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Vortrag

04.04.2018

Engagiert für Brasilien

Die Stätzlinger Pfarrei St. Georg setzt sich für ein Projekt in Mossoro ein. Zwei Augsburger Ordensschwestern leiten es. Was passiert dort mit den Spenden?

Schwester Beda Rauch, die frühere Schulleiterin des Gymnasiums Maria Stern in Augsburg, informierte in Stätzling über die Situation des „Heimes des armen Kindes“ im brasilianischen Mossoro. Die Ordensschwestern Ellensint Scherzinger und Lukas Scherzinger, beide von Maria Stern in Augsburg, gründeten in den 80er-Jahren mit ihrem Erbe das „Heim des Armen Kindes“ in Mossoro. Diese Industriestadt von 300000 Einwohnern liegt in Nordbrasilien. Obwohl Brasilien zu den reicheren Ländern gehört, gibt es laut Beda Rauch immer noch Millionen von sehr armen Leuten. Ein soziales Netz, wie wir es kennen, fehle weitgehend. So gehe die Armut oft Hand in Hand mit Gewalt, Prostitution und Drogenkonsum.

Deshalb habe sich die Einrichtung, die sich primär um die Betreuung und Erziehung auf sich selbst gestellter oder vernachlässigter Kinder kümmert, zu einem vielschichtigen Sozialwerk entwickelt. Neben dem Unterricht und der religiösen Unterweisung von Kindern werden für Jugendliche berufsbildende Kurse wie Holzberufe, Motorradwerkstatt, Metallberufe, Elektrokurse, Informatik, für die Mädchen auch Kurse in Handarbeit, Nähen, Hauswirtschaft und Ernährung, Frisieren und (ganz wichtig) Kosmetik angeboten. Sie dienen dazu, dass die Jugendlichen sich später selbst ihren Lebensunterhalt verdienen können.

Da Lukas Scherzinger Ärztin ist, ist dem Heim eine Armensprechstunde mit Ambulanz angeschlossen. Hier werden die Ärmsten ohne Krankenversicherung kostenlos behandelt und mit Medikamenten versorgt. Außerdem besucht eine Gruppe von Mitarbeitern arme Patienten im Krankenhaus, bringt ihnen Verpflegung – und ebenso den pflegenden Angehörigen. Denn die Betreuung im Krankenhaus umfasst nur die medizinische Versorgung.

Zudem kümmern sich die Schwestern und ihre Mitarbeiter um die Evangelisierung der Slum-Bewohner und versorgen sie mit Nahrungsmitteln, Kleidung und anderem Notwendigen. Im Heim selbst werden zudem Hungrige und Obdachlose mit Mahlzeiten versorgt. Eine Gruppe ist für Besuch, Evangelisation und Versorgung von Gefangenen im Gefängnis zuständig, denen es dort an Hygieneartikeln, aber auch an religiöser und menschlicher Betreuung fehlt.

Die Pfarrei St. Georg in Stätzling engagiert sich seit 1985 mit Patenschaften, Spenden und dem Adventsbasar für das Werk. Bei den umfangreichen Aufgaben wird deutlich, dass die Schwestern, trotz Zuschüssen vom Staat, auf Hilfe angewiesen sind. Deshalb sind die Patenschaften eine große Hilfe. Wer sich dieser anschließen möchte, kann dies unter Kath. Kirchenstiftung Stätzling – Mossoro, IBAN: DE24 7209 0000 0005 9128 57 tun.

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