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Städtepartnerschaft in Mering

22.09.2016

Ein doppeltes „Bonjour“ in Mering

Deutesche und französiche Fähnchen wie hier im letzten Jahr in Amberieu werden auch beim diesjährigen Zusammentreffen der Partnerorte flattern.
Bild: Heike John

Die Meringer empfangen eine unerwartet große Gruppe aus Ambérieu. Warum es für die Gäste zwei getrennte Programme gibt.

Die Ankunft eines vollen Busses wird am heutigen Freitag Abend aus Ambérieu erwartet. Wenn die Meringer Gastgeber vor der Mehrzweckhalle ihre französischen Freunde in Empfang nehmen, dann werden so viele wie in den letzten Jahren nicht mehr mit von der Partie sein. Im 43. Jahr der Beziehungen zwischen Mering und Ambérieu-en-Bugey scheint die Städtepartnerschaft wieder richtig aufzublühen.

Knapp 60 Gäste meldete Partnerschaftspräsident Yves Pinon für den Besuch in Mering an. Gabriele Bohne im Vorzimmer von Bürgermeister Hans-Dieter Kandler hatte gut zu tun, um für alle einen Gastgeber zu finden. Zusammen mit der stellvertretenden Partnerschaftspräsidentin Gabi Litschmann-Huber kümmerte sie sich um die Unterbringung und die Programmgestaltung für die Gäste. Besonders überraschend kam die Ankündigung von französischer Seite, dass auch 16 junge Franzosen im Alter zwischen elf und 14 Jahren mit von der Partie seien.

„Genau das richtige Alter für unsere Schüler der siebten und achten Klasse, die Französisch als erste Fremdsprache lernen“, freute sich Bianca Jarlan vom Meringer Gymnasium (GyM). Noch vor den Ferien arrangierte sie die Aufteilung der französischen Jugendlichen in deutsche Familien. „Das Interesse war groß, wir hätten tatsächlich noch mehr unterbringen können“, freut sich die Französischlehrerin. Schneller als geplant ging so der im letzten Jahr beim Besuch der Meringer in Ambérieu geäußerte Wunsch nach einer Schulpartnerschaft in Erfüllung.

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Bürgermeister aus Amberieu erstmals in Mering

Zwei verschiedenen Gruppen, das gibt ein doppeltes „Bonjour“, sind sich die Gastgeber in Mering einig. Ein zweites Programm musste ausgearbeitet werden, denn natürlich haben die jungen Franzosen vom „Conseil municipal des jeunes Ambérieu“, einer Art Jugendparlament, andere Interessen als die Erwachsenen. Für letztere geht es dieses Mal beim traditionellen Samstagausflug an den Chiemsee mit Führung in Schloss Herrenchiemsee und der Fraueninsel. Erstmals ist auch Ambérieus Bürgermeister Daniel Fabre mit dabei und wird im Haus von Hans-Dieter Kandler wohnen. Im vergangenen Jahr hatte er mit dem Empfang des Zweiten Bürgermeisters Florian Mayer den ersten Kontakt zur Partnerstadt.

Noch drei weitere Bürgermeisterstellvertreter und Stadträte haben ihren Besuch in Mering angekündigt. Dazu kommen viele langjährige Freunde, die seit Jahrzehnten an den wechselseitigen Besuchen teilnehmen, aber auch neue Gäste. Es ist nicht ausgeschlossen, dass der ein oder andere auch den Wunsch äußert, am frei zur Verfügung stehenden Sonntag zum Münchner Oktoberfest zu fahren. Wie begeistert viele Franzosen der Bierzeltgaudi gegenüberstehen, erlebten die Meringer erst wieder bei ihrem letztjährigen Besuch in Ambérieu anlässlich des Bierfests.

Ein gänzlich anderes Programm hat Bianca Jarlan mit den jungen Franzosen und ihren deutschen Gastgebern vor. Nachdem die französische Begleiterin Sophie Guénin Sportlehrerin ist, wurde der Wunsch nach möglichst viel gemeinsamer sportlicher Betätigung geäußert. Je nach Wetter ist eine Exkursion zum Mandichsosee geplant oder alternativ ein Völkerballturnier. Ein Besuch im Augsburger Zoo und in der Stadt selbst ist aber auf jeden Fall auch vorgesehen. Während die Erwachsenen vor der Heimreise am Montag ihre Begegnung traditionell gemeinsam im Schlosserwirt ausklingen lassen, sind die Schüler beider Nationen und ihre Gasteltern zum Pizzaessen bei Daniele eingeladen.

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