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Projekt

24.01.2019

Ein neuer Ort der Begegnung in Friedberg

Stadtpfarrer Pater Steffen Brühl, Grafiker Ludger Elfgen, Pfarrgemeinderatsvorsitzende Gabriele Muhr, Bürgermeister Roland Eichmann und Sevket Dalyanoglu, leitender Ingenieur des Projekts (von links), präsentieren Namen, Logo und Konzept von Divano.
Bild: Dagmar Weindl

Die Gemeinde St. Jakob möchte ihr Pfarrzentrum umbauen. Die neue Einrichtung soll Divano heißen. Was hinter dem Namen steckt

Die Pfarrei St. Jakob möchte in der Stadtmitte einen Ort der Begegnung schaffen. Menschen über alle Generationen, kulturelle, religiöse und soziale Unterschiede hinweg sollen sich hier treffen können. Der Ort soll „Divano – Kaffee, Kunst & Spirit“ heißen. Nun hat die Pfarrei das Konzept der Öffentlichkeit vorgestellt.

Den passenden Rahmen dafür bot das Pallottifest in Friedberg mit dem Dankabend für Ehrenamtliche, Freunde und Förderer der Pfarrei. Im Anschluss an den Festgottesdienst, der vom Schweizer Pallottinerpater Andy Givel gestaltet wurde, brachte Pfarrgemeinderatsvorsitzende Gabriele Muhr den Gästen die Idee von Divano näher. Man wolle einen Ort schaffen, an dem sich Menschen über alle Generationen hinweg „barrierefrei begegnen können“. Barrierefreiheit bedeute in diesem Zusammenhang, jedem – im Hinblick auf räumliche, kulturelle, religiöse und finanzielle Voraussetzungen – den Besuch zu ermöglichen.

Stadtpfarrer Steffen Brühl und Muhr stellten gemeinsam mit dem leitenden Ingenieur des Projekts, Sevket Dalyanoglu, und Grafiker Ludger Elfgen den Namen und das Logo des neuen Treffpunkts vor: Divano. Angelehnt an das zentrale Gestaltungselement des Raumes, ein Diwan, soll der Name vieles vermitteln, wofür der Begegnungsort steht: Gemütlichkeit, wie im italienischen Wort divano für Sofa. Oder auch göttlich, wie – ebenfalls italienisch – in divino. Auch der interkulturelle Anspruch wird mit dem Namen vermittelt, denn im Nahen Osten ist der Diwan ein ebenso beliebtes Möbelstück wie in Bayern.

„Das Konzept von Divano ruht auf den drei Säulen Kultur, Soziales und Spiritualität“, erläuterte Pater Brühl. In den Räumen sollen Veranstaltungen stattfinden, zum Beispiel Lesungen, Ausstellungen oder Konzerte. Im sozialen Bereich wolle man im Divano konkrete Hilfe geben und vermitteln, so der Stadtpfarrer. Schließlich solle das neue Begegnungszentrum auch ein Ort sein, an dem Menschen spirituell auftanken können und wo sich die Gemeinde zu Bibel- oder Gebetskreisen treffe.

Die Idee zu Divano entstand schon 2015, als die Verantwortlichen sich Gedanken darüber machten, wie die Pfarrei gestaltet werden kann, um den veränderten kirchlichen und gesellschaftlichen Anforderungen gerecht zu werden. Offene und einladende Räume für alle Menschen zu schaffen, war und ist das Ziel, das sich die Pfarrei gesetzt hat. „Wir denken hier beispielsweise an Familien, Büchereinutzer, Menschen mit Unterstützungsbedarf oder Pilger“, erklärte Muhr. Ganz bewusst wende sich das neue Angebot aber auch an Passanten, ob Gemeindemitglied oder nicht. Diese wolle man auf ein Getränk, ein Gespräch oder einfach nur zum „Dasein“ einladen, so die Pfarrgemeinderatsvorsitzende.

Doch wie kann der laufende Betrieb finanziert werden? Möglicherweise könnte die Stadt Friedberg eventuell entstehende Defizite ausgleichen. Bürgermeister Roland Eichmann erklärte, dass die Stadt sich gerade in entsprechenden Verhandlung befinde. Das ehrenamtliche Engagement ist in der Stadtpfarrei sehr hoch. Deshalb hofft Pater Brühl, dass sich auch im Divano etwa 30 bis 40 Freiwillige einbringen, um den Betrieb gemeinsam mit den Hauptamtlichen zu gewährleisten. Sie sind ebenso willkommen wie Spender, die zur Finanzierung von Divano beitragen.

Die Projektwand, die über den Stand des Begegnungszentrums informiert, soll in der Kirche platziert werden. Während der Veranstaltung war sie durchgehend gut frequentiert. Auch die Landtagsabgeordneten Peter Tomaschko (CSU) und Christina Haubrich (Grüne) sowie der stellvertretende Landrat Manfred Losinger waren vor Ort, um sich zu informieren. (FA)

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