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Osttangente

02.07.2015

Eichmann: Grüne verbreiten Horrorszenario

Über diese Bildmontage (hier ein Ausschnitt), die Grafiker Hubert Brobst im Auftrag der Grünen gestaltet hat, ärgert sich Friedbergs Bürgermeister Roland Eichmann.
Bild: Hubert Brobst

Friedberger Bürgermeister ärgert sich über eine Bildmontage, die für ihn „pure Spekulation“ ist.

Der Friedberger Bürgermeister Roland Eichmann (SPD) wirft der Stadtratsfraktion der Grünen vor, im Zusammenhang mit den Planungen für die Augsburger Osttangente gezielt falsche Informationen zu verbreiten. In einer Presseerklärung nimmt Eichmann dabei Bezug auf eine Skizze, die die Grünen im Zusammenhang mit ihrer Bürgerinformation zu der Straßenplanung verbreitet haben (wir berichteten). Auf der Grafik, die den von den Grünen befürchteten Flächenverbrauch durch eine künftige B 2 bei Friedberg darstellen soll, verlief die Trasse beispielsweise mitten durch die Kleingärten.

Für Bürgermeister Eichmann ist das „pure Spekulation“ ohne jegliche Grundlage. „Die von den Grünen angefertigte Skizze ist reine Augenwischerei und dient lediglich der Desinformation der Bürger“, so Eichmann. Es existiere aktuell keinerlei Planung für den exakten Verlauf. Erst wenn das Straßenprojekt in den vordringlichen Bedarf im Bundesverkehrswegeplan aufgenommen würde, werde der zukünftige Straßenverlauf untersucht. Erst danach würden verschiedene Varianten geplant und bildeten dann eine ernsthafte Grundlage für Diskussionen.

In den bisherigen Gesprächen mit dem Staatlichen Bauamt war laut Eichmann lediglich von einem möglichen Tieferlegung auf der aktuellen Trasse ähnlich wie bei der B 17 die Rede. Sie verlaufe im Bereich der Skizze bereits heute zu großen Teilen vierspurig. Das sei auch den Stadtratsmitgliedern der Grünen bekannt. An deren Adresse lautet Eichmanns Kritik: „Umso unverständlicher ist die wiederholte bewusste Falschinformation mit Horrorszenarien und angeblichen Auswirkungen von Planungen, die noch gar nicht existieren.“ Eine echte Information der Bürger sehe anders aus. Friedbergs Bürgermeister schließt daraus, „dass die Gegner den durchaus vorhandenen sachlichen Argumenten gegen eine ,B2 neu‘ alleine nicht vertrauen.“

Die jetzt umstrittene Bildmontage hat der Friedberger Grafiker Hubert Brobst im Auftrag der Grünen gestaltet. Auch im Internet sorgt sie mittlerweile für Diskussionen. Brobst hat die Grafik über Facebook veröffentlicht und dazu geschrieben: „Ein Bild sagt mehr als 1000 Worte.“ Auch dort hat sich Bürgermeister Eichmann zu Wort gemeldet und über „faktenfreie, üble Propaganda“ beklagt. Die Fraktionsvorsitzende der Grünen im Stadtrat, Claudia Eser-Schuberth (Grüne), hielt dagegen: „Wenn das Bild faktenfrei ist, dann kennen Sie scheinbar mehr Fakten als sie bislang sagten. Bislang sagten sie immer es gibt noch keine Planung – also ist alles möglich, auch wie auf Huberts Bild dargestellt oder?“ (scha)

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