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Fußball-Nachlese

05.11.2018

Ein Spieltag voller Emotionen

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3 Bilder
Groß war die Erleichterung bei den Akteuren des TSV Friedberg nach dem Treffer zum 4:3 gegen Feldheim. Am Ende hieß es 5:3 für den Kreisliga-Spitzenreiter.
Bild: Peter Kleist

Zum Start in den November gibt es viele Tore, viele Platzverweise und auch einiges an Hektik und weniger schönen Szenen zu sehen.

Der Fußball lebt von der Stimmung, den Emotionen auf und neben dem Platz – doch manchmal kann es auch zu viel des Guten sein. So beispielsweise beim Kellerduell in der Landesliga Südwest zwischen dem TSV Gilching und dem SV Mering. Dabei waren es bei dem 2:2 weniger die beiden Platzverweise gegen Merings Stefan Wiedemann (Gelb-Rot) und Gilchings Quirin Wiedemann (Rot) als vielmehr Szenen, die sich nach dem Schlusspfiff des Unparteiischen Tobias Thanner abspielten. Merings Trainer Christian Cappek widersprach der Darstellung, er habe einen Gilchinger Ordner gestoßen, vehement. „Da muss ich mich eindeutig davon distanzieren, das ging nicht von mir aus, sondern vom Ordner – und ich habe auch keinen Platzverweis erhalten“, erklärte Cappek. Der MSV-Coach wollte zum Unparteiischen, um diesen zu einer Entschuldigung bei MSV-Spieler Andreas Rucht zu bewegen. „Der hat unseren Spieler laut vernehmlich beleidigt, das haben auch die Gilchinger bestätigt. Wenn ich so was sagen würde, dann würde ich ein halbes Jahr gesperrt“, ereiferte sich Cappek. MSV-Präsident Georg Resch habe auch schon angekündigt, beim Verband Meldung zu machen. „Ich habe eine Nacht darüber geschlafen und werde mich noch mit dem Verbandsanwalt abstimmen und dann eine Stellungnahme abgeben“, so Resch. Sportlich musst der spielerisch überlegene MSV in einem, von Gilchinger Seite sehr hart geführten Spiel, letztlich mit einem Punkt zufrieden sein. „Wie wir in Unterzahl den Rückstand wettgemacht haben, das war schon überragend“, lobte Cappek sein Team.

Viel an Emotionen steckte auch in den beiden Spielen der Friedberger Teams in der Kreisliga Ost – allerdings hätten die Trainer auf die nervenauftreibenden 90 Minuten gerne verzichten können. „Ich habe mich schon ziemlich geärgert, aber mittlerweile ist der Zorn auch schon wieder verraucht – immerhin hat der Gegner ja elf Spiele lang nicht verloren“, meinte Ali Dabestani, der Trainer des TSV Friedberg, am Tag nach dem 5:3-Sieg gegen den SV Feldheim. „Wir kriegen einfach in letzter Zeit zu viele vermeidbare Gegentore, aber wenigstens klappt’s in der Offensive“, sagte der Trainer. Für die Zuschauer sei es sicher ein unterhaltsames Spielchen gewesen, acht Tore gibt es schließlich nicht jeden Sonntag zu bewundern. „Bei uns waren einige nicht ganz auf der Höhe“, so Dabestani, der mit Rachad Bamario einen Spieler hervorhob: „Der hat sehr gut gespielt.“

Beim BC Rinnenthal wurden auch die Nerven aller strapaziert, lag man doch gegen den abstiegsbedrohten TSV Rehling mit 0:2 hinten, ehe man dank einer starken zweiten Halbzeit in Überzahl die Partie doch noch drehte und mit 3:2 gewann. In der ersten Halbzeit war das BCR-Team völlig von der Rolle, erst die Halbzeitansprache der Trainer Franz Losert und Markus Rolle schienen das Team aufgeweckt zu haben. Matthias Reisinger war es schließlich, der per Freistoß das 3:2 erzielte und dem BCR drei Punkte bescherte.

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Viel los auf der Emotionsschiene war auch in der Kreisklasse Augsburg-Mitte beim Spiel zwischen dem TSV Merching und Öz Akdeniz. Beim 2:1-Sieg der Merchinger mussten gleich drei Augsburger – Gökhan Basalan, Sem Michel (beide Gelb-Rot) und Arif Cakmak (Rot) – vorzeitig zum Duschen. Nicht minder bunt ging es im Schlagerspiel der A-Klasse Ost zwischen Alba Augsburg und den Sport-Freunden Bachern zu. Auch hier gab es drei Platzverweise – allesamt schon vor der Pause: Augsburgs Bajram Vlahiu sah wegen einer Tätlichkeit ebenso glatt Rot, wie Bacherns Andreas Huber nach einer Notbremse. Und Sport-Freunde-Spielertrainer Michael Guggumos musste mit Gelb-Rot runter – aber Bachern festigte auch in Unterzahl mit einem 3:2-Sieg seine Tabellenführung.

Dass ein Platzverweis auch Kräfte frei setzen kann, zeigte sich in der Kreisklasse Aichach beim Spiel zwischen dem SV Wulfertshausen. Schon früh – genauer in der 22. Minute – musste Wulfertshausens Adrian Sattler nach wiederholtem Foulspiel mit Gelb-Rot vom Platz. Zu diesem Zeitpunkt führte der SVW knapp mit 1:0. Wer nun glaubte, die Wulfertshauser würden einbrechen, sah sich getäuscht. Und vor allem, nachdem auch Affings Hannes Meier in der 71. Minute die Ampelkarte gesehen hatte, machten die Platzherren ernst und schraubten das Resultat noch von 2:1 auf 5:1 in die Höhe.

Auch in Spielen, die ohne Platzverweis über die Bühne gingen, gab es einiges, was die Gemüter erregte. So beim Spiel des FC Stätzling in der Bezirksliga Süd gegen den VfL Kaufering. Hier musste der personell eh schon gebeutelte FCS die nächste Hiobsbotschaft verkraften: Daniel Löffler verletzte sich und dürfte einige Zeit ausfallen. „Der ist nach einem Laufduell in die Bande gerauscht und hat sich tiefe Fleischwunden am Knie zugezogen, die im Krankenhaus genäht werden mussten“, erklärte Stätzlings Trainer Alex Bartl. Immerhin konnten sich die Hausherren über einen wichtigen 1:0-Sieg freuen. Einziges Manko: die Chancenverwertung.

Etlichen guten Möglichkeiten trauerte auch David Bulik, der Trainer des Kissinger SC, nach dem 1:1 in Thalhofen nach. „Wir haben gut gespielt, gekämpft uns aber nicht für den Aufwand, den wir betreiben, belohnt“, sagte der Kissinger Coach. Auch Bulik muss einen weiteren Ausfall verkraften: Bastian Lang hat wegen einer Gürtelrose Sportverbot vom Arzt – für wie lange, das steht noch nicht fest.

Was war sonst noch los an diesem wirklich aufregenden Spieltag? In der Kreisklasse Aichach eilt der TSV Dasing weiter von Sieg zu Sieg. Diesmal musste der BC Aresing dran glauben, der beim Tabellenführer mit 1:4 die Segel streichen musste. Mit 40 Punkten und bemerkenswerten 46:8 Toren sind die Dasinger unangefochten an der Spitze. Der SV Ried hingegen kommt nicht von der Stelle, das 0:0 gegen Kühbach war zu wenig.

In der Augsburger Gruppe ist der SV Ottmaring die Elf der Stunde. Nach dem katastrophalen Saisonstart hat sich die Truppe von Benjamin Lechner gefangen und auf Platz zehn vorgearbeitet. Das 2:0 gegen Schwaben II war der dritte Sieg nacheinander. Auf den Abstiegsplätzen rangieren der diesmal spielfreie FC Stätzling II und der Kissinger SC II, der gegen Trenk zu einem 2:2 kam.

2:2 – das war auch das Resultat, das die Sportfreunde Friedberg in der A-Klasse Ost im Derby beim SV Mering II erreichten. Damit haben die Friedberger nun schon sieben Punkte Rückstand auf den zweiten Platz und deren zwölf auf Spitzenreiter Bachern. Siege feierten der TSV II (4:2 gegen TSG), Rinnenthal II (5:2 gegen Eurasburg) und Ottmaring II (3:2 gegen Lechhausen II). Und in der A-Klasse Aichach gab es eine Premiere: den ersten Punktverlust des Spitzenreiters FC Tandern in dieser Saison überhaupt. Der FC Laimering/Rieden war es, der dem Tabellenführer beim 2:2 einen Punkt abnahm – und es wäre mehr drin gewesen, denn der FCL hatte schon mit 2:0 geführt.

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