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Friedberger Musiksommer

30.08.2018

Ein Herz für Kultur – und für Menschen mit Handicap

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4 Bilder
Für den Swing von Thelonious Monk erweiterte Arrangeur Thomas Zoller die Musiksommer-Jazzband um die Sängerinnen Caroline von Brünken, Vera Zoller und den Percussionsten Christian Felix Benning.
Bild: Andreas Schmidt

Über 500 Zuhörer kommen zum Auftakt des Friedberger Musiksommers. Es gibt gute Nachrichten für die Rothenberghalle.

Ein Zitat von Johann Nestroy stellte Gerd Horseling von den „Bürgern für Friedberg“ dem Musiksommer voran: „Kultur beginnt im Herzen jedes Einzelnen.“ Und viele Herzen schlagen für die Veranstaltungsreihe, die zum 17. Mal über die Bühne geht: Die der vielen Helfer, die der insgesamt über 80 Musiker – und die des Publikums. Über 500 Zuhörer waren zum Auftakt am Mittwochabend gekommen, bei dem die Friedberg All Stars Melodien des außergewöhnlichen Jazzers Thelonious Monk präsentierten.

Ein Herz für Menschen, die es nicht einfach haben, Kultur- (und Sport-)Veranstaltungen beizuwohnen, hat der Landkreis als Eigentümer der Rothenberghalle. Pünktlich eine Woche vor Beginn des Musiksommers wurde der Aufzug fertig. Auch Behindertentoiletten wurden eingebaut. Über den Lift freuten sich nicht nur Menschen mit Behinderung. Einige ältere Gäste nutzten ihn gleich beim Eröffnungskonzert und Veranstaltungstechniker Thomas Knappich bedankte sich sogar bei Landrat Klaus Metzger mit Kniefall für die Investition, die ihm viel Schlepperei erspart.

Freundeskreis des Friedberger Musiksommers hat 260 Mitglieder

Wie Klaus Metzger sind die meisten Gäste nicht das erste Mal beim Musiksommer. Allein 260 Mitglieder hat der Freundeskreis, der die Veranstaltungsreihe unterstützt. Auch für viele andere Kulturinteressierte ist er ein fester Termin. Von Anfang an zählt zum Beispiel Dorothea Baum zu den Gästen; in manchen Jahren hat sie sogar alle Aufführungen besucht. „Es sind fantastische Musiker“, lobt sie die Künstler, die der künstlerische Leiter der Reihe, Karl-Heinz Steffens, zusammentrommelt. An den Jazzkonzerten fasziniert sie vor allem eines: Dass Thomas Zoller sie eigens für diesen einen Abend arrangiert, so dass sie sagenhafte, im Wortsinn „einmalige“ Aufführungen sind. Auch Barbara Fendt kommt so oft wie möglich zum Musiksommer. Hochrangige Künstler direkt vor Ort erleben zu können, ist für sie das Besondere. Sie freut sich sehr auf den Samstag, wenn neben Musikern die Schauspielerinnen Katharina Thalbach und Nadine Schori auftreten.

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Und können Jazzfreunde sich für 2019 auf ein Eröffnungskonzert im Schlosshof freuen? Da ist Horseling noch nicht ganz sicher. Die „Bürger für Friedberg“ wünschen sich nämlich eine Überdachung für den Hof. Und auch die Preise für das Schloss sorgen bei ihnen für alles andere als Begeisterung. 

Einen Überblick über den Musiksommer finden Sie hier.

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