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Friedberg

27.07.2018

Ein Geschenk für Friedbergs Partnerstadt

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3 Bilder
Mario Michl arbeitet an der Skulptur für Bressuire. Um am oberen Bereich des Kunstwerkes zu arbeiten, braucht Michl eine Leiter.
Bild: Mareike König

Mit einer Skulptur feiert die Stadt die 25-jährige Freundschaft mit Bressuire. Was die einzelnen Elemente des Kunstwerks bedeuten.

Zwei ineinandergreifende Hände, die Friedberg und seine französische Partnerstadt Bressuire symbolisieren: Das zeigt die rund 2,5 Meter hohe Skulptur, die Mario Michl und Manfred Würth aus Friedberg geschaffen haben. Bereits seit 25 Jahren besteht die Beziehung zwischen den beiden Städten. Die Skulptur ist sozusagen ein Geschenk zur Silberhochzeit. Am 1. September wird eine Friedberger Delegation das Kunstwerk während der offiziellen Feierlichkeiten in Bressuire übergeben.

Vor drei Monaten setzten sich Vertreter des Bressuirekomitees, der Stadtverwaltung und Michl zusammen. Sein Vorschlag: Unten eine Platte aus Granit, graublau mit Messingsternen, die für Europa stehen. Darauf die über zwei Meter hohen Hände aus Jura-Kalkstein. Im Zentrum eine Linse mit Schriftzügen in Französisch und Deutsch, die sich dreht. Der Granit des Sockels kommt aus Bayern. Der Jura-Kalkstein für die Skulptur stammt aus dem Altmühltal. „Wir wollten heimische Steine“, begründet Michl. Stadt und Komitee waren einverstanden und so starteten Michl und Würth das Projekt. Rund 60 Stunden haben die beiden bereits an der Skulptur gearbeitet. Die beiden sind ausgebildete Steinbildhauermeister. „Man muss sehr langsam arbeiten“, sagt Michl. Wenn ein Stück abbreche, müsse man mitunter noch einmal von vorne anfangen.

Manfred Würth hat eine besondere Beziehung zu Bressuire

Die kritischen Arbeiten sind inzwischen abgeschlossen. Noch müssen die Schriftzüge aufgebracht werden. „Wir werden noch 30 Arbeitsstunden brauchen“, sagt Michl. Dann wird die Skulptur umgelegt, verpackt und auf die über 1000 Kilometer lange Reise Richtung französische Atlantikküste geschickt. Wo die Skulptur aufgestellt wird, wissen Michl und Bürgermeister Roland Eichmann noch nicht. Zwar habe er dem französischen Amtskollegen die Maße des Kunstwerkes mitgeteilt. Bei einem Geschenk könne der Empfänger aber natürlich selbst entscheiden, wo er es aufstelle, so Eichmann. Egal wo er einen neuen Platz findet, Michl ist überzeugt, dass der Kalkstein mindestens 100 Jahre lang halten wird. Der Sockel mit den Europa-Sternen ist aus Granit. „Der hält ewig“, sagt Michl.

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Rund 12500 Euro kostet das Material, das Michl und Würth bisher für die Skulptur verbaut haben. Die Stadt übernehme den Betrag, so Eichmann. Ihre Arbeitskraft stellen Michl und Würth kostenlos zur Verfügung. Er freue sich, sich mit so einem Kunstwerk selbst zu verwirklichen, so Michl. Skulpturen seien teuer und würden von Kunden nur selten in Auftrag gegeben.

Manfred Würth verbindet mit Bressuire übrigens eine besondere Beziehung: Vor 15 Jahren gewann er in der Stadt ein Bildhauer-Symposium mit der Skulptur eines Pianisten. Das neue Kunstwerk wird an seinem Standort also in bester Friedberger Gesellschaft sein.

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