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Verkehr im Wittelsbacher Land

16.02.2016

Ein Kompromiss, der wenig Gegenliebe findet

Bild: Ralf Gosch, Fotolia

Beim Treffen der Straßengegner mit Landrat Metzger bleiben die Fronten unverändert. Im März stehen wichtige Weichenstellungen für die Osttangente bevor

Voraussichtlich am 9. März soll der Referentenentwurf für den neuen Bundesverkehrswegeplan veröffentlicht werden. Das berichtete der Sprecher des Aktionsbündnisses Keine Osttangente (A-KO), Wolfhard von Thienen, bei einem Treffen der Straßengegner mit Landrat Klaus Metzger. Die Einstufung und Priorisierung der Projekte sei bereits abgeschlossen. Danach beginnt eine sechswöchige Frist, in der Bürger ihre Einwände geltend machen können.

Wie bereits mehrfach berichtet, sind für die Osttangente mehrere Projekte angemeldet. Landrat Metzger berichtete, dass ein gemeinsamer Antrag der CSU- und SPD-Fraktion vorliegt. Dieser wird in der Sitzung des Kreistags am 16. März behandelt. In dem Antrag, den Metzger ausdrücklich mitträgt, wird eine Lösung favorisiert, die hauptsächlich zum Ziel hat, Kissing und Friedberg zu entlasten. Ein „autobahnähnlicher Ausbau“ wird ausgeschlossen.

Stephan Kreppold vom Aktionsbündnis wies darauf hin, dass dieser Begriff interpretationsfähig sei und man darunter auch durchaus eine dreispurige Trasse verstehen könne. „Warum wird dann nicht gleich von zweispurig gesprochen, so wie es doch auch viele CSU-Mitglieder wollen?“ fragte A-KO-Sprecher von Thienen. Nach Angaben des Landrats handelt es sich um einen Kompromiss mit dem Ziel, einen möglichst breiten Konsens in dieser für den Landkreis wichtigen Frage zu erzielen.

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Die Vertreter von A-KO machten deutlich, dass sie diesen Kompromiss ablehnen, weil der Verkehr dann zwischen B17 und A8 deutlich zunehmen würde, mit der Folge, dass zu einem späteren Zeitpunkt ein vierspuriger Ausbau wahrscheinlich ist. Auch seien die Auswirkungen auf Natur und Umwelt nach wie vor erheblich und die erhoffte Entlastung keineswegs sicher. Für die Anlieger der B2 und B300 in Kissing und Friedberg müsse man andere Lösungen finden wie z. B. Tempo 30.

Auf Grund der Situation auf der B300 hält Landrat Metzger es für erforderlich, die AIC25 partiell auszubauen, nur so könne die B300 auf Tempo 30 herabgestuft werden. Joseph Metzger von der Arbeitsgemeinschaft Lechleite betonte, dass ein weiterer Ausbau noch mehr Verkehr anziehen würde und nicht zu der erhofften Entlastung für Friedberg führen würde. Dies sei in der Vergangenheit, nach dem Bau der AIC25 genauso eingetreten obwohl man sich seinerzeit eine Entlastung der B300-Anlieger erhofft hatte. Man war sich einig darin, dass aktuell keine verlässlichen Prognosen darüber vorliegen, wie sich eine Herabstufung der B300 auf die AIC25 auswirken würde und daher alle Aussagen spekulativ sind.

Landrat Metzger betonte, dass ihm das Engagement der Bürger und damit auch das Engagement des Aktionsbündnisses sehr wichtig seien, auch wenn es unterschiedliche Positionen gebe. Er bot an, auch in späteren Phasen jederzeit offen für Gespräche zu sein.

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