1. Startseite
  2. Lokales (Friedberg)
  3. Ein Bauhof für die kleinste Gemeinde im Landkreis

Steindorf

16.09.2019

Ein Bauhof für die kleinste Gemeinde im Landkreis

Der neue Bauhof. Die Fahrzeuge der Gemeinde finden Platz in der Halle. Hinter dem Tor rechts befindet sich das Salzlager
Bild: Brigitte Glas

Plus Mit einem Dorffest feiern die Steindorfer ihre neue Einrichtung. Auch ein Salzlager gibt es dort nun für die Einsätze im Winter. Fünf Jahre dauerte es vom Baubeginn bis zur Einweihung.

In der kleinsten Gemeinde im Landkreis Aichach-Friedberg wurde am Wochenende der neu errichtete Bauhof mit einem Dorffest eröffnet. Bislang hatte Steindorf keinen Bauhof. Das Gemeindefahrzeug, der Schneepflug, Verkehrsschilder und andere Utensilien waren bei verschiedenen Landwirten innerhalb der Gemeinde untergestellt. Obwohl nicht unbedingt mehr zeitgemäß, war das kein großes Problem, das Lagern von Streusalz allerdings schon. Also entschloss sich der Gemeinderat, im Ortsteil Hausen am Ortsausgang Richtung Steinach einen Bauhof zu errichten.

Baubeginn war schon 2014, aber dann kamen immer andere, wichtigere Projekte dazwischen und so dauerte es fünf Jahre bis zur Fertigstellung. Bürgermeister Paul Wecker verglich den Bau mit dem des Kölner Doms. Der hatte zwar 632 Jahre gedauert, aber die Relation stimmt trotzdem. Der Bauhof hat ja „nur“ eine Grundfläche von 25 mal 10 Metern und eine Höhe von 6,64 Metern. Das Grundstück, eine ehemalige Sand- und Kiesgrube gehörte der Gemeinde schon und so mussten für Bau- und Nebenkosten knapp 250.000 Euro aufgebracht werden.

Das Bauhofgelände liegt versteckt hinter Bäumen und Sträuchern und fügt sich gut in die Landschaft ein, wie Wecker sagte. Pfarrer Xavier Vettikuzhichalil segnete den Neubau. In der Halle finden nun die Fahrzeuge Platz. Dazu gibt es im Erdgeschoss einen Aufenthaltsraum und sanitäre Anlagen. Über diesen Räumen liegt eine Empore, wo Verkehrsschilder und andere Kleinteile gelagert werden können.

Lesen Sie jetzt: Die heutige Ausgabe Ihrer Tageszeitung als E-Paper.
Lesen Sie jetzt: Die heutige Ausgabe Ihrer Tageszeitung als E-Paper.

Streusalz für den ganzen Winter wird in Steindorf nun gelagert

Zum Fest fand die 30-köpfige Trachtenkapelle Steindorf bestens Platz. Der an die Halle angebaute Raum ist das neue Salzlager. 60 Tonnen Streusalz, der Bedarf für einen ganzen Winter kann dort deponiert werden.

Viele gute Gründe gab es also, alle Bürger zu einem großen Fest einzuladen. Und hier zeigte sich der Zusammenhalt im Dorf. Es gab Mittagessen und natürlich waren genügend helfende Hände da, um alles wie am Schnürchen auszugeben. Die Getränke verkaufte die Landjugend Hofhegnenberg. Keiner musste lange auf irgendetwas warten.

Am Nachmittag gab es Kaffee und sage und schreibe 30 Kuchen, die von fleißigen Steindorferinnen aus allen Ortsteilen gebacken hatten. Michael Reichlmayr, 2. Bürgermeister, freute besonders, dass sich an der Backaktion auch Leute beteiligt hatten, die erst vor Kurzem in Steindorf zugezogen waren. Die meiste Arbeit mit den süßen Leckereien hatten aber die Organisatorinnen Sofie Pschorr-Huber, Elisabeth Metzger und Marianne Reichlmayr. Alle Speisen und Getränke hatten sehr moderate Preise, sodass alle nach Lust und Laune zugreifen konnten.

Der gesamte Erlös des Festes in Höhe von 1320 Euro geht als Spende an die Deutsche Knochenmark-Spender-Datei (DKMS). Die seit Längerem geplante Typisierungsaktion soll noch in diesem Herbst stattfinden.

Lesen Sie dazu auch den Bericht: Steindorf erhält einen eigenen Bauhof

Themen folgen

Sie haben nicht die Berechtigung zu kommentieren. Bitte beachten Sie, dass Sie als Einzelperson angemeldet sein müssen, um kommentieren zu können. Bei Fragen wenden Sie sich bitte an moderator@augsburger-allgemeine.de.

Bitte melden Sie sich an, um mit zu diskutieren.

Das könnte Sie auch interessieren