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Handball

10.12.2017

Ein schönes Weihnachtsgeschenk

Peter Haggenmüller (schwarzes Trikot) war in den beiden Pokalspielen in Simbach der beste Friedberger Torschütze. Er steuerte gegen Simbach und Anzing insgesamt 15 Treffer zum Friedberger Pokaltriumph bei.
Bild: Hochgemuth

Der TSV Friedberg holt sich mit zwei souveränen Siegen in Simbach den bayerischen Pokal. Dabei fehlen den Herzogstädtern in dieser Endrunde zwei wichtige Stammspieler.

Der TSV Friedberg ist der Gewinner des bayerischen Pokals in der Saison 2017/18. Die Handballer setzten sich im „Final-Four“ in Simbach erst gegen die Gastgeber und dann im Finale gegen Anzing durch. Damit gehört ihnen zum ersten Mal seit 2013 wieder der Molten-Cup – und die Akteure machten sich damit auch vorzeitig ein schönes Weihnachtsgeschenk.

Diese beeindruckende Leistung gelang dem TSV Friedberg dazu ohne zwei wichtige Akteure. Sowohl Torhüter Benjamin von Petersdorff als auch Fabian Abstreiter reisten am Samstag nicht mit nach Simbach. Abstreiter hatte sich am Donnerstag im Training verletzt. Die erste Diagnose weist auf einen Bluterguss im Knie hin, Genaueres mehr weiß man Anfang nächster Woche. Torhüter von Petersdorff fehlte aus privaten Gründen, so standen Matthias Kraus und Gerald Schwarz bei der Endrunde des Pokals zwischen den Pfosten.

Im ersten Spiel, also im Halbfinale, wartete der gastgebende TSV Simbach auf den TSV 1862. Der Landesligist spielt zwar in seiner Liga um den Aufstieg mit, hatte aber keine Chance gegen die Friedberger, die sich souverän mit 35:23 (16:11) durchsetzen und ins Finale einzogen. Die Defensive gewann dem Bayernligisten dieses Spiel. Nach dem 4:4 kassierte Friedberg in den nächsten 16 Minuten nur drei Treffer und stellte den Abstand so nach 20 Minuten bereits auf 11:7. Dank der ausgezeichneten Abwehr fiel auch der Gegentreffer zum 16:11 in der letzten Sekunde der ersten Hälfte nicht allzu sehr ins Gewicht.

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Nach Wiederbeginn machte Friedberg schnell alles klar. Mit einem Zwischenspurt baute der TSV seine Führung von 16:12 auf 21:12 aus. Simbach hatte danach nur noch wenig zu bestellen. In der jetzt sehr einseitigen Begegnung verteidigte Friedberg weiterhin sehr stark und zog immer weiter davon. Mit dem 35:23 stand schließlich der Finaleinzug fest. Dort wartete der Liga-Konkurrent aus Anzing, der sich im ersten Halbfinale gegen den MTV Ingolstadt mit 35:32 durchgesetzt hatte.

Jetzt bot sich den Herzogstädtern die Chance auf die Revanche für die Niederlage in der Liga Ende November. Und diese nutzten sie und wieder war die starke Abwehr der Garant für den Erfolg. Nach dem 3:3 war Friedberg stets vorne. Deutlicher wurde es nach dem 8:7. Sechs Minuten ohne Gegentor brachten einen 11:7-Zwischenstand. Angeführt von Peter Haggenmüller, der zehnmal traf, und Thomas Wagenpfeil, im Finale siebenmal erfolgreich, stellte der TSV zur Pause auf 15:10. Aber die gesamte Mannschaft zeigte eine hervorragende Vorstellung. Und wieder bauten die Herzogstädter ihre Führung früh im zweiten Durchgang vorentscheidend aus. Diesmal machten sie aus einem 17:12 binnen weniger Minuten ein 22:12.

Anzing kam nur noch beim 25:18 etwas näher heran, aber diesen Sieg ließ sich Friedberg nicht mehr nehmen. Nach 60 Minuten stand ein 32:23 auf der Anzeigentafel. Der TSV Friedberg hatte es geschafft: Unter dem großen Jubel der Mannschaft und der mitgereisten Fans nahmen sie den bayerischen Pokal als Sieger in Empfang.

TSV Friedberg (Tore aus beiden Spielen addiert in Klammern) Matthias Kraus; Gerald Schwarz; Daniel Okyere (5), Peter Haggenmüller (15/8), Thomas Wagenpfeil (10), Thiel (4), Schnitzlein (6), Augner (7), Loris (5/1), Wiesner (1), T. Müller (3), Maximilian Schneider (6), Andreas Dittiger (4), Tobias Müller (1).

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