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29.11.2017

Eheglück trotz vieler Schicksalsschläge

Bürgermeister Erwin Gerstlacher und Pfarrer Michael Würth gratulierten Luise und Martin Hintersberger, die seit 60 Jahren verheiratet sind.
Bild: Sieglinde Kistler

Zufrieden blicken Luise und Martin Hintersberger auf ihre 60 gemeinsamen Ehejahre zurück. Trotz manch prägender Erlebnisse konnten die Gratulanten das Jubelpaar glücklich antreffen. Bürgermeister Erwin Gerstlacher und Pfarrer Michael Würth waren ebenfalls gekommen, um die Wünsche der Gemeinde und der Pfarrei persönlich zu überbringen.

Die Hintersbergers haben Anfang der 1960er-Jahre den Waldhof aufgebaut. Im Jahr 1961 sind sie zusammen mit ihren damals vier Kindern in das neu gebaute Haus eingezogen. „Wir hatten nur sieben Kälber. Eine Kuh musste ich kaufen, damit ich die Kälber füttern konnte. Keiner hat uns das zugetraut und viele hatten nicht dran geglaubt, dass wir unser Leben dort aufbauen können“, meint Martin Hintersberger zurückblickend.

Inzwischen besteht die Familie des Jubelpaares aus zwei Söhnen, vier Töchtern, elf Enkelkindern und sechs Urenkeln. Der jüngste Sohn Martin wohnt mit seiner Familie am Waldhof im Haus, welches er in den 90er-Jahren gebaut hat. Vor 21 Jahren hat das Jubelpaar einen großen Schicksalsschlag hinnehmen müssen. Luise Hintersberger hat einen Schlaganfall erlitten. Seither ist sie körperlich stark eingeschränkt und muss im Rollstuhl sitzen. Martin Hintersberger hat die Aufgaben im Haushalt übernehmen müssen. Er kocht und backt seither. Er versorgt seine Frau und hilft bei den alltäglichen Dingen. Vor einigen Jahren haben die beiden einen weiteren Unglücksfall erleiden müssen. Der Enkelsohn ist bei einem Unfall ums Leben gekommen.

Auch dieses prägt. Trotz aller lebensprägenden Momente trafen die Gratulanten das Jubelpaar zufrieden an. Luise und Martin Hintersberger freuten sich über die Besuche, unter ihnen auch der Vorsitzende des Veteranen- und Soldatenvereins Ried, Josef Oswald. Für den Nachmittag hatte sich die gesamte Familie angekündigt. Die diamantene Hochzeit sollte im Kreis der Familie gefeiert werden. Das Jubelpaar wollte mit den Menschen diesen Tag verbringen, die ihnen am wichtigsten waren. „Aus jedem unserer Kinder ist was geworden, darauf können wir stolz sein“, meinte Martin Hintersberger.

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