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München überschreitet Corona-Grenzwert
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02.07.2010

Eine Alternative weniger

Affing-Mühlhausen Der ehemalige Militärflugplatz Fürstenfeldbruck darf nicht als ziviler Flugplatz für Sportflugzeuge genutzt werden. Diese Entscheidung hat die Regierung von Oberbayern gestern bekannt gegeben. Das Aus für die Landebahn (Spitzname "Fursty") als Sportflugzentrum hat laut Luftamt Südbayern und Augsburger Flughafengesellschaft (AFG) kaum Auswirkungen auf den Flugbetrieb bei Mühlhausen, mit derzeit über 53 000 Flugbewegungen im Jahr.

Die Brucker Sportflieger würden eher nach Landshut oder auf kleinere Landeplätze wie Jesenwang (Kreis Fürstenfeldbruck) wechseln und nicht nach Augsburg kommen, sagt AFG-Geschäftsführer Peter Bayer: "Die Gebühren hier sind den Kleinfliegern zu teuer." Eine Genehmigung für Fürstenfeldbruck hätte eher einige Piloten aus der Region zu einem Wechsel dorthin bewegt, glaubt man im Luftamt. Dort sei aber kein Instrumentenanflug möglich, sagt Bayer. Die in Augsburg ansässigen Flugschulen könnten dort also gar nicht ausbilden. Bayer: "Fürstenfeldbruck hat kaum Auswirkungen auf uns."

Interessant für die Region Augsburg ist die Begründung des Luftamts, warum aus ihrer Sicht ein weiterer Flugplatz im Münchner Umland gar nicht nötig ist. Flieger mit einem Gewicht bis 5,7 Tonnen könnten in Augsburg, Landshut und Manching landen - allesamt Städte, die via Bahn und Straße gut mit München verbunden seien.

Obwohl die Zahl der Flugbewegungen in Mühlhausen zuletzt deutlich zurückgegangen ist, gibt es weiter Beschwerden über den Fluglärm. Insbesondere stehen dabei die Sportflugzeuge in der Kritik. Die Kleinflieger machen laut AFG etwa 75 bis 80 Prozent des Flugbetriebs aus. Als Verbesserung wird aber auch von Manfred Hengster, Sprecher der BI der Fluglärmgegner, die Begrenzung der Platzrunden an Wochenenden (samstags ab 17 Uhr, sonntags ab 13 Uhr) gewertet. (cli)

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