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Religion

23.12.2020

Ein Film aus Friedberg bringt Weihnachten nach Hause

Die evangelisch-lutherische Gemeinde Friedberg hat das Krippenspiel als Filmprojekt an verschiedenen Drehorten in Friedberg realisiert.
Bild: Dagmar Weindl

Die evangelische Gemeinde Friedberg dreht ein Krippenspiel an heimischen Schauplätzen. Die Kinder gehen dafür auch in den Kuhstall.

Heiligabend ohne Gottesdienst und Krippenspiel? Kommt nicht infrage - auch wenn in der evangelischen Gemeinde in Friedberg schon ziemlich früh feststand, dass es aufgrund der Infektionsschutzmaßnahmen an Weihnachten wohl keine Gottesdienste in den Kirchen geben könnte. Doch Pfarrerin Nina von Saldern und ein engagiertes Team haben mit Ideenreichtum und Engagement eine kreative Lösung gefunden.

Sabine Hrabowsky und weitere Teammitglieder der Gemeinde aus Stätzling und Friedberg haben sich mit Feuereifer daran gemacht, einen Krippenspiel-Film zu drehen, ein passendes Stück und Drehorte gesucht, Eltern und Kinder benachrichtigt, Rollen verteilt und Kostüme vorbereitet. Schließlich ist es gelungen, das Filmprojekt „Gute Nachrichten aus Bethlehem“ mit 36 Kindern rechtzeitig zu Weihnachten zu realisieren.

Das Krippenspiel wird in Friedberg in Gasthöfen, Ställen, Kirchen und im Rathaus gedreht

Die Umsetzung war unter Berücksichtigung von Infektionsschutz und Hygienevorschriften in der Tat eine Herausforderung: Vom Hygienekonzept über Genehmigung und Kommunikation im Team und mit Eltern und Kindern - ohne persönliche Treffen - bis hin zu den Dreharbeiten war alles zeitkritisch und aufwendig. Aber es hat sich gelohnt, denn entstanden ist eine ganz besondere Filmproduktion. „Nachdem wir das Spiel ja zunächst aus Gründen des Infektionsschutzes ins Freie verlegt haben, wollten wir die Chance nutzen, ein echtes Friedberger Krippenspiel zu machen“, berichtet Nina von Saldern.

Die einzelnen Szenen wurden an unterschiedlichen Orten in Friedberg, Stätzling und Wulfertshausen gedreht, vor hiesigen Gasthöfen, in echten Ställen, in evangelischen und katholischen Kirchen, im Rathaus und auf dem freien Feld. Die Pfarrerin zeigt sich sehr dankbar für die Unterstützung aller Beteiligten.

Der Film wurde aufwändig gedreht, geschnitten und mit Musik untermalt

An vier Tagen wurde der Film schließlich gedreht - draußen oder in sehr großen Räumen, mit Abstand, unter Einhaltung aller Hygieneregeln und nur in kleinen Grüppchen. Sogar die Rollen wurden kurzfristig nochmals umbesetzt, damit möglichst nur Geschwisterkinder gemeinsam vor die Kamera traten. Die führte Niklas Vögtle und er hat den Film schließlich auch geschnitten und die Musik eingebaut, die mehrere Gemeindemitglieder zum Projekt beisteuerten, wie Ludwig Nägele, Familie Anton und Marietta Otto.

„Ich habe immer wieder erlebt, wie wichtig das Krippenspiel für Kinder sein kann“, erklärt Nina von Saldern. Für viele sei es einer der Höhepunkte des Jahres, besonders für die Kinder, die mitspielen, aber auch für die anderen, die das Krippenspiel am Heiligen Abend erleben. „Deshalb wollte ich alles dafür tun, dass ein Krippenspiel stattfindet. Es freut mich sehr, dass es nun zustande gekommen ist!“

Der Online-Gottesdienst mit dem Krippenspiel bietet allen, die zu Hause bleiben, die Gelegenheit, dabei zu sein. Zu sehen ist er ab dem 24. Dezember und in der darauffolgenden Zeit auf der Homepage der Gemeinde. Außerdem sind am Heiligen Abend Weihnachtslichtergottesdienste für alle im Freien geplant.

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