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Musik

22.01.2020

Ein Abend mit George Gershwin

Das Frankfurt Jazz Trio überzeugte bei seinem Auftritt im Friedberger Rathaussaal das Publikum.
Foto: Manuela Rieger

Das Konzert mit dem Frankfurt Jazz Trio im Friedberger Rathaus ist ein voller Erfolg

Mit witzig arrangierten Improvisationen spürte das Frankfurt Jazz Trio George Gershwin nach. Das Trio spielte Songs dieses Musikgenies, das Brücken baute zwischen Jazz und klassischer Musik, zwischen Oper, Musical und Konzertsaal. Damit revolutionierte Gershwin nicht nur die Musik seiner Zeit, sondern erfand auch den Sound der Moderne. Nicht zuletzt sind seine Songs Ausgangspunkt für herausragende Interpretationen und längst Jazz-Standards geworden.

Einen Tribut an diesen großen, jung verstorbenen Komponisten erwartete das Publikum im Friedberger Rathaussaal. „Ich bin überrascht über diese schöne Stadt, die ich vorher nicht kannte,“ begrüßte Schlagwerker Thomas Cremer die Zuhörer. Der Musiker, der schon mit dem Filmkomponisten Hans Zimmer gearbeitet hat, ist Gründer des seit 1998 bestehenden Trios und der einzige Frankfurter in der Runde, erzählt er. Seit Jahren spielt er mit Pianist Olaf Polziehn, der Musik in Köln studierte und mittlerweile als Professor für Jazz-Piano in Graz unterrichtet. Komplettiert wird die Band durch Martin Gjakonovski am Kontrabass. Der Bassist spielte schon mit Paul Kuhn.

Eröffnet wurde der Abend mit dem Song „The man I love“ und „But not for me“ aus dem Musical „Girl Crazy“. Zum Repertoire gehören auch berühmte Stücke wie „Strike up“ oder „Nice Work“. Schon mit den ersten Tönen springt der Funke zum Publikum über. Während der eine einfach nur zuhörte, konnten andere kaum die Füße stillhalten. „Jetzt stellt sich natürlich die Frage, warum wir gerade Gershwin spielen“, plaudert Thomas Cremer. Die Antwort ist einfach: „Weil wir Gershwin sehr mögen. Er hat viele schöne Stücke geschrieben.“

Die drei exzellenten Musiker spielten ein Gershwin-Programm, zelebrierten und improvisierten diese Musik kunstvoll und in mitreißendem Swing. Für viel Applaus sorgten auch die Solo-Einlagen, etwa Pianist Polziehn mit seiner Interpretation von Gershwins „Liza“, Zugaben wurden reichlich nach langem Applaus gespielt.

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