Newsticker

Bayerns Ministerpräsident Söder will Corona-Regeln in Kommunen an Grenzwerte koppeln
  1. Startseite
  2. Lokales (Friedberg)
  3. Ein idealer Tag zum Feiern und Fröhlichsein

19.07.2010

Ein idealer Tag zum Feiern und Fröhlichsein

Ein idealer Tag zum Feiern und Fröhlichsein
3 Bilder
Ein idealer Tag zum Feiern und Fröhlichsein

Mering So schnell war der Schweinebraten noch nie aus. Die Mittagszeit war noch nicht vorbei, da musste Matthias Kennerknecht vom Pfarrgemeinderat schon mit dem Schwamm die einzelnen Posten auf der Preistafel auswischen. Der Ansturm beim Pfarrfest rund um den Kirchturm von St. Michael war enorm. Viele wollten feiern, viele wollten Abschied nehmen und alle hatten guten Hunger und Durst mitgebracht.

Wer in der Warteschlange stand, nutzte die Gelegenheit zum Plausch, denn schließlich war die gesamte Pfarrgemeinde anzutreffen. Selbst das Wetter spielte bestens mit. Kein Regen mehr wie am Vortag, aber auch nicht zu heiß wie die letzte Woche, einfach ideal zum Feiern und Fröhlichsein. Dies machten die Kinder vor, die eifrig das Spiel- und Bastelangebot der beiden kirchlichen Kindergärten und der Ministranten nutzten. Die Minis hatten sogar extra noch eine Cricketbahn aus Holz gebaut. Vergnügen konnten sich die jüngsten Pfarrfestbesucher auch beim Bienenkorb, der sich mit seinem 20. Geburtstag in die Feierlichkeiten einreihte. Bunte Rasseln basteln oder bunte Vitamindrinks zu sich nehmen konnte man auf dem Hof neben der Kindereinrichtung, die seit zwei Jahrzehnten das Betreuungsangebot in Mering wesentlich bereichert.

Und noch ein weiterer Ort hatte erstmals Tag der offenen Tür. Pünktlich zum Fest erstrahlt die Sakristei nach längerer Umbauzeit in neuem Glanz. Ein neuer Boden, eine neue Decke, aber vor allem geräumigere Schränke ermöglichen dem Mesner und den Ministranten ein leichteres Arbeiten.

Gebürtiger Ukrainer als neuer Mesner

Lesen Sie jetzt: Die heutige Ausgabe Ihrer Tageszeitung als E-Paper.
Lesen Sie jetzt: Die heutige Ausgabe Ihrer Tageszeitung als E-Paper.

Den Vorteil hat Leonhard Abolds Nachfolger Jaroslav Holovcuk, der im August seine neue Stelle antritt. Der in St. Afra wohnhafte gebürtige Ukrainer gehört einer griechisch-katholischen Minderheit an und war zuletzt Logistiker in einem Speditionsunternehmen. Die Mesnertätigkeit ist dem Vater eines drei- und eines fünfjährigen Sohnes jedoch nicht fremd. "Meine beiden Großväter waren Mesner, ich selbst war Ministrant und mein Onkel ist Pfarrer", erklärte er den vielen Besuchern, die nicht nur die Räumlichkeiten, sondern auch den neuen Mesner sehen wollten. Jeder, der dann nachmittags dem reichlichen Kuchenangebot der Landfrauen und des Frauenbunds mit Appetit zusprach oder am Glücksrad der SPD drehte, trug sein Scherflein für die neue Sakristei bei. Denn der gesamte Erlös des Pfarrfestes wird für die Renovierung hergenommen. Dazu zählte auch die Tombola, für die auf Bitten der Pfarrgemeinderatsvorsitzenden Anneliese Herter viele Meringer Geschäftsleute gespendet hatten. Jeder trug mit dazu bei, damit das Fest rundum ein Erfolg wurde. "Hier in Mering gibt es viele zupackende Hände", hatte Pfarrer Schaufler schon in seiner FestPredigt gelobt und den Teamgedanken aus der Fußball-WM auf die Pfarrei übertragen. Einige hatten sich vorgenommen, sich bei ihrem letzten Pfarrfest komplett zurückzuhalten und einfach nur zu genießen. Doch dann sah man Gemeindereferentin Jutta Koller doch wieder beim Tischeschleppen. Muskeltraining machte auch der Alpenvereinsnachwuchs, der traditionell die Kirchturmbesteigung betreute. Mitten in der Menge saßen die fünf Abschiednehmenden, deren Angehörige auch die gut funktionierende Gemeinschaft in der Pfarrei lobten.

Ein gutes Gruppengefühl zeigten auch die St.-Michaels-Radler und nutzten die Kulisse des Pfarrfests, um ihrem Radlerfreund Pfarrer Johannes Schaufler vor großem Publikum ein Abschiedsgeschenk zu überreichen. Die große Bildercollage mit Fotos aller acht Radtouren wurde von einem Fahrradschlauch als Schleife zusammengehalten. "Das ist so ein mehrfach zamg'flickter. wie der Johannes immer hatte", erklärte Werner Zegowitz.

Themen folgen

Die Diskussion ist geschlossen.

Das könnte Sie auch interessieren