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Premiere

31.12.2016

Ein zweifaches Happy-End

Für Heiterkeit im Bacherner Sportheim sorgten (von links) Anton Oswald, Juliana Kloepfer, Kathrin Wittkopf unf Marianne Losinger. Foto: Peter Stöbich

Theatergruppe der Sport-Freunde Bachern ist auf der Suche nach dem „perfekten Paar“

Für einen heiteren Jahreswechsel sorgt die Theatergruppe der Sport-Freunde Bachern mit dem Stück „Das perfekte Paar“. Es ist im Schützenheim noch dreimal zu sehen: am Donnerstag, 5. Januar, um 19 Uhr, sowie am 6. und 7. Januar jeweils um 18 Uhr.

Im Mittelpunkt steht ein Pärchen, das sich eigentlich trennen will, aus Geldnot aber am Wettbewerb einer Klatschzeitschrift teilnimmt: Um das perfekte Paar zu finden, kommt ein Reporter ins Haus, dem die beiden zwei Akte lang eine Komödie vorspielen. Doch dann verliert sich der Handlungsfaden, der einen dramaturgischen Höhepunkt erwarten lässt, auf einmal im Nichts und der Wettbewerb spielt plötzlich keine Rolle mehr.

Ein weiteres Manko bei der Premiere war das unterschiedliche Sprechniveau der sieben Darsteller: Auf der Bühne war Hochdeutsch und Bayerisch zu hören, eine Mischung aus beidem sowie Pseudo-Deutsch mit italienischem Akzent. Das wäre unproblematisch bei einem der üblichen Bauernschwänke.

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Das Ensemble in Bachern hat sich diesmal aber für eine Boulevard-Komödie entschieden, die man sich zum Beispiel gut in Berlin mit dem unvergessenen Harald Juhnke vorstellen kann. Da braucht es rasantes Tempo und exaktes Timing, was an Laienschauspieler über zweieinhalb Stunden hohe Anforderungen stellt. Denen wurde am besten Juliana Kloepfer gerecht, die in einer Paraderolle als spitzzüngige Jungunternehmerin brilliert.

In weiteren Rollen sind Anton Oswald, Marianne Losinger, Kathrin Wittkopf, Heinrich Wittmann, Monika Gastl und Anton Hörmann zu sehen. Dass sie bei der Premiere eine ordentliche Ensemble-Leistung boten, konnte etliche Längen des Stücks unter der Regie von Gerdi Gold und Stefan Kienle nicht kaschieren.

Das zweifache Happy-End, das zu einer solchen Komödie gehört, lässt der Autor Jürgen Baumgarten im dritten Akt wenig überraschend kommen, sodass das Publikum den ganzen Abend lang umsonst auf einen wirklichen Höhepunkt wartet. So gab es in Bachern statt Szenen- auch nur verdienten Schlussapplaus für ein unterhaltsames Stück, das ohne pralle Pointen auskommt.

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