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Immobilien

27.02.2015

Energiekarawane macht halt in Friedberg-West

Die Energiekarawane zieht los: (von links) Andrea Fendt, Dr. Sylke Schlenker-Wambach (REA), und Roland Eichmann.
Bild: Ida König

Projekt für energieeffizientes Sanieren findet großen Anklang

Wer einen Spaziergang durch Friedberg-West macht, der entdeckt viele ältere Häuser, die zwar meist ganz gut in Schuss sind, aber energietechnisch nicht unbedingt auf dem neuesten Stand. Hier will die Stadt Friedberg mit der „Energiekarawane“ ansetzen. Vertreter der Stadt und der regionalen Energieagentur Augsburg (REA) stellten die Initiative im Gehörlosenzentrum vor.

Ziel der Energiekarawane ist es, Hausbesitzer vor Ort über eine energieeffiziente Sanierung zu informieren. Interesse am Energiesparen besteht offenbar schon, denn der Saal des Gehörlosenzentrums ist voll besetzt. Neben dem Klimaschutz ist bei der Sanierung auch die Wertsteigerung ein großes Thema, stellt Bürgermeister Roland Eichmann fest. Eine volle Stunde nehmen sich die Berater für die Hausbesitzer Zeit und kommen dafür direkt ins Haus, erklärt die frischgebackene Geschäftsführerin der Regionalen Energieagentur, Dr. Sylke Schlenker-Wambach. Die ausgewählten 400 Haushalte wurden bereits durch das Baureferat Friedberg informiert. Für alle anderen Interessenten findet am Donnerstag, 12. März, eine mobile Beratung im Verwaltungsgebäude am Friedberger Marienplatz statt.

Wie dieser Ortstermin aussehen kann, stellt die Energieberaterin, Architektin Monika Gebhard vor. Zusammen mit dem Hausbesitzer besichtigt der Berater das gesamte Haus und nimmt kritische Stellen unter die Lupe. Populär sei der Austausch von Fenstern, was jedoch nur einen relativ geringen Nutzen bringe. „Interessant für uns sind insbesondere Kellerdecken, Fassaden und das Dach.“ Vorteil dieser Energieberatung sei vor allem die Neutralität. Die Energieberater sind nicht Vertreter einer bestimmten Firma und können deshalb unabhängig beraten.

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Generationswechsel steht in vielen Haushalten an

Wer einen Förderantrag bei KfW oder BAFA stellen möchte, braucht dafür ohnehin die Auskunft eines Beraters. Michael Ott von der Stadtsparkasse Augsburg informiert die Veranstaltungsbesucher dabei über die möglichen Darlehen und Zuschüsse. Warum die Entscheidung auf Friedbergs Westen gefallen ist, erklärt Andrea Fendt vom Baureferat. Neben dem Aspekt, dass hier größtenteils unsanierte, ältere Ein- und Zweifamilienhäuser zu finden seien, stehe in den nächsten Jahren in vielen Haushalten ein Generationenwechsel an. Um die Häuser mit einem hohen Wert weiterzugeben, sollten diese saniert werden. Ganz ohne eigenes Geld geht das aber nicht: „Wir gehen davon aus, dass in Friedberg-West die Finanzkraft für diese Umbaumaßnahmen vorhanden ist.“

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