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05.03.2009

Entlastung auf dem Weg zur Schule

Merching/Schmiechen Nun macht das Zugfahren wieder Spaß: Seit Montag früh fährt die Ammerseebahn von Schmiechen und Merching nach Augsburg mit zwei Triebwagen statt wie bisher nur mit einem. 280 Sitzplätze könne man nun anbieten, so der Sprecher der Bayerischen Regiobahn, Bastian Goßner. Seitdem habe sich die Situation spürbar verbessert, hat er sich selbst bei der Ankunft des Zuges am Bahnhof in Augsburg um 7.41 Uhr vergewissert. "Das Ein- und Aussteigen klappt nun wieder besser. Jetzt sind die Züge auch wieder pünktlich", so Bastian Goßner. Die Abfahrt um 7.23 Uhr in Merching hat Bürgermeister Martin Walch mehrmals beobachtet. "Ich habe mit einigen Pendlern gesprochen. Das macht jetzt alles einen sehr guten Eindruck", so Walch. Die Bayerische Regiobahn hatte die Strecke zwischen Weilheim und Augsburg bisher mit einem Triebwagen bedienen können. Die Zustände in den vergangenen Wochen waren teilweise chaotisch. Die Sitzplätze reichten nicht aus, der Triebwagen hatte zu wenig Türen, so dass der Zug immer wieder verspätet war. Das war besonders ärgerlich für die Pendler nach München, die in Mering umsteigen wollten.

Eine Reihe von Fahrgästen war deshalb sicherheitshalber auf den früheren Zug ab Merching um 6.48 Uhr ausgewichen. Die sind nun teilweise schon auf die spätere Verbindung zurückgekehrt, mit dem Ergebnis, dass auch bei 280 Sitzplätzen einige Passagiere die Fahrt im Stehen verbringen müssen. "Mit der Attraktivität des Angebots steigt eben die Nachfrage", so Bürgermeister Ludwig Hainzinger aus Schmiechen, wo der Zug noch vor Merching hält. Er und sein Kollege Martin Walch hatten sich bei der BRB für eine Aufstockung des Zug-angebots eingesetzt. Hainzinger ist nun vor allem vom raschen Reagieren der BRB angetan. "Das Unternehmen ist sehr kooperativ und hat genau gehalten, was es versprochen hat", so Hainzinger.

Tatsächlich habe man so schnell gehandelt, wie man konnte, so Bastian Goßner. "Der zweite Triebwagen ist uns vor vier Wochen geliefert worden. In nur drei Wochen haben wir die Innenausstattung samt Fahrkartenautomat installiert, alle erforderlichen Probefahrten absolviert und Genehmigungen eingeholt", so Goßner. Die schlechte Nachricht ist, dass der Wagen, der jetzt für Entlastung sorgt, bereits verplant ist: Er wird ab dem Fahrplanwechsel im Dezember auf jeden Fall auf einer anderen Strecke eingesetzt, nämlich auf der Paartalbahn zwischen Augsburg und Ingolstadt.

Die beiden Bürgermeister Hainzinger und Walch haben bereits gemeinsam mit der BRB und mithilfe der Landtagsabgeordneten Brigitte Meyer (FDP) alle Hebel in Bewegung gesetzt, damit das verbesserte Angebot nicht wieder verloren geht. Das bayerische Wirtschaftsministerium muss nämlich der Anschaffung eines weiteren Wagens für die Bayerische Regiobahn zustimmen. Die Unterlagen hat Brigitte Meyer deshalb direkt an ihren Parteikollegen, Wirtschaftsminister Martin Zeil, weitergereicht. "Ich kann dazu noch nichts sagen", so Zeil gestern.

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