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Energieprojekt in Friedberg

28.03.2015

Energieberater kommt vorbei und hilft beim Sparen

Energieberater Hartmut Adler sieht sich im Keller von Marika Rigl-Kraus um.
Bild: Foto: Sebastian Richly

Für Fachmann Hartmut Adler sind schon einfache Maßnahmen wirkungsvoll. Viele Mängel treten immer wieder auf.

Von Sebastian Richly

Friedberg-West Über 20 Häuser in 14 Tagen. Hartmut Adler ist ein gefragter Mann. Im Auftrag der Stadt Friedberg berät er Bürger, wie sie ihre alten Häuser auf den neuesten Stand bringen und damit Energie einsparen können. Das Angebot ist kostenlos.

Die sogenannte Energiekarawane ist eine Initiative der Stadt. Unabhängige Fachleute nehmen nach Voranmeldung etwa eine Stunde lang die Häuser unter die Lupe und geben noch an Ort und Stelle Tipps. So auch bei Marika Rigl-Kraus. Für die 65-Jährige ist es die erste Energieberatung. Wie ist das Dach gedämmt, was ist mit den Fassaden und Fenstern, wie sieht es im Keller aus? Hartmut Adler will es ganz genau wissen, nur so kann er sich ein Bild machen. Jetzt erst wirft er seinen geschulten Blick in den Heizkeller. Das Haus ist im Jahr 1970 gebaut worden. Rigl-Kraus besitzt eine Ölheizung, für Adler nicht optimal: „Eine zentrale Gasheizung wäre effizienter“, sagt Adler, der seit 2002 Energieberater ist. Ein Pufferspeicher könnte dann noch mehr Ersparnis bringen, da sich die Heizquelle nicht ständig neu einschalten müsse, sondern nur, wenn es notwendig ist. Die Hausbesitzerin ist für diesen Vorschlag offen: „Das wollte ich schon länger machen, das ist auf jeden Fall eine Option.“

Bei seinem Rundgang entdeckt Adler, dass die Leitungen nicht korrekt gedämmt sind: „Das muss lückenlos sein. Auch die Armaturen gehören dazu.“ Das Material gäbe es günstig im Baumarkt und es sei schnell gemacht: „Das wissen manche nicht, dabei ist es kein großer Aufwand und man spart Energie.“ Eine größere Baustelle ist meist die Dämmung der Kellerdecken: „Das macht so gut wie niemand.“ So könne viel Wärme im Haus behalten werden. Bei Rigl-Kraus hat der Fachmann allerdings nichts zu meckern, denn die Decken sind gedämmt. Dennoch rät Adler zu einem automatischen Lüfter im Keller, anstatt die Fenster per Hand zu öffnen. So bleibe die Wärme im Keller. Auch gäbe es keine Probleme im Urlaub oder bei längerfristigen Krankheitsausfällen mit Schimmel.

Auch der Klimaschutz wird berücksichtigt

Bei der Energiekarawane steht auch der Klimaschutz im Fokus, dazu gehört der Ausbau von erneuerbaren Energien. Eine Fotovoltaikanlage hat Rigl-Kraus nicht mehr: „Die Tauben haben sich eingenistet. Das war eine immense Belastung und vom Schmutz her nicht mehr zu ertragen.“ Dabei hält Adler Solarenergie für eine gute Investition. Die Entscheidung liegt beim Hausbesitzer, sagt er. Adler und seine Kollegen geben nur eine grundlegende Beratung: „Bei anstehenden Baumaßnahmen muss natürlich detaillierter geplant werden.“

Inwiefern die Kundin die Tipps des Energieberaters berücksichtigen wird, weiß Adler nicht. Er fährt aber mit einem guten Gefühl zum nächsten Termin: „Das Haus steht energetisch solide da. Die Besitzerin ist zudem gut informiert. Das ist schon einmal viel wert.“ Für Rigl-Kraus hat sich der Besuch des Energieberaters schon gelohnt: „Ich habe viele hilfreiche Tipps bekommen. Ich will nichts Falsches machen und bin jetzt beruhigt.“ Die Vorschläge will sie überdenken und wenn möglich auch umsetzen: „Das Gespräch war hilfreich und hat sich gelohnt.“

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