem Landkreis Aichach-Friedberg in der Augsburger B-Klassen-Gruppe. Und dort schlagen sich die Merchinger bislang prächtig. Sie beendeten die Herbstserie als Tabellendritter mit 31 Punkten – nur zwei hinter Kriegshaber II. Der Aufsteig scheint möglich, mit dem Titel wird’s schwer: Bergheim ist schon sieben Punkte vor Merching.

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