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02.10.2008

Einige Dasinger verdanken dem Team ihr Leben

Dasing (FA) - Durch die Spende eines halb automatischen Defibrillators mit Monitorkontrolle haben Willi Ihle sen. und seine Frau Anneliese die Leistung und das soziale Engagement der Dasinger First Responder geehrt. "Wir möchten uns mit dieser Spende für das hervorragende Engagement der Einheit ganz herzlich bedanken", so Ihle sen. bei der Übergabe des wertvollen Gerätes an die Malteser. Ein Defibrillator ermöglicht bei Herzstillstand durch Stromschläge das Überlegen.

Die Spender waren Zeugen eines Notfalleinsatzes bei einem Verkehrsunfall im Dasinger Gemeindegebiet. "Dem Verletzten wurde schnell und kompetent geholfen. Den Helfern gilt unsere Hochachtung", erinnert sich Willi Ihle und meint: "Meine Frau und ich sehen es als nicht selbstverständlich an, dass sich in unserer Gesellschaft Männer und Frauen in dieser vorbildlichen Weise für die Gemeinschaft einsetzen, dabei häufig einige Interessen zurückstecken"

Die Dasinger First Responder haben 2001 ihren Dienst aufgenommen. Zu jedem schweren Notfall in Dasing und den umliegenden Dörfern werden sie von der Rettungsleitstelle gerufen. Ihre Aufgabe ist es, die Zeit bis zum Eintreffen des Notarztes und Rettungsdienstes zu überbrücken.

Durch rasches Eingreifen gerettet

Einige Dasinger und Bürger aus anderen Ortsteilen verdanken nach Ansicht von Notärzten dem Team ihr Leben. Darunter auch ein zwölf Monate alter Bub, der einen Herzstillstand nach Atemnot erlitten hatte. Durch das rasche Eingreifen des Teams konnte er gerettet werden. "Ohne die First Responder hätte der Junge keine Überlebenschance gehabt oder wäre schwerst behindert gewesen", so die Notärztin, die sechs Minuten später eintraf.

Für ihre Einsätze erhalten die Helfer keine Aufwandsentschädigung, da die Krankenkassen die Einsätze nicht bezahlen. Finanziert wird die Einrichtung durch Spenden der Bevölkerung an den Förderverein First Responder Dasing oder den Malteser Hilfsdienst. Die Unterhaltskosten für das Fahrzeug und das Material übernimmt der Malteser Hilfsdienst, den Sauerstoff stiftet jeweils das Rote Kreuz Friedberg. Alle Helfer des Teams haben Rettungsdiensterfahrung und müssen sich regelmäßig fortbilden.

Lehrrettungsassistent und Berufsfeuerwehrmann Stefan Bäumler ist der Chef der Truppe und zeichnet auch für die Ausbildung verantwortlich. Über 1250 Notfalleinsätze wurden seit Aufnahme des Dienstes inzwischen gefahren. Mehr als 3000 Einsatz-, Ausbildungs- und Bereitschaftsstunden leistet für diesen Dienst die Respondermannschaft jedes Jahr.

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