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Lesung

12.11.2014

Eine Zeitreise zum 750. Jubiläum

Illustrator Roland Prillwitz (links) und seine Frau Antje Prillwitz (Mitte) hatten die Idee zum Buch. Gudrun Opladen unterstützt sie dann als Autorin bei dem Projekt (rechts).
Bild: Julia Sewerin

Das Schlossgespenst „Uli“ macht dem Friedberger Nachwuchs in der Stadtbücherei keine Angst

Es ist erstaunlich, wie gut die Kleinen aus Friedberg die Geschichte ihrer Stadt kennen. Bei der Lesung in der Stadtbücherei waren nur vereinzelt Kinder anwesend, die das Gespenst Uli sowie sein historisches Vorbild Ulrich von Mering nicht kannten. Trotzdem hörte der zahlreich erschiene Nachwuchs im Alter von sechs bis zehn Jahren aufmerksam den Geschichten von Gudrun Opladen und Familie Prillwitz zu.

Die Stadtbücherei wollte in Kooperation mit der Autorin und den Illustratoren des Buches „Uli und der Schatz im Schloss“ mit der Lesung ihren Beitrag zum 750. Jubiläum leisten.

Und es war nicht nur eine Lesung, es war eine Zeitreise, die auf vielerlei Weise visuell untermalt wurde. Die gerade für Kinder etwas sperrige Vorgeschichte wurde mithilfe einer Bildpräsentation und dem wiederholten Nachfragen nach dem Wissensstand der Kinder aufgelockert. Dank der liebevollen Dekoration mit Uhren, Gespenstern und Schloss fühlten sich die Kleinen beim Vorlesen in der Zeit zurückversetzt.

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„Zeichenstunde“ als Höhepunkt

Inhaltlich wurde der Anfang des Buches bis zur Begegnung Ulis mit den Uhrenmacherkindern Basti und Frieda wiedergegeben. Aber wie war es damals eigentlich zu dieser Barockzeit, in der der Anfang des Buches situiert ist? Das zeigte die Barocktanzgruppe „Barroco“ aus Friedberg. In ihren prächtigen Kleidern führten sie zwei Tänze auf und ließen so die Geschichte mitten in der Bücherei aufleben.

Der Höhepunkt für die Kleinen schien jedoch die „Zeichenstunde“ von Roland Prillwitz zu sein. Denn neben der Geschichte spielen auch die Bilder im Buch eine große Rolle. Schließlich habe es viel Zeit und sehr genaues Arbeiten gefordert, um die Illustrationen im Buch historisch korrekt darzustellen. Wie aber so ein Gespenst zeichnerisch umgesetzt wird, führte Prillwitz direkt auf einer Leinwand vor. Als Prillwitz zum Schluss noch sehr großzügig den Glitzer auf der Zeichnung verteilte, konnten sich die Kinder vor Lachen nicht mehr halten. Viele von ihnen malen gerne und haben es sichtlich genossen zu sehen, wie so ein Illustrator arbeitet.

Das Ergebnis können auch diejenigen begutachten, die bei der Lesung nicht dabei waren. Denn Uli, das Schlossgespenst, bleibt als Geschenk von Familie Prillwitz der Bücherei erhalten. Und wer die Geschichte von Uli, der gerne Uhren klaut oder „sammelt“, wie er selber sagt, noch nicht kennt, kann sich das Buch in der städtischen Bücherei ausleihen.

Das nächste Projekt von Roland und Antje Prillwitz mit Gudrun Opladen steht schon in den Startlöchern. So viel sei verraten: Es geht um eine Fledermaus.

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