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Handball Bayernliga

05.02.2017

Ein Torwart als Kreisläufer

Nicht auf seinem angestammten Posten zwischen den Pfosten musste Friedbergs Torhüter Benjamin von Petersdorff diesmal ran – aufgrund der Personalnot beim TSV agierte er beim Spiel in Erlangen als Kreisläufer.
Bild: Kolbert

Die Personalnot zwingt Friedbergs Trainer Vilchez-Moreno zu außergewöhnlichen Maßnahmen. Der Spitzenreiter „filetiert“ das Rumpfteam des TSV

Eine stark ersatzgeschwächte Friedberger Mannschaft hat beim HC Erlangen II eine hohe Niederlage kassiert. Beim 12:30 (6:16) war die Personalnot bei den Friedberger Handballern so groß, dass sogar Torwart Benjamin von Petersdorff im Feld aushelfen musste.

Dem TSV Friedberg standen beim Tabellenführer in Erlangen wegen des großen Verletzungspechs insgesamt nur zehn Spieler zur Verfügung. Michael Baur von der Zweiten half für die Partie beim Spitzenreiter aus, dem Kreisläufer gelang auch gleich ein Treffer. Er wechselte sich auf seiner Position mit Benjamin von Petersdorff ab. Der gelernte Torhüter musste aufgrund der extrem angespannten Personalsituation der Friedberger sogar als Feldspieler auflaufen musste.

Fabian Abstreiter hat seine Verletzung aus dem Spiel gegen Günzburg noch nicht vollständig überwunden und konnte wegen großer Schmerzen im lädierten Sprunggelenk nur sehr kurz eingesetzt werden. Auch Thomas Wagenpfeil und Lukas Aigner waren angeschlagen, Peter Haggenmüller und Paul Thiel waren wegen Kniebeschwerden, Alexander Grobe wegen einer Schulterverletzung gar nicht erst nach Franken mitgereist. Zudem fehlten die Langzeitverletzten Michael Schnitzlein und Felix Augner.

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Dem TSV ging also viel Feuerkraft aus dem Rückraum ab, das machte sich an der geringen Torquote bemerkbar. Erlangen, das bis auf eines alle Spiele gewonnen hatte und wohl Meister werden wird, hatte defensiv alles im Griff. Friedberg tat sich enorm schwer gegen die stabile 6:0-Abwehr der Gastgeber und erzielte sein zweites Tor erst nach 18 Minuten. Defensiv versuchte der TSV seinen Gegner mit einer kurzen Deckung auf der Rückraum Mitte zu überraschen. Doch trotz des bedingungslosen Einsatzes der gesamten Mannschaft dominierte Erlangen das Spiel stets nach Belieben. Über die Zwischenstände von 2:7 und 5:10 ging es mit einem 6:16 Rückstand für Friedberg in die Pause – dabei erzielten die Gäste geschlagene acht Minuten kein Tor.

Da die Herzogstädter kaum wechseln konnten, ließen nach der Pause zusehends die Kräfte nach. Darum baute der HC in der Folge seine Führung immer weiter aus. Im zweiten Durchgang blieben die Gäste eine Viertelstunde ohne eigenen Treffer, was den Friedberger Rückstand von 8:17 auf 8:26 anwachsen ließ. Erst neun Minuten vor Schluss beendete Andreas Dittiger die Torflaute mit dem 9:26.

In dieser Aufstellung und mit diesen Personalsorgen war Friedberg der stärksten Mannschaft der Bayernliga nicht gewachsen und so lässt sich auch diese deftige 12:30-Klatsche erklären. Der Tabellenführer hatte mit dieser Friedberger Mannschaft keine Mühe.

Friedberg Docampo; Baur (1); Wagenpfeil (2); Dittiger (2); v. Petersdorff; Schwarz (2/1); Aigner (1); Abstreiter; Scholz (3); A. Schneider (1).

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