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16.03.2009

"Einen Mann nur für die letzten zehn Minuten"

Ried/Egling (geba) - Es war eine freche, brisante und doch wieder sinnliche Komödie, die das Publikum zuerst im Kabarett Widmann in Egling gut eineinhalb Stunden lang begeisterte und dann wenige Tage später auch in Ried. Umwerfend komisch dabei Simone Mutschler, die Chefin der Theateragentur "Theaterspaß" in Greifenberg, mit ihren schrillen und ausdrucksstark gespielten Männerparts in dem Stück "Männerschlussverkauf", das der Autor Johannes Galli für zwei Frauen geschrieben hat.

Da konnte den Zuschauern zum einen die brave und leise Gisela Mang (Helga Rieder) schon hin und wieder leidtun. Diese verkörperte eine Frau in den besten Jahren auf der verzweifelten Suche nach einem Traummann. Dabei hoffte sie, dass ihr die Psychologin Möbenbach (Simone Mutschler), im Innersten eine Männerhasserin, helfen würde.

Diese konfrontierte in zumeist unbändiger Lust zur Übertreibung ihre Klientin Gisela immer wieder mit den unterschiedlichsten Männerfiguren, die Mutschler allesamt selbst darstellte. Die eindrucksvolle "Vaginationsreise" - so die Psychologin - begann im alten Rom mit Sklaven und Senatoren. Ob nun diese oder der verschlagene Mönch aus dem Mittelalter, ob der Cowboy aus dem Wilden Westen oder der stupide Boxchampion und nicht zuletzt der "Brutalo-Macho" aus der Disco, bei allen platzte schließlich nach witzigen und grotesken Dialogen sehr schnell das Bild vom Traummann.

Ab in die Wüste

"Einen Mann nur für die letzten zehn Minuten"

Einer nach dem anderen wurde von der Männer suchenden Gisela "in die Wüste" geschickt, bis sie sich letztendlich fragte, wozu sie eigentlich einen Mann braucht?

Darauf wusste die Psychologin Möbenbach die Antwort: "Nur für die letzten zehn Minuten. Deshalb suchen wir Frauen weiter und entdecken inzwischen unsere Weiblichkeit."

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