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Baustelle in Kissing

20.02.2015

Eine neue Brücke für den Rettungsweg

So früh wie noch nie hat die Kommune Kissing mit einem neuen Projekt begonnen: Die marode Brücke über den Hagenbach am Auensee wird zerschnitten und durch neue Fertigteile ersetzt.
Bild: Anton Schlickenrieder

Der Kissinger Auensee ist für etwa sechs Wochen lang nur von Süden her erreichbar.

Die Badesaison wirft ihre Schatten voraus: Quasi noch mitten im Winter hat die Kissinger Bauverwaltung eine Maßnahme gestartet, die der Freizeitgestaltung ihrer Bürger und auch auswärtiger Gäste dient. Die Brücke über den Hagenbach an der Zufahrt zum Auensee (auf Höhe Kissing-Nord) wurde gestern zerschnitten und die Teilstücke von einem Bagger weggehoben. Das Bauwerk aus den 70-er Jahren des vergangenen Jahrhunderts war so morsch, dass es den Anforderungen der Prüfstatik nicht mehr genügte.

Schon seit längerem ist diese relativ kurze Brücke auf fünf Tonnen Tragkraft beschränkt, weil ihr Rost stark zugesetzt hat. Silvia Rinderhagen, die derzeit amtierende Bürgermeisterin, und Reiner Waldmann, ließen es sich trotz zwei Grad unter Null nicht nehmen, zuzusehen, wie die erste neue Investitionsmaßnahme der Kommune begonnen wurde. „Wir müssen den offiziellen Rettungsweg gewährleisten, der hier drüber führt. Und das wollen wir schaffen, wenn die Badesaison wieder beginnt“, so Waldmann. Der Auensee wird gerne von naturnahen Menschen besucht, für die die Badesaison gerne recht früh beginnt.

Darum mussten jetzt schon die Baugeräte anrücken, obwohl Kissing seinen Haushalt noch gar nicht verabschiedet hat. „Diese Maßnahme haben wir aber schon voriges Jahr im Investitionsplan drin gehabt und haben jetzt vom Landratsamt eine Extra-Genehmigung bekommen, dass wir beginnen dürfen“, sagt Rinderhagen. Die neue Brücke besteht aus Fertigteilen, deren Produktion bei der Kissinger Firma Klaus-Bau rund sechs Wochen dauert. Der Auftrag dafür ist erteilt. Diese sechs Wochen wird auch die Sperrung des Wegs zum Auensee auch etwa dauern.

Anders wäre es allerdings, wenn sich herausstellen sollte, dass die Fundamente (Widerlager) der alten Brücke nicht mehr tragfähig genug sind. Waldmann kann dies nicht ausschließen, ist aber zuversichtlich, dass das nicht der Fall ist. „Sonst müssten wir auf die Suche nach einer Baufirma gehen, die jetzt bei dieser Kälte im Wasser des Hagenbachs arbeitet und nachbessert.“ Er hofft darauf, dass das Abbruchunternehmen die zerschnittene Brücke so entfernt, dass die neuen Spannbetonteile einfach auf die Widerlager draufgelegt werden können. „Dann müsste nur noch der Schlosser das neue Geländer anfertigen und alles wäre ok.“ Das Bauwerk ist so ausgelegt, dass es künftig von Rettungsfahrzeugen etwa der Feuerwehr genutzt werden kann. Die Berechnungen haben ergeben, dass man auch keine 30 Tonnen Tragkraft benötigt, weil die Brücke kurz ist – damit bleiben die Kosten niedrig.

Rund 7000 Euro sind für die Abbrucharbeiten veranschlagt, etwa 10000 Euro kosten die Betonteile, insgesamt 20000 Euro sind für die Maßnahme im Haushalt. Den Kissings Gemeinderat kommenden Donnerstag beschließen wird. Da ist es dann schon absehbar, ob die Mittel reichen werden.

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